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Anaheim Ducks müssen Verletzungspech überwinden

Kaum haben sich die Kalifornier über die Rückkehr von Leistungsträgern freuen können, da droht schon der nächste Ausfall

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Wahrlich keine gute Phase aktuell für die Anaheim Ducks. Zwar gewann das Team am Montagabend daheim mal wieder, sie bezwangen die Carolina Hurricanes letztendlich knapp mit 3:2, doch setzte sich das, bereits die komplette Saison überschattende Verletzungspech der Kalifornier auch bei diesem Erfolg auf heimischen Eis ungebremst fort.

Zunächst war die Freude bei Mannschaft und Fans noch sehr groß, dass Kapitän Ryan Getzlaf und Jakob Silfverberg nach ihren langfristigen Verletzungen endlich wieder im Kader standen, doch schon im Eröffnungsdrittel des Heimauftritts humpelte plötzlich Stürmer Corey Perry vom Eis des Honda Centers. Mit einer offenbar schwerwiegenderen Verletzung schickte ihn der Betreuerstab in das nächste Krankenhaus.

"Es sieht danach aus, als sollte sich unsere Pechsträhne in diesem Fall tatsächlich fortsetzen", beklagte Getzlaf gegenüber den Medienvertretern kopfschüttelnd nach dem Spiel.

Schon die ganze Saison über müssen sich die Ducks mit wichtigen und leider auch häufig recht langfristigen Ausfällen von Stammpersonal herumschlagen. Trotzdem liegt das Franchise noch immer mitten im Geschehen um die Playoffplätze. Die Ducks befinden sich mit einer Bilanz von 13-11-7 und 33 Zählern lediglich einen Punkt hinter dem letzten Rang im Westen der für eine Playoffteilnahme berechtigt. Sie haben allerdings bereits ein Spiel mehr absolviert als die Calgary Flames, die mit 34 Punkten den zweiten Wildcard-Platz einnehmen.

Am Montag profitierten die Ducks vor allem von Logan Shaw, der einen Treffer und einen Assist dem Heimerfolg beisteuerte. Silfverberg kehrte, nach zuletzt fünf versäumten Spielen, in den Kader zurück und konnte direkt ein Tor im Mitteldrittel erzielen. Am Ende stand ihr dritter Sieg aus den vergangenen elf Begegnungen auf dem Videowürfel (3-4-4). 

Einen erfreulichen Energieschub lieferten der Truppe die beiden zurückgekehrten Führungsspieler Silfverberg und Getzlaf, der sogar 19 Begegnungen aussetzen musste, nachdem er am 29. Oktober in der PNC Arena von Raleigh gegen die Hurricanes einen Puck direkt ins Gesicht bekommen hatte.

Video: CAR@ANA: Perry muss nach Zusammenstoß Spiel verlassen

Nun kam es zum nächsten heftigen Rückschlag, als es Perry erwischte. Anaheims Topscorer rauschte am Montag mit Jeff Skinner von den Canes zusammen und verdrehte sich augenfällig sein Bein bei der Aktion. Trainer Randy Carlyle bestätigte nach dem Spiel mit zerknirschter Mine, dass Perry ins Krankenhaus gebracht werden musste.

"Viel mehr muss man heute wohl nicht sagen", beklagte auch Torhüter John Gibson, der mit 28 Saves ein guter Rückhalt seines Teams war, nach dem Sieg. "Das frustriert auf Dauer dann doch ganz schön. Aber wir müssen weitermachen. Es nützt ja nichts darüber zu jammern."

Top-Center Ryan Kesler den Ducks schon die komplette Saison.

Der frisch zurückgekehrte Kapitän der Kalifornier zeigte sich nach seinem sportlich erfolgreichen Comeback ebenfalls nicht in allerbester Laune. "Ich hatte heute einige untypische Puckverluste. Aber so ist das eben, wenn jemand längere Zeit nicht im Einsatz war. Das ist dann normal."

Für Silfverberg lief es bei seinem Treffer in der Schlussminute des Mitteldrittels schon wieder besser. Er knallte die Scheibe unter die Torlatte, wobei er von einem kapitalen Fehler von Canes-Verteidiger Haydn Fleury profitierte, der zuvor unglücklich gestürzt war.

"Eishockey ist ein Spiel von Fehlern", beklagte Gäste-Verteidiger Justin Faulk nach der Niederlage im Honda Center. "Wir haben schlicht nicht unsere allerbeste Phase. Gefühlt werden wir irgendwie für jeden unserer Fehler sofort bestraft."

Anaheim musste bei diesem Aufeinandertreffen, zum vierten Mal in Folge auf Verteidiger Hampus Lindholm verzichten, der an einer Oberkörperverletzung laboriert. Auch Linksaußen Nick Ritchie stand gegen Carolina noch nicht zur Verfügung.

Die Ducks werden, jetzt, da ein sechs Spiele umfassender Roadtrip ins Haus steht, einen zusätzlichen Motivationsschub aus der Rückkehr von Getzlaf und Silfverberg ziehen müssen. Sie dürfen sich nicht zu sehr mit den diversen Ausfällen beschäftigen und ihre Psyche zu sehr belasten, wenn der momentan noch kleine Rückstand auf die KO-Runden-Plätze, in den kommenden Tagen nicht noch weiter anwachsen soll.

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