Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Zuschauern sei bei den Sabres ohnehin ein ganz Besonderes, wie Krueger erklärte: "Die Fans in Buffalo sind in ihren Herzen positiv. Sie lieben die Sabres. Egal, ob wir gewinnen oder verlieren. Sie geben uns diese Energie und sind ein zusätzlicher Spieler auf dem Eis für uns. Wir freuen uns, dass sie uns wieder auf unserem Weg begleiten. Wir verstehen, dass sie enttäuscht sind von dem, was bislang passiert ist, aber sie sind immer wieder da und geben uns eine Chance und einen Schub. Dieser Enthusiasmus, den wir von Sabres-Gemeinde fühlen, ist unbezahlbar."
Entsprechend hart hat Buffalo die Geisterspiele getroffen, wie Krueger bestätigte: "Wir waren gewöhnt, diese Unterstützung von den Rängen zu haben und plötzlich ist sie nicht mehr da. Das ist natürlich etwas, was uns fehlt. Damit muss jedes Team umgehen, wir können das natürlich nicht als Entschuldigung benutzen. Aber wir freuen uns auf die Unterstützung, auch wenn sie nur von ein paar Tausend kommen wird. Es wird viel Spaß machen. Wir wollen aber schon davor ein paar Spiele gewinnen, damit auch unsere Fans mit einem positiven Momentum starten können."
Auch Devils, Blues und Sharks haben zu Hause Probleme
Neben den Sabres holten auch die New Jersey Devils erst sechs Punkte in der eigenen Arena (2-10-2) und stehen zusammen mit Buffalo auf dem letzten Platz der Heim-Tabelle. Auswärts holten beide Teams jeweils mehr Punkte (Sabres: 4-7-2; Devils: 6-3-2).
Besonders groß ist diese Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen auch bei den San Jose Sharks (Heimbilanz: 3-5-1, Auswärtsbilanz: 8-6-2) und St. Louis Blues (Heim: 4-7-3; Auswärts: 10-2-2). Zumindest die Sharks können das noch auf die geringe Anzahl der Spiele auf eigenen Eis schieben: Aufgrund von Kontaktsportverbot im Bezirk Santa Clara konnte das Team weder die Vorbereitung noch die ersten Wochen der Saison in San Jose absolvieren und startete stattdessen mit zwölf (!) Auswärtsspielen in die Spielzeit 2020/21.
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Backstrom: "Du willst deine Fans hinter dir haben!"
Auch unter den Spielern ist die Vorfreude über die Rückkehr der Fans übrigens enorm. "Es ist großartig, dass wieder Menschen bei den Spielen sind", zeigte sich Niklas Backstrom, Stürmer der Washington Capitals (Heimbilanz: 8-3-2) erleichtert. "Wir haben zuletzt drei Spiele in Philadelphia gespielt mit Fans auf den Rängen. Das ist etwas anders, etwas, was du dir zurückgewünscht hast. Wir haben die ganze Atmosphäre mit Fans im Stadion sehr vermisst. Das gilt insbesondere für die Heimteams: Du willst deine Fans hinter dir haben!"
Entsprechend erwartet Backstrom auch, dass sich die Heimbilanzen in den nächsten Wochen ändern könnten: "Wenn man viele Fans in die Stadien bringt, dann ändert das einiges. Manche Teams sind einfach besser zu Hause als auswärts. Das ist ein Fakt."
Das gilt insbesondere für die New York Islanders und Pittsburgh Penguins: Die Islanders punkteten in der laufenden Saison bislang in jedem Spiel (12-0-2) und stellen das beste Heimteam der Liga. Gefolgt von den Penguins (11-2-0), die zusammen mit den Islanders schon im Vorjahr zu den fünf besten Heimteams gehörten.
Die Situation mit den Geisterspielen haben übrigens auch die Carolina Hurricanes (10-1-1) und Vegas Golden Knights (10-2-1) bislang hervorragend gemeistert. Die Sehnsucht nach Zuschauern ist allerdings auch bei diesen Teams enorm.