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Der Albtraum ist vorbei! Die Buffalo Sabres haben ihre Niederlagen-Serie nach 18 (!) Spielen (0-15-3) beendet und am Mittwochabend im KeyBank Center gegen die Philadelphia Flyers erneut einen 6:1-Sieg gefeiert. Bereits im dritten Saisonspiel am 18. Januar blieben die Sabres mit dem gleichen Ergebnis gegen die Flyers siegreich. Die Erleichterung an den Niagarafällen war natürlich riesengroß.

Montour trifft doppelt in Unterzahl, Fogarty erstmals in der NHL
"Definitiv erleichtert", fühlte sich Buffalos Brandon Montour nach dem Spiel. Der Verteidiger hatte im Schlussdrittel selbst für die Entscheidung gesorgt, als er binnen 37 Sekunden gleich zweimal in Unterzahl getroffen hatte: Erst mit einem Distanzschuss aus dem eigenen Drittel ins leere Tor zum 5:1 (55.), dann mit einem Abstauber auf seinen eigenen Schuss zum 6:1 (56.).
Zuvor schon hatten die Sabres einen guten Start erwischt: Sam Reinhart schleuderte die Scheibe Richtung Tor und hatte Glück, dass diese noch von Verteidiger Justin Braun ins Ziel abgefälscht wurde (10.). Kurz darauf erhöhte Curtis Lazar per Tunnel auf 2:0 (12.).
Auch vom folgenden Gegentreffer - Ivan Provorov hämmerte einen Schuss von der Blauen Linie in die Maschen (24.) - ließ sich Buffalo nicht beeindrucken und legte stattdessen nach: In seinem 22. NHL-Spiel verlor Steven Fogarty seinen Schläger im Slot, hob diesen auf und war gerade rechtzeitig zur Stelle, um aus der Nahdistanz zum 3:1 abzustauben (30.). Es war sein erstes Tor in der NHL! "Es war überragend", freute sich der 27-jährige Stürmer. "Ich meine, das ist etwas, wovon du immer geträumt hast. Dass es dann auch noch bei so einem Sieg passiert, macht die Sache noch spezieller."
Fogarty war es auch, der beim 4:1 für Casey Mittelstadt an den rechten Bullypunkt servierte, sodass dieser einschießen konnte (36.) und für einen Torwartwechsel beim Gegner (Alex Lyon für Brian Elliott) sorgte. Es folgte noch der Unterzahl-Doppelpack von Montour und das Team von den Niagarafällen erwachte aus einem Albtraum.

PHI@BUF: Fogarty nimmt Pass an und findet Lücke

Das Ende des Albtraums
18 sieglose Spiele in Folge, das gab es seit der Shootout-Ära (Beginn mit Saison 2005/06) noch nie! Seit dem 23. Februar 2021 (4:1 bei den New Jersey Devils) haben die Sabres kein Spiel mehr gewinnen können. Den NHL-Rekord für die längste Serie ohne Sieg halten die Winnipeg Jets, die vom 19. Oktober bis 20. Dezember 1980 satte 30 Spiele nicht gewinnen konnten.
"Wir haben oft genug darüber gesprochen, wir waren frustriert mit den Ergebnissen, der Niederlagenserie und so weiter. Aber die Jungs sind positiv geblieben. Jeder hat versucht, den anderen nach jedem Spiel aufzubauen. Da haben wir einen tollen Job gemacht. Heute hat sich jeder über die vollen 60 Minuten bewegt und gutgefühlt. Es ist eine schöne Sache, dass wir heute ein entsprechendes Ergebnis bekommen haben", freute sich Montour.
"Wir haben in allen drei Dritteln dominiert", befand Fogarty und sagte rückblickend auch: "Ich denke, es gab schon in den letzten drei Spielen Anzeichen dafür."
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Aufatmen auch beim Trainer
Der freie Fall in Buffalo aber setzte sich auch nach dem Trainerwechsel fort. Don Granato hatte das Amt von seinem deutsch-kanadischen Vorgänger Ralph Krueger übernommen und war mit einer 0-5-1-Bilanz in seine Amtszeit gestartet. "Donnie ist immer positiv geblieben", sagte Montour. "Natürlich ist es schwer für jedes Team, wenn der Trainer, das System und was sonst noch gewechselt wird. Aber er hat immer großartig kommuniziert."
Natürlich ist auch dem Coach ein Stein vom Herzen gefallen: "Es ist keine Frage, dass es wichtig war, diese Serie hinter uns zu lassen. Jetzt kann jeder weitermachen, aber diese Sache mussten wir aussitzen", atmete Buffalos Interimstrainer Granato auf. "Ich musste diese Sache auch aussitzen. Aus Trainersicht wollte ich natürlich auch gewinnen, aber wir mussten die Dinge kontrollieren, die wir kontrollieren können und uns darauf fokussieren, die Mannschaft besser zu machen und als Team besser zu spielen. Ich denke, das haben wir geschafft. Wir sind jetzt in einer besseren Ausgangslage und werden immer besser. Diesen Fokus müssen wir behalten."

PHI@BUF: Lazar erhält den Puck im Slot und trifft

Montours Rekord und Lazars Verletzung
Das Ende des Negativrekords brachte sogleich einen neuen Positivrekord: Montours Unterzahl-Doppelpack binnen 37 Sekunden ist der schnellste, dem je ein Verteidiger in der NHL gelungen war. In kürzerer Zeit schafften es nur zwölf Stürmer.
Den neuen Schwung möchten die Sabres nun in die anstehenden Heimspiele gegen die New York Rangers am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MESZ) und Samstag mitnehmen. Ob Lazar dann schon wieder mit dabei sein kann, ist ungewiss: Der Stürmer verletzte sich 54 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels und ist fraglich. Die Freude über den ersten Sieg nach 18 Spielen konnte das freilich kaum trüben.