Der Triumphzug des Schweizer Torhüters Akira Schmid in seinen ersten Stanley Cup Playoffs geht weiter. Mit den New Jersey Devils gewann er am Donnerstag Spiel 5 in der Serie der ersten Runde in der Eastern Conference gegen die New York Rangers zu Hause im Prudential Center mit 4:0 und durfte seinen ersten Playoff-Shutout feiern.

"Jersey hat ein unglaubliches Spiel geliefert, ihr bestes Spiel der Serie", musste Rangers-Trainer Gerard Gallant anerkennen und betonte Schmids Rolle. "Wir haben für Verkehr vor dem Tor gesorgt und ihr Torwart war wirklich gut. Igor Shesterkin war in unserem Tor auch hervorragend, aber Schmid war unglaublich."
Die Devils starteten schwach mit zwei Niederlagen in die Serie. In diesen ersten beiden Partien kam Schmid nicht zum Einsatz. In Spiel 3 löste er Vitek Vanecek zwischen den Pfosten ab, woraufhin sich der Verlauf der Serie vollkommen veränderte. Während die Rangers die ersten beiden Spiele dominiert und zehn Tore geschossen hatten, kassierte Schmid in Spiel 3 und Spiel 4 nur je ein Tor und fuhr zwei Siege ein. Mit dem Shutout am Donnerstag kommt er auf drei Siege in seinen ersten drei Playoff-Spielen. Dabei hielt er 80 von 82 Schüssen (97,6 Prozent Fangquote).
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"Die Jungs haben vor mir phänomenal gespielt", lobte Schmid seine Mitspieler. "Da gab es nicht viel Arbeit für mich. Ich kann die Jungs nicht genug loben. Wir haben viele Schüsse geblockt, waren in den Schussbahnen und haben den Puck nicht durchgelassen."
Im ersten Drittel sorgte Ondrej Palat nach nur 39 Sekunden für das 1:0 für die Devils. Die Rangers hatten ihre Chancen, doch Schmid rettete im ersten Drittel und verhinderte den Ausgleich, unter anderem bei einer guten Chance von Artemi Panarin, der in der zehnten Minute aus dem Bullykreis zum Handgelenksschuss kam.
"Wir sind als Team gewachsen", erklärte Devils-Angreifer Erik Haula. "Selbst während dieser Playoff-Serie haben wir weitere Schritte gemacht. Man muss die jungen Spieler dafür loben, dass sie gemerkt haben, was man tun muss, um zu gewinnen und sich richtig zu verhalten."

Im zweiten Spielabschnitt erhöhte Haula (24.) im Powerplay auf 2:0 und Dawson Mercer (34.) baute in Unterzahl den Vorsprung auf 3:0 aus. Schmid legte in den zweiten 20 Minuten 13 weitere Paraden nach. Das Schlussdrittel dominierten die Devils mit 20:2 Torschüssen und Haula (55.) sorgte auf Vorlage von Nico Hischier für den Endstand.
"Heute haben wir unseren Matchplan wirklich umgesetzt und unsere Stärken ausgespielt", freute sich Kapitän Hischier über das Ergebnis. "Das war von allen ein wirklich starkes Spiel."
Das gilt besonders für Schmid. Mit seinen bisherigen Playoff-Leistungen spielte er sich in exklusive Gesellschaft. Er wurde zum dritten Torhüter in der Franchisegeschichte der Devils, dem als Rookie ein Shutout in den Playoffs gelang. Vor ihm schafften das nur Sean Burke und der legendäre Martin Brodeur. Der letzte Playoff-Shutout der Devils ging ebenfalls auf Brodeurs Konto und datiert aus dem Jahr 2012. Eine noch beeindruckendere Statistik ist aber, dass nur ein Torhüter in der kompletten Geschichte der Stanley Cup Playoffs weniger Tore in seinen ersten drei Playoff-Spielen kassierte als Schmid. Normie Smith musste 1936 lediglich ein Gegentor in drei Partien hinnehmen.

Schmid und Haula führen Devils zu 4:0-Sieg

Dank Schmids außergewöhnlichen Leistungen führen die Devils in der Serie nun mit 3:2 und scheinen den Rangers vor allem in der Offensive den Zahn gezogen zu haben. Gegen ihre größten Rivalen sind die Devils nur noch einen Sieg davon entfernt, in die zweite Runde einzuziehen. Das gelang ihnen zuletzt 2012. Damals marschierten sie bis ins Stanley Cup Finale durch, ehe sie den Los Angeles Kings in sechs Spielen unterlagen.
Den ersten Matchpuck haben die Devils am Samstag in Spiel 6 im Madison Square Garden (8 p.m. ET; NHL.tv; So. 2 Uhr MESZ).