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Entmutigender Roadtrip

Die Siegesserie der Devils platzte in Kalifornien mit einem großen Knall

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

NEW JERSEY -- 7 Tage, 6350 Meilen, 4 Spiele, 12 Gegentore, 2 Punkte. Die Bilanz aus dem jüngsten Roadtrip wird die Teamverantwortlichen der New Jersey Devils nicht gerade zu Freudentänzen animieren. Als das Team von Hedcoach John Hynes am vergangenen Dienstag in New Jersey das Flugzeug bestieg, um seine vier-Spiele Auswärtstour anzutreten, war die Stimmung wohl nicht vergleichbar mit der Gemütslage, die bei der Rückreise am Montag vorherrschte.

Noch vor einer Woche surften die Devils buchstäblich auf der Erfolgswelle. In Back-to-Back Partien gegen die Carolina Hurricanes und die Bufallo Sabres holten sie vier Siege und acht Punkte. In der Tabelle der Metropolitan Division kratzten sie am Thron der New York Rangers und Pittsburgh Penguins. Es folgte der 15. November. In einer sehr engen Partie gegen die Dallas Stars im American Airlines Center holten sich die Devils ihren fünften Sieg in Folge. Center Adam Henrique machte mit seinem spielentscheidenden Treffer zum 2-1 in der Overtime die längste Siegesserie der Devils seit Februar 2013 perfekt.

Im Umfeld der Devils sprach man bereits davon, dass sie ein "sehr cleveres System spielen" und dass sie das "Devils-Spiel der 90er Jahre wiederfanden". Die Hiobsbotschaft vom Vormittag über den verletzungsbedingten Ausfall von Topscorer Taylor Hall schien vergessen.

Doch das Blatt sollte sich innerhalb kürzester Zeit wenden.

Bereits zwei Tage später traten die Devils bei den Anaheim Ducks an. Dort lief zunächst alles nach Plan. Devante Smith-Pelly und Kyle Quincey legten im Mittelabschnitt zwei Tore vor und ließen das Honda Center kurzzeitig verstummen. Doch innerhalb kürzester Zeit brach das ohne die Stützen Hall und Michael Cammalleri angereiste Gästeteam ein. Rickard Rakell und Jakob Silfverberg glichen für die Ducks aus, Center Ryan Kesler verpasste der Siegesserie 3:40 Minuten vor dem Abpfiff ein abruptes Ende.

"Hall und Cammalleri sind ein großer Teil unseres Teams aber die Jungs die für uns auf dem Eis standen können Tore schießen und sind gute Spieler", erklärte Hynes nach der Niederlage.

Doch in den Partien am Samstag bei den Los Angeles Kings und am Montag bei den San Jose Sharks unterstrichen die Spieler die Meinung ihres Coaches nicht. Schon bei der 4-2 Niederlage im Staples Center präsentierten sich die Devil mit lediglich 23 Schüssen in der Offensive äußerst harmlos. Am Dienstag folgte mit 0-4 im SAP Center ein regelrechtes Debakel beim Vorjahres-Stanleycup-Finalisten, den San Jose Sharks. Ein Blick in die Kabine der New Jersey Devils eröffnete fragende Gesichter.

"Wir hatten eine tolle Gelegenheit, einen guten Roadtrip zu haben", klagte Verteidiger Andy Greene. "Wir haben viel zu wenig gegeben. Man kann sagen, es war entmutigend."

Den Devils bleibt nicht viel Zeit, neuen Mut zu schöpfen. Bereits am Mittwoch werden sie um 7:00 p.m. ET die Toronto Maple Leafs im Prudential Center empfangen. Sowohl Hall als auch Cammalleri werden dann wohl wieder an Board sein.

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