Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Columbus Blue Jackets und den Washington Capitals

War es das letzte Spiel von Alex Ovechkin? Der beste NHL-Torjäger aller Zeiten hat vielleicht zum letzten Mal die Schlittschuhe in der besten Liga der Welt geschnürt, als seine Washington Capitals am Dienstagabend in der Nationwide Arena einen 2:1-Auswärtssieg bei den Columbus Blue Jackets gefeiert haben.

Ovechkins Zukunft bleibt vorerst offen

Die Fakten liegen auf dem Tisch: Washington hat sein letztes Spiel in dieser Saison gespielt, und der Vertrag seines Kapitäns Ovechkin läuft aus.

Wie geht es also weiter?

„Ich weiß nicht, was passieren wird“, sagte Ovechkin nach seinem vielleicht letzten NHL-Spiel. „Wir werden jetzt unsere Exit-Meetings haben, danach werde ich noch ein bisschen in D.C. bleiben und wohl im Mai nach Hause fliegen. Ich werde mich mit meiner Familie besprechen und dann weitersehen.“

In Columbus war die Unterstützung für Ovechkin groß. Aus aller Welt strömten Fans in die Nationwide Arena, um den 40-jährigen Stürmer in seinem vermeintlich letzten Spiel noch einmal live zu sehen.

„Es war sehr schön, dass so viele Fans aus D.C. und von überall hergekommen sind“, so Ovechkin. „Ich konnte hören, wie sie mich angefeuert haben. Das hat viel Respekt gezeigt. Vielen Dank für diese Unterstützung!“

Ein Assist zum (Saison-)Abschluss

Boone Jenner hatte die Blue Jackets nur 27 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels in Führung gebracht (21.). Anthony Beauvillier glich für die Capitals aus (31.). Kurz vor Schluss gelang Washington der Siegtreffer: Im Powerplay wanderte der Puck über Ovechkin und Tom Wilson auf die Point-Position, wo Jakob Chychrun per Distanzknaller zum 2:1 traf (56.).

Ovechkin, der mit vier Torschüssen versuchte, in seinem vielleicht letzten Spiel noch auf 930 Treffer zu kommen, beendete die Partie mit einem Assist und einem Check bei 18:48 Minuten Eiszeit. Insgesamt bringt es der Rechtschütze in 1573 NHL-Spielen auf 929 Tore, 758 Assists und damit 1687 Scorerpunkte.

„Jeder auf dem Eis hat probiert, ‚Ovi‘ die Scheibe zu geben“, beschreibt sein langjähriger Reihenkollege Tom Wilson die Schlussphase, in der der Plan war, die Nummer 8 für einen Empty Netter in Szene zu setzen. „Er hat sich heute viel Mühe gegeben, es normal zu halten und wollte keine gesonderte Aufmerksamkeit haben.“

Washington (43-30-9), das bereits am Montag aus dem Rennen um die Stanley Cup Playoffs eliminiert wurde, schließt die Saison als Vierter in der Metropolitan Division ab. Stand heute - die Ottawa Senators haben noch ein Spiel zu absolvieren - beträgt der Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz in der Eastern Conference nur zwei Zähler. In seiner vielleicht letzten Saison verpasste Ovechkin die Playoffs also denkbar knapp.

„Die Saison ist vorbei, und du willst nicht, dass es so zu Ende geht“, sagt Ovechkin. „Für unsere jungen Spieler ist es ein Lernprozess. Du musst ab dem ersten Spiel voll da sein, denn bis zum Ende der Saison ist jeder Punkt wichtig. Manchmal haben wir Punkte trotz einer Führung verloren. Es liegt also an uns.“

WSH@CBJ: Chychrun trifft im Powerplay ausder Distanz

Viele Emotionen in der Kabine

Sein NHL-Debüt hatte der Russe am 5. Oktober 2005 zu Hause gegen die Blue Jackets gegeben - schließt sich für Ovechkin in Columbus nun der Kreis?

Nach dem Spiel war das freilich das Gesprächsthema Nummer 1 in der Capitals-Kabine.

„Ich glaube, wir alle versuchen einfach, jede Minute, die wir mit ihm verbringen dürfen, in vollen Zügen zu genießen“, so Chychrun. „Wir wissen natürlich nicht, was die Zukunft bringt, aber es ist einfach etwas ganz Besonderes, diese Erinnerungen mit ihm zu haben. Es ist eine Ehre.“

„Keiner weiß, was passieren wird“, sagte auch Wilson. „Es ist ganz offensichtlich eine große Ehre. Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, was er mir und der gesamten Organisation bedeutet. Er hat uns aber auch noch nicht verraten, wie es weitergehen wird.“

Wie geht es also weiter?

In seinem letzten Satz, den Ovechkin an diesem Abend in die Mikrofone sprach, ließ er sich eine Hintertür offen:

„Ich hoffe, dass es nicht mein letztes Spiel war. Wir werden sehen.“

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