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Mirco Müller spricht über seine Schwierigkeiten

In unserer Rubrik "Breaking the Ice" steht der Schweizer zu Fragen rund um seine Person Rede und Antwort

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Während der Saison 2017/18 bringt NHL.com/de jeden Mittwoch ein Feature mit dem Titel "Breaking the Ice". Darin präsentieren wir jeweils einen Spieler, der in der Liga zuletzt von sich Reden gemacht hat - auf oder abseits des Eises.

In dieser Folge: Mirco Mueller (New Jersey Devils).

Seinen Neuanfang bei den New Jersey Devils hatte sich Mirco Müller etwas anders vorgestellt, nachdem er im vergangenen Jahr von den San Jose Sharks dorthin transferiert wurde. In Kalifornien war der bald 23-jährige Verteidiger aus Winterthur drei Jahre lang nur ein Ergänzungsspieler, obwohl diese ihn beim NHL Draft 2013 in der 1. Runde an 18. Position gedraftet hatten.

Durfte Müller in der Saison 2013/14 noch 39 Spiele absolvieren, so waren es 2015/16 nur noch elf und 2016/17 deren vier. Den Rest der Zeit war er verletzt oder im Farmteam aktiv. Dadurch war der Schweizer auch beim Stanley Cup-Finaleinzug der Sharks im Jahr 2016 nur Zuschauer.

Dementsprechend hat sich Müller von seinem Wechsel zu den Devils viel versprochen. Zunächst lief es auch gut und er stand zu Beginn der Saison 2017/18 im Kader, bis er sich am 12. November nach 18 Sekunden Eiszeit das Schlüsselbein brach und damit über zwei Monate ausfiel.

Am 30. Januar erfolgte sein Comeback im Spiel gegen die Buffalo Sabres, doch bereits nach einer Woche fand er sich teilweise auf der Tribüne wieder und hat seitdem nur drei Einsätze, den letzten am 22. Februar absolviert.

Video: WSH@NJD: Müller gleicht mit Schlagschuss aus

NHL.com/de sprach exklusiv mit Müller darüber, wie schwer es ist, in dieser Phase der Saison in das Team zurückzukehren und weitere Aspekte seiner Karriere:

Wie geht es Dir mittlerweile nach Deiner relativ schweren Verletzung?

"Gut eigentlich. Es ist alles so geheilt, wie es sollte. Darüber bin ich sehr froh und es ist sehr positiv, dass es sowohl auf, als auch abseits vom Eis keine Komplikationen gibt."

Wie schwer ist es gerade in dieser Saisonphase, wenn es auf das Ende der regulären Saison zugeht, in den Spielbetrieb einzusteigen?

"Es ist natürlich nicht einfach, zumal der Trainer seine festen Leute hat, die er schon die ganze Saison über hat spielen lassen, nachdem ich mit meiner Verletzung ausgefallen war. Deswegen braucht es Geduld, denn vieles ist in Bewegung und ich muss jederzeit bereit sein."

Kommen wir auf Deine Zeit in San Jose zu sprechen. Du hast das Stanley Cup-Finale 2016 im Hintergrund erlebt. Wie war diese Erfahrung für Dich?

"Zum einen war es weniger schön, dass ich nicht selbst spielen konnte. Denn das ist das Ziel eines jeden Spielers. Andererseits war es ein sehr spezielles Erlebnis bei diesem ganzen Geschehnis dabei zu sein. Es war ja das erste Mal für mich und die Erfahrung war trotzdem gut es zu sehen, auch wenn ich nicht gespielt habe. Es wäre natürlich super gewesen, wenn wir gewonnen hätten, aber Pittsburgh war am Ende einfach besser."

Wie sehr hat das Appetit gemacht, einmal selbst dabei zu sein?

"Sehr natürlich. Das spornt einen schon an, härter an dir selbst zu arbeiten. Aber auch die Erfahrung, was man alles im Hintergrund mitbekommen hat, kann man gut in andere Mannschaften einbringen. Es läuft hier ziemlich gut und wir haben viele Experten mit der bisher gespielten Saison überrascht. Aber wir müssen noch ein paar Punkte holen, um letztendlich den Einzug in die Playoffs zu schaffen."

Wie cool ist es für Dich im Großraum New York zu leben?

"Es macht mir sehr viel Freude hier. Es ist sehr speziell. Es kommen viele Leute aus Europa hierher, um Urlaub zu machen und man selbst lebt hier. Aber es ist schon ganz anders als in Kalifornien. Aber es gefällt mir hier sehr gut."

 

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Was kannst Du mir über Nico Hischier sagen?

"Das meiste ist bereits bekannt. Es ist ein sehr bemerkenswertes Talent. Viele Leuten vergessen, wie jung er noch ist und dass er erst am Anfang seiner Karriere steht. Auch wenn er jetzt schon gut ist, dann schlummert in ihm noch etliches an Entwicklungspotenzial. Das wird er sicher noch in den kommenden Jahren ausschöpfen. Bei alldem ist er ein sehr netter und bodenständiger Junge. Und dass er auch noch Schweizer ist, macht ihn umso sympathischer (lacht)."

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