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Alle Augen richten sich auf Steven Stamkos

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Kapitän der Tampa Bay Lightning plant nach langer Verletzung sein Comeback

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017/18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Tür, doch die Nachwuchs-Camps sind absolviert und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen eurer Lieblingsteams zu bekämpfen. Jeden Tag liefert NHL.com/de im Rahmen der Serie 31 in 31 fundierte Einschätzungen zu einer Mannschaft.

Wo geht die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hin? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams sind für eine Überraschung gut? All diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Tampa Bay Lightning (Teil 2).

Alle Augen bei den Tampa Bay Lightning sind vor Beginn der Saison 2017/18 auf Kapitän Steven Stamkos gerichtet. Die Fans, die Verantwortlichen und nicht zuletzt Coach Jon Cooper hoffen, dass die Leidenszeit des Superstars ein Ende hat und er endlich einmal eine gesamte Serie verletzungsfrei seinem Job nachgehen kann. Seine monatelange Absenz war eine Ursache, weshalb die Lightning in der abgelaufenen Serie die Playoffs verpassten.

Video: Stamkos verlässt das Spiel mit Verletzung

Nach einem Meniskusriss im rechten Knie, den sich Stamkos im November zugezogen hatte, spielte er keine Minute mehr. Der Kanadier mit mazedonischen Wurzeln ist derartige Leidenszeiten mittlerweile gewohnt. In den zurückliegenden vier Spielzeiten verpasste er 115 Begegnungen, 65 allein in der Hauptrunde 2016/17. Wenn er gesund ist, zählt Tampas Mannschaftsführer zu den Top-Torschützen der NHL. Bei seinen 586 Einsätzen in der regulären Saisonphase erzielte der 27-Jährige bislang 321 Treffer. In den Playoffs kamen weitere 15 in 49 Partien hinzu.

"Es tut mir wahnsinnig leid für ihn, dass er so oft und lange pausieren musste in seiner bisherigen Laufbahn. Vor allem wenn man weiß, wie heiß er aufs Spielen ist", sagte Lightning-Coach Jon Cooper über das Verletzungspech von Stamkos. "Hart ist das Ganze aber auch für uns als Mannschaft, über einen derart langen Zeitraum ohne den Kapitän antreten zu müssen. Aber nun hatte Steven ja Zeit, sich ordentlich auszukurieren. Wir erwarten daher, dass er uns im September wieder mit ganzer Kraft zur Verfügung steht", so Cooper. Ein weiterer Ausfall von Stamkos träfe die Lightning schwer. Denn adäquater Ersatz für ihn ist weit und breit nicht in Sicht.

Video: TBL@TOR: Stamkos versenkt Onetimer gegen Andersen

Aus dem Nachwuchsbereich käme dafür mittelfristig Brett Howden in Frage. Die Lightning wählten den Angreifer beim NHL Draft 2016 an 27. Gesamtposition aus und gaben ihm einen dreijährigen Entry-Level-Vertrag. In der abgelaufenen Saison kam er in Moose Jaw in der WHL und in Tampas AHL-Filiale Syracuse zum Einsatz. Dort erhielt der Stürmer, der sowohl im Zentrum als auch auf den Außenpositionen spielen kann, durchweg positive Kritiken. Mit seinem NHL-Debüt wird jedoch erst zur nächsten Saison gerechnet. Gleiches gilt für den 20-jährigen Center Anthony Cirelli. Ihn hatten die Lightning beim NHL Draft 2015 an Gesamtposition 72 gezogen.

Einen ersten Aufschluss über den Gesundheitszustand von Kapitän Stamkos dürfte das Trainingscamp im September bieten. Die Hoffnung im Umfeld der Lightning ist groß, dass er diesen Härtetest besteht und in der kommenden Saison zur Gala-Form aufläuft.

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