Draisaitl practicing at Heritage Clssic

Bei einer Freiluftveranstaltung ist das Wetter naturgemäß immer ein entscheidender Faktor. Das wird natürlich auch der Fall sein, wenn am heutigen Sonntag (7 p.m. ET; SkySport, MySports, NHL.tv; Mo. 0 Uhr MEZ) im Commonwealth Stadium die gastgebenden Edmonton Oilers im Rahmen des Tim Hortons NHL Heritage Classic 2023 auf die Calgary Flames treffen. 

Geht es nach den Bedingungen die am Samstag beim Training herrschten, dann werden diese geradezu ideal sein. Oilers-Verteidiger Mattias Ekholm sprach nach der abschließenden Übungseinheit sogar von einem ‚perfekten Wetter‘. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einem Freiluftspiel in der NHL, wie die Geschichte zeigt. Diesmal scheint es diesbezüglich zum Glück keinerlei Probleme mit den äußeren Bedingungen zu geben. 

Alle Beteiligten gaben sich am Samstag zuversichtlich und schon im Vorfeld des Spiels regelrecht begeistert, auch über die Eisbedingungen im Stadion vor Ort. Noch vor zehn Tagen mussten die Verantwortlichen mit Blick auf den Veranstaltungstag zittern. Bei um die zehn Grad Celsius, sah es noch nicht nach idealen Temperaturen für das Spektakel aus. Inzwischen hat sich das gründlich geändert. Freundliches Wetter, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, herrschte schon am Samstag und wird auch für den Spieltag erwartet. Die eine oder andere Schneeflocke könnte sich in Edmonton am Himmel blicken lassen, so dass in Bezug auf ein Wintermärchen zumindest im Vorfeld keine Wünsche offen bleiben dürften.

Heritage CLassic Stadium

„Es gibt keinen besseren Ort für diese Veranstaltung, denke ich“, freute sich auch Leon Draisaitl, der mit Edmonton sportlich unter einem immensen Erfolgsdruck steht, nachdem der Saisonstart 2023/24 für seine Mannschaft bisher enttäuschend verlief, von den Oilers erst eine von sieben Begegnungen gewonnen werden konnte (1-5-1). „Die Temperatur da draußen war heute kalt, aber nicht so kalt, dass es unangenehm gewesen wäre. So ist das ziemlich perfekt für das Eis. Es war heute auch nicht verschneit. Es schien, als wäre es der ideale Tag. Hoffentlich wird es morgen auch so sein“, ergänzte der gebürtige Kölner.

Draisaitls Teamkamerad Mattias Janmark stimmte ihm zu. „Das war wirklich sehr schön heute da draußen. Es kam mir so vor, als wäre es geradezu ideal. Besser kann man sich das als Spieler eigentlich gar nicht wünschen, denn es ist auch nicht zu kalt.“

Bei Edmontons Ekholm weckten die Bedingungen zudem Erinnerungen an seine Kindheit: „Schon als ich noch ein kleines Kind in Schweden war, und wir häufig draußen Eishockey gespielt haben, habe ich dieses Wetter immer sehr zu schätzen gewusst. Jetzt als ein älterer Spieler mit Freunden und meiner Familie hier gemeinsam dieses tolle Erlebnis haben zu dürfen, das ist eine ganz fantastische Sache. Die Rahmenbedingungen für das Spiel könnten jedenfalls aus meiner Sicht gar nicht besser sein und alle haben hier viel Spaß, denke ich, nicht nur wir Spieler. Meine Familie hat es heute jedenfalls auch schon sehr genossen, wie sie mir gerade gesagt hat. Wollen wir hoffen, dass es im Spiel am Sonntag dann auch so gut läuft wie heute. Aber das weiß man natürlich im Vorfeld nie so genau.“

Ekholm Heritage Classic

Auch die Gäste aus Calgary zogen direkt nach der Übungseinheit am Tag vor der mit Spannung erwarteten Battle of Alberta unter freiem Himmel ein positives Fazit in Bezug auf die vorherrschenden  Rahmenbedingungen im Stadion vor Ort. Flames-Coach Ryan Huska ließ sich von der sportlich angespannten Lage jedenfalls äußerlich nichts anmerken und gab sich bei der Pressekonferenz vor der versammelten Medienschar entspannt und gut gelaunt: „Es fühlte sich heute wirklich wie der perfekte Eishockeytag an, auch weil die Jungs vorhin noch einmal gemeinsam einen Rundgang durch die Stadt gemacht haben. Die Temperaturen auf dem Eis beim Training vorhin waren aus meiner Sicht optimal und es hat sehr viel Spaß gemacht. Morgen soll es von den Bedingungen her sogar noch ein Stück weit besser werden, habe ich gehört. Es war aber aus meiner Sicht auch heute schon kalt genug da draußen.“

Calgarys Torhüter Jacob Markstrom fand bei allem sportlichen Druck sogar noch die Zeit mit seiner Familie etwas zu entspannen. „Heute war für mich ein ganz besonderer Tag. Meine Familie ist diesmal mit dabei und wir haben neben dem Training noch etwas Zeit gemeinsam verbringen können“, erklärte er. „Es ist immer toll, wenn man während der Saison bei so einer speziellen Veranstaltung gemeinsam etwas unternehmen und Zeit mit den Liebsten verbringen kann. Und in dieser besonderen Atmosphäre weiß man das natürlich ganz besonders zu schätzen. Es war insgesamt ein traumhafter Tag heute, aber morgen steht natürlich wieder ein sehr wichtiges Spiel für uns an. Dann ist der Fokus für alle natürlich auch schon wieder ein ganz anderer, denke ich“, fügte er seinen Ausführungen mit einem schelmischen Augenzwinkern an. Damit richtete er die Blicke aller rasch wieder auf den sportlichen Wert des anstehenden Kräftemessens, der für beide Kontrahenten enorm groß sein wird, sobald das Eröffnungs-Bully beim diesjährigen Heritage Classic am Sonntag erfolgt ist.

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