Skip to main content

Dominik Kahun beherzigt ein einfaches Erfolgsrezept

"Breaking the Ice": Der Angreifer der Penguins will im Frühjahr unbedingt seine ersten Stanley Cup Playoffs erleben

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Während der regulären Saison 2019/20 bringt NHL.com/de jeden Donnerstag eine Story aus der Rubrik "Breaking the Ice". Darin stellen wir jeweils einen Spieler vor und holen von ihm in fünf abschließenden Fragen seine Meinung zu verschiedenen Themen rund ums Eishockey und auch darüber hinaus ein.

In dieser Folge: Dominik Kahun (Pittsburgh Penguins)

Das Erfolgsrezept von Dominik Kahun klingt denkbar einfach. "Wenn man gut spielt und versucht, alles richtig zu machen, kommen die Punkte automatisch. Man darf sich bloß keinen Kopf machen", beschreibt der 24 Jahre alte Angreifer die Maxime, mit der er bei seinem Job ans Werk geht.

 

[Ähnliches: Niederreiter freut sich aufs nächste Spiel bei den Flyers]

 

Wie schon in seiner Rookie-Saison 2018/19 bei den Chicago Blackhawks bringt diese Herangehensweise auch bei den Pittsburgh Penguins den gewünschten Effekt. Bei seinen 21 Einsätzen in der laufenden Spielzeit verbuchte der ehemalige Münchner elf Scorerpunkte (fünf Tore, sechs Vorlagen). Beim 6:1 gegen die Toronto Maple Leafs am 16. November schnürte er seinen ersten Doppelpack im Trikot des Klubs aus Pennsylvania, der ihn im Juni bei einem Trade mit seinem vormaligen Arbeitgeber an Land zog. Für die Blackhawks hatte Kahun bei 82 Auftritten insgesamt 37 Punkte (13 Tore, 24 Assists) erzielt.

Seit seinem NHL-Debüt im Oktober vorigen Jahres stand Kahun in 103 von 104 möglichen Hauptrunden-Spielen für die Blackhakws und die Penguins auf dem Eis. Lediglich bei Pittsburghs Heimspiel am 2. November gegen die Edmonton Oilers gehörte er nicht zum Aufgebot.

Anders als in Chicago, wo er zu Beginn einen Platz in der ersten und später meist in der dritten Sturmreihe einnahm, ist seine Position bei den Penguins bislang nicht eindeutig festgelegt. Mal fand er sich in der zweiten, mal in der dritten und teilweise sogar in der vierten Angriffsformation wieder. Für Kahun ist dieses Wechselspiel jedoch kein großes Problem. "Das zeigt doch, dass mich der Trainer überall einsetzen kann. Das finde ich grundsätzlich positiv. Ich gebe einfach mein Bestes und schaue, was dabei herauskommt", meinte er.

Mit der Entwicklung in den vergangenen Wochen ist Kahun vollauf zufrieden. "Am Anfang war alles neu für mich in Pittsburgh. Da musste ich mich natürlich erst eingewöhnen. Aber mittlerweile bin ich angekommen und spiele zurzeit richtig gutes Eishockey", sagte er.

Trotz des enormen Verletzungspechs ist Kahun davon überzeugt, dass die Penguins in dieser Saison eine gute Rolle spielen werden. "Wenn wir als Einheit auftreten, können wir viele Spiele gewinnen."

Video: TOR@PIT: Kahun stürmt auf das Tor zu und trifft

Fünf Fragen an Dominik Kahun:

Du hast im Vorjahr als Rookie bei den Blackhawks eine starke Saison hingelegt. Würdest du sagen, dass das zweite Jahr in der NHL generell schwieriger ist für einen jungen Spieler, noch dazu, wenn er sich wie in deinem Fall in ein neues Team integrieren muss?

Was das Spielen an sich betrifft, sind die Unterschiede gar nicht so gravierend. Ich bin ja nun schon über ein Jahr in der Liga und weiß, wo es langgeht. Wenn man getradet wird, bringt das natürlich immer eine gewisse Umstellung mit sich. Man hat einen anderen Trainer und muss sich auf eine neue Spielweise einstellen. In Chicago hatte ich ein super Jahr. Ich bin sehr dankbar für die Zeit. Aber ehrlich gesagt denke ich jetzt gar nicht mehr allzu sehr daran.

In Pittsburgh erwartet man im Prinzip immer, dass die Mannschaft in die Stanley Cup Playoffs kommt. Wie gehst du mit diesem Erwartungsdruck um?

Der war in Chicago letztes Jahr eigentlich genauso groß. Als Spieler gibst du grundsätzlich alles, um die Playoffs zu erreichen. Da bin ich keine Ausnahme. Ich will unbedingt erleben, wie es ist, in der NHL in den Playoffs zu stehen. Daher werden wir als Mannschaft hart dafür arbeiten, dass wir es zusammen schaffen.

Du hast als kleiner Junge einmal Jaromir Jagr getroffen. Ist er in gewisser Hinsicht dein Vorbild oder sogar Idol?

Auf jeden Fall. Ich bin ja in Tschechien geboren. Dort ist er für alle ein Idol. Wenn man Leute fragt, welchen Lieblingsspieler sie haben, kommt meistens die Antwort: Jaromir Jagr. Mir geht es genauso. Als ich mit Eishockey angefangen habe, war er der beste Spieler der Welt. Bei ihm sah immer alles einfach aus. Deshalb wollte ich anfangs unbedingt so werden wie er. Als ich älter wurde, habe ich natürlich gemerkt, dass ich mich nicht mit ihm vergleichen kann. Er ist viel größer und kräftiger als ich. Ich habe mir dann für meine Art zu spielen lieber bei anderen etwas abgeschaut.

In der NHL gibt es seit geraumer Zeit einen Trend hin zu flinken und wendigen Spielern. Das kommt dir sicherlich zugute, oder?

Für mich ist das sehr gut. Vor ein paar Jahren wurde mir noch gesagt, dass ich zu klein und zu schwach sei für die NHL. Ich habe aber immer daran geglaubt, dass ich es schaffen kann, was sich zum Glück bewahrheitet hat.

Sidney Crosby ist dafür bekannt, dass er sich als Kapitän besonders um die neuen und jungen Spieler kümmert. Wie hat das bei dir ausgesehen?

Er ist ein Leader und Kapitän, wie man ihn sich nur wünschen kann. Auch sonst ist er ein toller Typ. Ihm ist sehr wichtig, dass alles in der Mannschaft läuft und jeder glücklich ist. Er hat mich super aufgenommen. Ich bin oft mit ihm in Kontakt. Er war ja selbst schon in Deutschland, um zu trainieren. Darüber unterhalten wir uns häufiger. Außerdem macht es wahnsinnig viel Spaß mit ihm zu spielen.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.