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Panarin zeigt sich unbeirrt von allem Knatsch

Der Angreifer punktet weiter im Akkord und geht allen Debatten um seine Zukunft aus dem Weg

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Zum wiederholten Male in dieser Saison hat Artemi Panarin seinem Arbeitgeber Columbus Blue Jackets verdeutlicht, dass er auf die Dienste des Flügelspielers schwerlich verzichten kann. Bei der 3:4-Niederlage am Donnerstag bei den Winnipeg Jets glänzte der 27 Jahre alte Angreifer mit einem Tor und einer Vorlage. Damit schraubte er seine Scorerpunktzahl auf 57 Zähler (20 Tore, 37 Assists) aus 48 Einsätzen nach oben und baute die Führung im teaminternen Ranking aus. Darüber hinaus ist er nun der siebte ungedraftete Spieler in der NHL, der in den ersten vier Spielzeiten mindestens 20 Treffer erzielt hat.

Trotz der eindrucksvollen Leistungsnachweise gibt es seit geraumer Zeit Knatsch zwischen der Klubleitung und Panarin. Das liegt daran, dass der Vertrag mit dem Russen ausläuft und er seit Monaten keine Anstalten macht, mit den Blue Jackets über seine Zukunft zu sprechen. Über seinen Berater ließ er Anfang der Woche nochmals ausrichten, dass er erst nach Saisonende in Verhandlungen einsteigen werde. Dieses Zaudern bringt General Manager Jarmo Kekalainen auf die Palme. Er bezeichnete Panarins Aussage postwendend als enttäuschend. Die Blue Jackets wollen unter allen Umständen verhindern, dass ihr Top-Scorer zum 1. Juli als Unrestricted Free Agent auf den Spielermarkt geworfen wird und sie ihn womöglich ohne Gegenleistung an einen Ligakonkurrenten verlieren.

"Wir haben von unserer Seite aus alles dafür getan, dass er sich bei uns zu Hause fühlt. Wir haben ein gutes Team um ihn herum gebaut, wir haben tolle Fans und hervorragende Einrichtungen. Mehr können wir wirklich nicht machen", sagte Kekalainen. Doch all die Argumente bewegten Panarin bislang nicht dazu, sein Autogramm unter eine Vertragsverlängerung in Columbus zu setzen. Von den Statuten her wäre dies seit 1. Juli 2018 jederzeit möglich gewesen.

Video: CBJ@WPG: Panarin trifft vom Kreis

Panarin hatte seine NHL-Laufbahn 2015/16 bei den Chicago Blackhawks begonnen. Nach anderthalb erfolgreichen Jahren statteten sie ihn mit einem Anschlussvertrag bis Ende 2018/19 aus. Trotzdem gaben ihn die Blackhawks im Juni 2017 in einem Trade an die Blue Jackets ab. Dort stellte er in der Saison 2017/18 mit 82 Punkten aus 81 Hauptrunden-Partien eine persönliche Bestleistung auf. In den folgenden Stanley Cup Playoffs kamen sechs Auftritte und sieben Punkte hinzu.

Ein erstes Gipfeltreffen zwischen den Verantwortlichen aus Columbus und dem Stürmer wegen einer vorzeitigen Weiterbeschäftigung gab es beim Trainingscamp im vergangenen September. Eine Einigung blieb jedoch aus. Danach schaltete Panarin auf stur und lehnte fortan jedes Vertragsgespräch ab.

Langsam aber sicher scheint Kekalainen die Geduld zu verlieren. "Wir werden erneut eine Antwort einfordern und auf dieser Basis eine Entscheidung treffen", kündigte der General Manager in einem Beitrag auf der Webseite der Blue Jackets an. Das heißt im Klartext: Sollte Panarin auf seinem Standpunkt beharren, ist ein Transfer bis zur Trade Deadline Ende Februar nicht ausgeschlossen.

 

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Für den Kampf um die Playoff-Teilnahme wäre Panarins Abgang ohne Zweifel ein Verlust für die Blue Jackets, zumal es schwer sein dürfte, gleichwertigen Ersatz zu bekommen. Dennoch will sich Kekalainen von seinem Angreifer nicht der Nase herumtanzen lassen. "Bevor er gekommen ist, haben wir die Saison mit 108 Punkten abgeschlossen. Ich habe daher vollstes Vertrauen in den Stamm unserer Mannschaft. Damit möchte ich Panarins Leistung keinesfalls schmälern. Wir mögen ihn, er ist ein großartiger Spieler und er macht uns besser. Aber sollte er aus irgendeinem Grund nicht bleiben wollen, werden wir auch in Zukunft ein starkes Team zur Verfügung haben", betonte der General Manager. Trotzdem wolle er nichts unversucht lassen, Panarin vom Verbleib zu überzeugen.

 

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Die Blue Jackets standen in der laufenden Spielzeit zwischenzeitlich an der Tabellenspitze der Metropolitan Division. Nach wechselhaften Vorstellungen im Januar mit fünf Siegen und sechs Niederlagen belegen sie im Moment hinter den New York Islanders, den Pittsburgh Penguins und den Washington Capitals den vierten Platz. Zugleich halten sie mit ihren 59 Punkten die zweite Playoff-Wildcard in der Eastern Conference.

Am Samstag treffen die Blue Jackets in der Nationwide Arena auf die St. Louis Blues. Danach starten sie zu einem drei Stationen umfassenden Auswärtstrip. Die Gegner heißen Colorado Avalanche, Arizona Coyotes und Vegas Golden Knights.

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