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Beeindruckendes Penalty-Killing der Ducks

Anaheim übersteht fünf Unterzahlsituationen gegen die Predators in Spiel 4 des Conference-Finales

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

NASHVILLE - Die Comeback-Qualitäten und das formidable Penalty-Killing der Anaheim Ducks waren die entscheidenden Faktoren beim 3:2-Sieg nach Verlängerung am Donnerstag bei den Nashville Predators. Damit glichen sie das im Modus Best-of-Seven ausgetragene Conference-Finale nach vier Spielen aus.

Bis weit ins letzte Drittel lagen die Gäste aus Kalifornien mit 2:0 und Führung. Doch nach dem Anschlusstreffer durch P.K. Subban gerieten sie immer mehr in Bedrängnis und mussten 35 Sekunden vor Schluss tatsächlich noch den Ausgleich durch Filip Forsberg hinnehmen. Das Momentum lag zu diesem Zeitpunkt eindeutig auf Seiten der Gastgeber. Doch die Ducks ließen sich nicht beirren und drückten vor der Overtime in der Kabine den Reset-Knopf. Mit Erfolg.

"Wir mussten nach dem Ausgleich unbedingt einen Neustart machen. Der ist uns dann ja auch gelungen", sagte Ducks-Coach Randy Carlyle nach dem Spiel. Siegtorschütze Corey Perry erklärte, warum sich die Mannschaft durch solche Rückschläge wie den späten Ausgleich durch Forsberg nicht aus dem Konzept bringen lässt. "Das Auf und Ab innerhalb eines Spiels ist für die Playoffs ganz normal. Für die Verlängerung hatten wir uns vorgenommen, an die Leistung des ersten Drittels anzuknüpfen. Wir sind wieder entschlossener aufgetreten und konnten dadurch das Momentum verändern. Wir haben uns Chancen herausgespielt und eine davon genutzt", erläuterte er. Perrys Aussage macht deutlich, mit welcher Präzision und Professionalität die Ducks auf schwierige Umstände reagieren.

Video: ANA@NSH, Sp4: Perry schießt das Overtime-Siegtor

In Vorbereitung auf Spiel 4 hatte Predators-Coach Peter Laviolette seine Schützlinge genau davor gewarnt. Man dürfe sich nie zu sicher sein im Glauben, die Ducks unter Kontrolle zu haben, sagte er. Seine Mahnung stützte sich auf konkrete Erfahrungswerte. In Spiel 2 der Serie hatten sich die Ducks selbst durch einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand nicht entmutigen lassen, sondern sich ins Match zurückgekämpft und am Ende mit 5:3 gewonnen. Es war bereits das vierte Mal in den aktuellen Playoffs, dass die Ducks zwei Tore oder mehr in einer Partie aufholten. "Wir geben uns nie geschlagen und glauben fest an unseren Erfolg, solange das Spiel läuft", sagte Ducks-Coach Carlyle über die Charakterstärke seines Teams.

Doch noch etwas zeichnet Anaheim in den Playoffs aus: ihr beeindruckendes Penalty-Killing. In der Begegnung am Donnerstag überstanden sie fünf Powerplays der Predators ohne Gegentreffer. Im letzten Drittel spielten die Ducks einmal sogar 1:31 Minuten lang mit zwei Mann weniger. Doch auch diese Fünf-gegen-Drei-Überzahl von Nashville verteidigten sie grandios.

Predators-Coach Peter Laviolette nahm seine Spieler deshalb gegen Kritik wegen des vermeintlich schwachen Powerplays in Schutz. Umgekehrt werde ein Schuh daraus. "Man muss neidlos anerkennen, dass die Ducks das Penalty-Killing schon seit vielen Jahren glänzend beherrschen", lobte er den Kontrahenten dieser Tage im Gespräch mit Medienvertretern.

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