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Die Metropolitan Division gilt schon seit der Einführung des Spielsystems in der NHL im Jahre 2013 als ein besonders schwieriges Pflaster. Schließlich tummeln sich hier Mannschaften wie die New York Rangers, Washington Capitals und die Pittsburgh Penguins. Selbst Teams wie die New York Islanders oder Philadelphia Flyers sind mit einem guten Kader bestückt, litten aber die letzten Jahre unter der Last der Division.

Nach den ersten vier Wochen der neuen Saison stehen jedoch die New Jersey Devils und die Columbus Blue Jackets nach ihrem beeindruckenden 7:3-Erfolg im BB&T Center der Florida Panthers am Donnerstag ganz oben in der Tabelle. Die eigentlich auch stark eingeschätzten Carolina Hurricanes zieren dagegen das Ende der Rangliste, nicht weit hinter den Rangers und den Capitals.
Wie immer zu einer Phase der Saison wie dieser stellt sich die Frage, ob damit bereits ein erster Trend erkennbar ist oder solche Spekulationen verfrüht sind. Insbesondere aufgrund der noch geringen Punktabstände, zwischen der Spitze und dem Ende der Metropolitan Division liegen derzeit gerade einmal acht Punkte oder vier Siege, ist wohl eher von Letzterem auszugehen.
Trotzdem kann analysiert werden, welche Fakten dafür oder dagegen sprechen, wie die Entwicklung einzelner Teams weitergeht. Bestes Beispiel hierfür sind die Blue Jackets, die sich anschicken, ihre gute Leistung der Vorsaison mit am Ende 108 Punkten und dem dritten Platz in der Division zu wiederholen.

CBJ@FLA: Jenner fälscht im Powerplay ab

Es war schon beeindruckend, wie die Mannschaft von Trainer John Tortorella die Panthers dominierte und sich mit Josh Anderson, Oliver Bjorkstrand, Boone Jenner, Markus Hannikainen und Tyler Motte fünf verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintrugen. Anderson und Bjorkstrand trafen sogar doppelt.
"Es ist immer gut für die Mannschaft, wenn man sieht, dass viele unterschiedliche Spieler Tore erzielen", teilte Bjorkstrand mit. "Das ist ein hervorragendes Zeichen."
Die sieben Tore bedeuteten die Saisonhöchstzahl für Columbus, die zuvor vier Mal fünf Tore erzielen konnten. Außerdem war es der vierte Sieg im fünften Spiel. Selbst Tortorella, der sich häufig auch nach Siegen sehr kritisch äußert und gerne das Negative vor dem Positiven anmerkt, gefiel, was ihm sein Team geboten hatte.
"Das war sehr nahe an dem, was ich von meiner Mannschaft sehen möchte. Und das bedeutet schnell von einem Ende zum anderen zu spielen", erzählte der Trainer. "Wir haben das heute mehr getan, als wir das in der bisherigen Saison gezeigt haben. Und die Krönung des Ganzen war, dass unsere Verteidiger in der gegnerischen Zone außergewöhnlich stark auftraten. Sie haben sich in der offensiven Zone überragend bewegt und blieben nicht an der Blauen Linie hängen."
Vielleicht war dies mit ein Grund, warum die Blue Jackets ihre Schwäche in der Überzahl abstellen konnten, obwohl es zunächst einen Weckruf geben musste. 28 Sekunden nachdem die Panthers in Unterzahl zum 3:3-Ausgleich kamen, erzielte Bjorkstrand in dieser Saison das erste Powerplay-Tor von Columbus in der Fremde, beim immerhin schon 14. Versuch.
"Wir sind nicht in Panik verfallen, als sie an dieser Stelle zurück ins Spiel kamen", betonte Anderson. "Wir sind ein wenig aufs Gas getreten und haben mehr Pucks auf das Tor gefeuert und letztlich davon profitiert."
So fuhren die Blue Jackets am Ende einen ungefährdeten Sieg ein, der sie zurück in die Spitze der Division hievte. Ob sie sich dort länger halten oder festbeißen können, werden die nächsten Spiele zeigen. Besonders die kommende Begegnung wird ein wichtiger Gradmesser sein, wenn Columbus am Samstag bei den Tampa Bay Lightning antritt, die schon 22 Punkte, also vier mehr als die Blue Jackets, in 14 Spielen holten und damit die Atlantic Division bereits mit einem kleinen Abstand anführen.