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Ein zweiter Sieg täte dem Gemüt der Bruins gut

Boston weiß, dass es einen großen Unterschied zwischen einem 1:1 und einer 2:0-Serienführung gegen Carolina gibt.

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Im dritten Anlauf soll es nun endlich etwas werden mit einer 2:0-Serienführung. Sowohl in der ersten Runde gegen die Toronto Maple Leafs wie auch in der zweiten gegen die Columbus Blue Jackets gaben die Boston Bruins eines ihrer ersten zwei Heimspiele ab und sahen sich nach Spiel 3 einem Rückstand ausgesetzt, den es aufzuholen galt.

Gerne würden die Bruins darauf verzichten, die Erfahrung hinten zu liegen auch im Eastern Conference Finale gegen die Carolina Hurricanes zu machen. Grundvoraussetzung hierfür wäre ein weiterer Sieg im TD Garden von Boston nach dem 5:2-Erfolg in Spiel 1 am Donnerstag.

"Wir haben das ja in den ersten zwei Runden mitgemacht, in denen es 1:1 stand. Wir wissen jetzt auch wie viel Druck dann auf der Mannschaft lastet. Dementsprechend müssen wir jetzt an unsere Grenzen gehen. Jede Serie unterscheidet sich aber auch. Selbst wenn man 2:0 vorne liegt, darf man nicht nachlassen", erinnerte Bostons Linksaußen Jake DeBrusk an die jüngsten Auftritte.

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Manch einem von Bostons erfahrenen Protagonisten, ganz sicher einem David Krejci, einem Patrice Bergeron und selbstverständlich einem Zdeno Chara, dürfte noch das Jahr 2009 lebhaft in Erinnerung sein als sie favorisiert mit einem 1:1 in Raleigh angekommen waren, mit 1:3-Siegen abreisten und schließlich in sieben Spielen die Segel gegen die Hurricanes streichen mussten.

"Selbstverständlich möchten wir jede Partie gewinnen. Wir werden sehen wie es in dieser Serie dann stehen wird. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben. Eine 2:0-Führung ist natürlich schöner als wenn es Unentschieden steht. Das sind zwei starke Teams, die sich hier gegenüber stehen. Wenn man da vorne liegt, hat man schon einen mentalen Vorteil", ist sich Bostons Schlussmann Tuukka Rask der Bedeutung des Ausgangs der kommenden Begegnung bewusst.

 

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"Das wird ein ganz wichtiges Spiel. Wir müssen von Beginn an engagiert zu Werke gehen. Wir erwarten selbstverständlich von uns einen weiteren Sieg, doch welches Team möchte nicht mit 2:0 in einer Serie vorne liegen", schlug Brad Marchand in die gleiche Kerbe wie Rask.

Es macht schon einen gewaltigen Unterschied aus, ob ich nach zwei Heimpartien eine 2:0-Serienführung vorweise oder es nach Siegen 1:1 steht. Auch die ligaweiten Statistiken bestätigen diese These. In der Geschichte der NHL endeten 265 von 297 Serien (89,23 Prozent) zu Gunsten des Teams, das die ersten zwei Spiele zuhause gewann, jedoch nur 86 von 165 (52,12 Prozent) für die Mannschaft mit Heimrecht, wenn sie Spiel 2 verlor und mit einem 1:1 im Gepäck die Reise zu ihrem Konkurrenten antrat.

Nicht ganz so prägnant ist die Differenz der Erfolgsquote in Bostons Historie, nachdem die Bruins in diesem Jahr bereits zweimal eine 1:1-Serie am Ende für sich entscheiden konnten und damit den Wert von 68,0 Prozent (17 von 25) auf 70,37 Prozent (19 von 27) verbesserten. Nach zwei Siegen vor heimischer Kulisse zum Serienauftakt liegen die Chancen der Bruins auf einen erfolgreichen Serienverlauf bei 77,27 Prozent (17 von 22).

 

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Seit 2009 mussten die Bruins noch weitere zweimal die schmerzhafte Erfahrung machen, nach einem 1:1 zuhause aus den Playoffs auszuscheiden. In der ersten Runde der Playoffs 2012 war dies als amtierender Stanley Cup Champion von 2011 gegen die Washington Capitals (3:4) ebenso der Fall wie 2014 in der zweiten Runde gegen die Montreal Canadiens (3:4). Das Missgeschick, nicht nur eine 2:0 sondern sogar eine 3:0-Führung noch aus der Hand gegeben zu haben, passierte den Bruins zuletzt in der zweiten Runde der Playoffs des Jahres 2010 als die Philadelphia Flyers vier Spiele in Folge gegen sie gewannen (3:4) - ein Novum in Bostons 92-jähriger Playoff-Geschichte, die am 29. März 1927 mit einem 6:1-Sieg in Chicago begann.

Die nächste Playoff-Herausforderung kommt auf die Bruins am Sonntag zu, wo sie im TD Garden von Boston gegen die Hurricanes Spiel 2 des Eastern Conference Finales bestreiten. (3:00 p.m. ET; NBC, CBC, SN, TVAS, NHL-TV).

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