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NHL.com/de blickt in seiner Serie "International Ice" jeden Sonntag auf das Geschehen außerhalb Nordamerikas und berichtet über Themen oder Spieler aus den europäischen Ligen.

In dieser Ausgabe: Das All-Star-Team von NHL.com/de aus Spielern der Deutschen Eishockey Liga und der National League
Leon Draisaitl, Roman Josi und Timo Meier haben Deutschland und die Schweiz am Samstag beim Honda NHL All-Star Game 2022 in Las Vegas würdig vertreten. Alle drei trugen sich in die Scorerliste ein. NHL.com/de hat das jährliche Mega-Event der Eishockeygrößen aus Nordamerika zum Anlass genommen und ein All-Star-Team rein aus Akteuren der Deutschen Eishockey Liga (PENNY DEL) und der Schweizer National League zusammengestellt. Entscheidendes Kriterium neben der bisherigen Karriereleistung war das Abschneiden in der laufenden Saison 2021/22. Diese Spieler haben es in den zwölfköpfigen Kader, bestehend aus zwei Torhütern, drei Verteidigern und sieben Stürmern, geschafft…

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Torhüter
Die beiden ausgewählten Goalies liegen mit ihren Teams derzeit jeweils an der Tabellenspitze. Reto Berra vom HC Fribourg-Gottéron absolvierte 36 Partien, brachte es dabei auf eine Fangquote von 92,9 Prozent und einen Gegentorschnitt von 2,11. Der Schlussmann verfügt auch über NHL-Erfahrung. Er stand bei den Calgary Flames, Colorado Avalanche, Florida Panthers und Anaheim Ducks zwischen den Pfosten.
Mit serienweise starken Leistungen wartete in dieser Saison Mathias Niederberger von den Eisbären Berlin auf. Für ihn sind 29 Einsätze, eine Fangquote von 93,1 Prozent und ein Gegentorschnitt von 2,03 verzeichnet.
Verteidiger
Die drei nominierten Defensivspieler haben vor vier Jahren im Nationaltrikot für Aufsehen gesorgt. Moritz Müller von den Kölner Haien und Frank Hördler von den Eisbären gewannen mit der DEB-Auswahl bei den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea die Silbermedaille. Ramon Untersander vom SC Bern gelang das gleiche Kunststück einige Monate später mit der "Nati" bei der Weltmeisterschaft in Dänemark.
Untersander kam in dieser Spielzeit auf 42 Spiele, 30 Punkte (neun Tore, 21 Assists) und eine Plus-Minus-Bilanz von +12. Für Hördler sind 40 Auftritte, 22 Punkte (fünf Tore, 17 Assists) und eine +14 registriert. Müller hat 40 Einsätze und 19 Zähler (fünf Tore, 14 Assists) auf dem Konto.

Stürmer
Mit Dominik Kahun vom SCB und Denis Malgin von den ZSC Lions ist zwei teaminternen Topscorern den Sprung ins All-Star-Team von NHL.com/de gelungen. Kahun hat in seiner ersten Saison beim 16-fachen Schweizer Meister eine Reihe bärenstarker Vorstellungen geboten. In 37 Begegnungen sammelte er 41 Punkte (13 Tore, 28 Assists). In der NHL trug der Deutsche das Trikot der Chicago Blackhawks, Pittsburgh Penguins, Buffalo Sabres und Edmonton Oilers. Für den Schweizer Malgin, der in Nordamerikas Eliteklasse für die Florida Panthers und die Toronto Maple Leafs dem Puck nachjagte, sind 44 Punkte (16 Tore, 28 Assists) aus 40 Partien verbucht.
Mit Sven Andrighetto ist ein Mann im All-Star-Team vertreten, der sowohl in der NHL als auch in der Kontinental Hockey League (KHL) seine Brötchen verdiente. Er lief dort für die Montreal Canadiens, Colorado Avalanche und Avangard Omsk auf. Für seinen aktuellen Arbeitgeber, die ZSC Lions aus Zürich, gelangen ihm 33 Punkte (15 Tore, 18 Assists) in 40 Spielen.
Ebenfalls ein früherer NHL-Profi ist Damien Brunner vom EHC Biel-Bienne. Nachdem er 2011/12 als erster Schweizer seit 30 Jahren die Scorerwertung der obersten Spielklasse seines Heimatlandes gewonnen hatte, unterschrieb er einen Vertrag bei den Detroit Red Wings. Später streifte er sich noch das Trikot der New Jersey Devils über. In der Spielzeit 2021/22 wies er seine ausgeprägten Scorer-Qualitäten mit 36 Punkten (19 Tore, 17 Assists) aus 38 Spielen nach.

Drei deutsche Offensivkräfte runden das Aufgebot ab. Es handelt sich um Marcel Noebels und Leonhard Pföderl von den Eisbären sowie Frederik Tiffels vom EHC Red Bull München. Noebels leistete mit 45 Punkten (16 Tore, 29 Assists) aus 39 Einsätzen einen großen Beitrag, dass die Berliner unangefochten auf Platz eins der PENNY DEL rangieren. Sein Team- und Reihenkollege Pföderl stand ihm mit 41 Zählern (16 Tore, 25 Assists) aus 40 Partien kaum nach.
Die Ausbeute von Tiffels von 32 Punkten (acht Tore, 24 Assists) läge vermutlich höher, wenn er in allen 36 möglichen DEL-Spielen dabei gewesen wäre. Er konnte jedoch nur bei 26 mitwirken. In der diesjährigen Champions Hockey League sorgte er mit seiner Offensivpower dafür, dass die Red Bulls bis ins Halbfinale vordrangen.