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Heimstärke führt Blues an die Tabellenspitze

Mit ihrem neunten Heimsieg in Folge lehrt St. Louis der Konkurrenz im Enterprise Center das Fürchten

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Am Dienstag erlebten die Fans der St. Louis Blues im Enterprise Center eine weitere Machtdemonstration ihres Teams. Die Blues feierten gegen die Anaheim Ducks einen 4:1-Heimsieg. Damit egalisierten sie den Franchise-Rekord von neun Heimsiegen in Folge. Die letzte Heimniederlage gab es am 7. Dezember, vor über einem Monat, mit einem 2:5 gegen die Toronto Maple Leafs. Das Enterprise Center hat sich dank einer kompletten Leistung ohne erkennbare Schwächen der Blues seitdem zu einer uneinnehmbaren Festung entwickelt.

"Wir sind gerade ziemlich gut drauf", stapelte Stürmer Jaden Schwartz tief. "Es ist nicht leicht diese Serien im Blick zu behalten, wenn man zwischendurch Auswärtsspiele hat, da denkt man nicht wirklich dran, Aber wir finden immer unterschiedliche Wege zum Sieg, unterschiedliche Reihen und Spieler leisten ihren Teil, ob im Angriff, oder in der Verteidigung. Beide Torhüter sind Klasse. Wir machen die kleinen Dinge richtig und spielen als Mannschaft gut."

Die Blues sind nicht nur gut drauf, dank ihrer Übermacht auf eigenem Eis führen sie seit kurzem die Tabelle der gesamten NHL mit 67 Punkten aus 47 Spielen (30-10-7), dank der mehr gewonnenen Spiele in regulärer Spielzeit gegenüber dem bisherigen Spitzenreiter Washington Capitals, an.

Video: ANA@STL: Schwartz vollendet schöne Kombination

Man muss allerdings den Ducks Respekt zollen, denn immerhin hielt das Schlusslicht der Western Conference das Spiel zum Ende des ersten Drittels mit einem 1:1 offen. Das schaffen nicht viele Teams in St. Louis. Andererseits war bereits mit dem 1:0 der Blues durch Alexander Steen nach 7:53 Minuten fast sicher, dass die Blues zumindest einen Punkt mitnehmen würden. Die Statistik der Blues, wenn sie das erste Tor in einem Spiel erzielen, lautet 21-0-5. Sie sind das einzige Team, das in dieser Saison nie leer ausging, wenn es das erste Tor erzielt.

Gegen die Ducks sorgten sie im zweiten Drittel schnell dafür, dass die Welt im Enterprise Center wieder ihre Ordnung hatte. Tyler Bozak traf nach 2:21 Minuten im Mittelabschnitt und Schwartz erhöhte in der 30. Minute im Powerplay. Ivan Barbashev sorgte dann im letzten Drittel für noch klarere Verhältnisse.

"Wir haben in der Kabine miteinander gesprochen, sind ins zweite Drittel gegangen und haben unser Spiel durchgezogen", zeigte sich Trainer Craig Berube mit seinem Team zufrieden. "Wir haben die Scheibe schnell nach vorne gebracht, haben hart gearbeitet und sie zermürbt. So habe ich das gesehen. Reihe für Reihe kam auf das Eis, alle haben am selben Strang gezogen und gute Arbeit geleistet."

Die Erfolgsserie der Blues auf eigenem Eis ist durch starke Leistungen in allen Bereichen hoch verdient. In den neun Siegen in Folge haben die Blues ein Torverhältnis von 36:15 erarbeitet, treffen also im Durchschnitt vier Mal pro Spiel und kassieren nur 1,67 Tore pro Partie. Seit dem Start der Serie mit einem 4:2-Sieg gegen die Vegas Golden Knights am 12. Dezember verwerteten sie 28,6 Prozent aller Powerplays und blieben in 91,3 Prozent der Unterzahlsituationen ohne Gegentor.

 

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Wie Schwartz und Berube nach dem Sieg gegen die Ducks betonten, basieren diese Werte und der Erfolg der Blues nicht auf den Spitzenleistungen einzelner Spieler. Bei den Blues spielt sich kein Spieler in den Vordergrund wie Alex Ovechkin und John Carlson bei den Washington Capitals, Nathan MacKinnon bei den Colorado Avalanche, oder Leon Draisaitl und Connor McDavid bei den Edmonton Oilers. Kein Spieler der Blues erzielte in den neun Heimsiegen mehr als neun Punkte, dieser Bestwert gelang Brayden Schenn (ein Tor, acht Assists) und Robert Thomas (drei Tore, sechs Assists). Bester Torschütze ist David Perron mit sechs Treffern. Dafür punkteten 19 von 22 eingesetzten Spielern und 16 verschiedene Spieler erzielten Tore.

Über die gesamte Saison gesehen ist Perron in Heimauftritten mit 21 Punkten (13 Tore, acht Assists) aus 24 Spielen der beste Scorer der Blues, was ligaweit den 40. Platz bedeutet. Zählt man die Auswärtsspiele dazu, führt Perron die Blues mit 46 Punkten (20 Tore, 26 Assists) in 47 Spielen an. Der beste Scorer des Tabellenführers liegt im ligaweiten Vergleich damit auf Rang 16.

Das zeigt, was für eine ausgeglichene und komplette Teamleistung die Blues bringen. Genau das ist wohl der Grund für ihren Erfolg. Egal welche Reihe auf dem Eis ist, die Gegner bekommen keine Verschnaufpause. Jeder Spieler blockt Schüsse, jeder Spieler kämpft und jede Reihe sorgt für Torgefahr. Während man die offensive Durchschlagskraft anderer Teams extrem einschränken kann, indem man einzelne Spieler in Schach hält, stört die Blues kaum, wenn Perron und Schwartz nicht treffen, denn dann springen Spieler aus den hinteren Reihen ein.

St. Louis hat am Mittwoch gegen schwächelnde Philadelphia Flyers die Gelegenheit, mit dem zehnten Heimsieg in Folge den Franchise-Rekord zu knacken (Do. 1 Uhr MEZ, NHL.tv). Es wird das letzte Heimspiel der Blues vor der All-Star-Pause und im Januar sein. 

Im Februar haben sie allerdings genug Gelegenheit, ihre Gegner im Enterprise Center zu frustrieren und im Kampf um die Presidents' Trophy ihre Heimstärke zu nutzen, denn neun ihrer 15 Spiele im nächsten Monat finden zu Hause statt.

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