In Vorbereitung auf Spiel 4 hatte Predators-Coach Peter Laviolette seine Schützlinge genau davor gewarnt. Man dürfe sich nie zu sicher sein im Glauben, die Ducks unter Kontrolle zu haben, sagte er. Seine Mahnung stützte sich auf konkrete Erfahrungswerte. In Spiel 2 der Serie hatten sich die Ducks selbst durch einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand nicht entmutigen lassen, sondern sich ins Match zurückgekämpft und am Ende mit 5:3 gewonnen. Es war bereits das vierte Mal in den aktuellen Playoffs, dass die Ducks zwei Tore oder mehr in einer Partie aufholten. "Wir geben uns nie geschlagen und glauben fest an unseren Erfolg, solange das Spiel läuft", sagte Ducks-Coach Carlyle über die Charakterstärke seines Teams.
Doch noch etwas zeichnet Anaheim in den Playoffs aus: ihr beeindruckendes Penalty-Killing. In der Begegnung am Donnerstag überstanden sie fünf Powerplays der Predators ohne Gegentreffer. Im letzten Drittel spielten die Ducks einmal sogar 1:31 Minuten lang mit zwei Mann weniger. Doch auch diese Fünf-gegen-Drei-Überzahl von Nashville verteidigten sie grandios.
Predators-Coach Peter Laviolette nahm seine Spieler deshalb gegen Kritik wegen des vermeintlich schwachen Powerplays in Schutz. Umgekehrt werde ein Schuh daraus. "Man muss neidlos anerkennen, dass die Ducks das Penalty-Killing schon seit vielen Jahren glänzend beherrschen", lobte er den Kontrahenten dieser Tage im Gespräch mit Medienvertretern.