"Vieles davon ist Selbstvertrauen", gab Pastrnak in Bezug auf den erreichten Punkterekord zu Protokoll. "Aber gleichzeitig geben wir alle jeden Abend Vollgas. Alle vier Reihen sind füreinander da und spielen zusammen, wir sind eine eingeschworene Gruppe."
Dabei war der Sieg in Montreal alles andere als ein Selbstläufer für die Bruins. Kirby Dach (30. und 52. Minute) sorgte mit zwei Treffern für die Hausherren dafür, dass die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen blieb. Taylor Hall (35.) und Krejci (50.) waren auf der anderen Seite für Boston erfolgreich, so dass es bis knapp 180 Sekunden vor Spielende nach einer Verlängerung aussah. Erst Bergeron (58.) und Pastrnak (60., en) sorgten in der Endphase der Begegnung für die Entscheidung auf dem Eis.
"Es ist immer ein besonderer Ort, gegen ein besonderes Team zu spielen, nicht nur für mich, sondern für die ganze Gruppe", gab sich Bergeron nach der Schlusssirene bewegt. "Ich denke, wir alle kennen die Rivalität, aber auch die Tradition auf beiden Seiten. Es macht immer viel Spaß und es bringt das Beste in jedem hervor. Man merkte, dass Montreal heute unbedingt den Sieg wollte. Daher haben sie auch ein so tolles Spiel gegen uns gemacht."
Auch Trainer Jim Montgomery zeigte sich zufrieden. "Das war ein intensives Spiel mit vielen Emotionen. Es hat eine Zeit gedauert, bis wir besser ins Spiel kamen. Die Spieler haben sich am Ende voll eingebracht. Der Siegtreffer war klasse. Das hatte schon etwas von Playoff-Eishockey. Unser Selbstvertrauen ist einmal wieder belohnt worden. Das freut mich sehr."
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Die vergangenen sechs Ligaspiele dominierten die Bruins mit einem Torverhältnis von 25:7, wofür Bergeron eine simple Erklärung hatte: "Wir geben uns nicht zufrieden. Der heutige Abend ist ein gutes Beispiel dafür. Es gab eine Menge Dinge, die wir in diesem Spiel hätten besser machen können und an denen wir arbeiten werden, um sie im nächsten Spiel dann auch besser zu lösen. Aber ich bin stolz darauf, dass wir jeden Abend einen Weg finden, Spiele zu gewinnen."
Diese Tatsache war hauptverantwortlich dafür, dass der Vorsprung Bostons in der Tabelle der gesamten Liga auf die zweitplatzierten Carolina Hurricanes inzwischen satte 14 Punkte beträgt. Zu berücksichtigen gilt es dabei allerdings, dass die Truppe aus Raleigh für ihre 66 Punkte nur 46 Spiele benötigte, während die Bruins für ihre 80 Zähler einen Einsatz mehr absolviert hat. An der bisherigen Dominanz Bostons in der Saison 2022/23 ändert das allerdings nichts.