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Nach ihren Niederlagen zu Beginn der ersten Runde in den Stanley Cup Playoffs stehen die vier Heimteams an diesem Donnerstag in Spiel 2 unter Zugzwang. Durch eine weitere Pleite vor eigenem Publikum könnten sie schon vorentscheidend ins Hintertreffen geraten. Die Toronto Maple Leafs haben die Tampa Bay Lightning in der Scotiabank Arena zu Gast (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MESZ). Im Prudential Center von Newark empfangen die New Jersey Devils die New York Rangers (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1:30 Uhr MESZ). Die Colorado Avalanche müssen sich in der Ball Arena mit den Seattle Kraken auseinandersetzen (9:30 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 3:30 Uhr MESZ) und die Vegas Golden Knights duellieren sich in der T-Mobile Arena mit den Winnipeg Jets (10 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 4 Uhr MESZ).

Die heutigen fünf Schlagschüsse vom Playoff-Geschehen:
Von einem Heimvorteil ist wenig zu spüren
Von einem Heimvorteil ist in den Playoffs nach drei Spieltagen kaum etwas zu spüren. In sieben von zwölf Begegnungen behielten die Gästemannschaften die Oberhand. Die einzige Vertretung mit einer weißen Weste in heimischen Gefilden sind die Carolina Hurricanes. Sie entschieden beide Aufeinandertreffen mit den New York Islanders in der PNC Arena von Raleigh für sich. Die Boston Bruins dagegen verpassten es, gegen die Florida Panthers nachzulegen. Sie zogen im zweiten Vergleich unerwartet deutlich den Kürzeren. Die Edmonton Oilers und die Dallas Stars wiederum machten ihre Auftaktniederlagen durch Heimerfolge in Spiel 2 wett. Die Devils, Maple Leafs, Avalanche und Golden Knights wollen es ihnen gleichtun.
Erneute Glanzleistung von Grubauer gefragt
Dass Philipp Grubauer mit den Verhältnissen in der Ball Arena sowie den Stärken und Schwächen der Avalanche bestens vertraut ist, hat sich für die Kraken gleich zu Beginn der Serie bezahlt gemacht. Beim 3:1 von Seattle in Spiel 1 bissen sich die ehemaligen Mannschaftskameraden am Rosenheimer Schlussmann die Zähne aus. Er machte eine Vielzahl hochkarätiger Chancen zunichte und brachte es am Ende auf 34 Paraden. Trainer Dave Hakstol lobte im Anschluss den ruhigen und fokussierten Auftritt von Grubauer. Für einen weiteren Auswärtscoup beim amtierenden Stanley Cup Champion aus Denver benötigen die Kraken sicherlich einen weiteren Sahnetag ihres Torhüters.

Kraken zum 1. Playoff-Sieg der Franchise-Geschichte

Niederreiter erwartet gereizte Golden Knights
Nach Ansicht von Nino Niederreiter müssen sich die Winnipeg Jets auf einen gereizten Kontrahenten einstellen. "Wir wissen, dass sie viel besser spielen können und es diesmal unbedingt zeigen wollen", sagte der Churer am Mittwoch nach dem Training über die Golden Knights. Zum 5:1-Kantersieg der Jets in Spiel 1 über das als klarer Favorit gehandelte Vegas hatte er zwei Assists beigetragen. Ein Grund zur Selbstzufriedenheit besteht seiner Ansicht nach jedoch nicht. "Die meisten unserer Tore haben sie uns mehr oder weniger geschenkt. Das bedeutet, dass wir selbst zulegen und Spiel für Spiel in Angriff nehmen müssen", betonte er.
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Hischier und Meier im Powerplay gefordert
Das äußerst dürftige Powerplay hat New Jerseys Trainer Lindy Ruff als Hauptursache für den Fehlstart gegen die Rangers ausgemacht. Nicht einen einzigen Torschuss brachten die Devils bei vier Überzahlspielen während der 1:5-Niederlage am Dienstag zustande. "Normalerweise sind wir in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Das haben wir in dieser Saison oft genug bewiesen. In dieser Partie haben wir allerdings den Puck bei Überzahl nicht gut zirkulieren lassen. Das Powerplay hat zu keinem Zeitpunkt ein Momentum für uns erzeugt", analysierte der Coach.
Dieser Kritik müssen sich auch Nico Hischier und Timo Meier im Hinblick auf Spiel 2 der Serie stellen. Die beiden Schweizer zählen zu den festen Größen im Powerplay der Devils. In der regulären Saison gelangen Hischier sieben Tore bei numerischer Überlegenheit. Meier trug sich nach seinem Wechsel von den San Jose Sharks nach Newark viermal bei Überzahlsituationen in die Torschützenliste ein.
Lightning mit Verletzungssorgen im Defensivbereich
Die Lightning plagen vor ihrem zweiten Gastspiel bei den Maple Leafs große Verletzungssorgen im Defensivbereich. Erik Cernak fällt definitiv aus und hinter dem Einsatz von Victor Hedman steht ein dickes Fragezeichen. Cernak schied am Dienstag beim 7:3 nach einem Check von Torontos Stürmer Michael Bunting im zweiten Drittel aus. Hedman blieb nach dem ersten Durchgang in der Kabine. Bei ihm besteht zumindest eine kleine Hoffnung, dass er auflaufen kann. Die Entscheidung dürfte aber erst unmittelbar vor Spielbeginn erfolgen.
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Tampas Trainer Jon Cooper machte deutlich, dass sich sein Matchplan nicht ändert, selbst wenn Schlüsselspieler in Spiel 2 nicht zur Verfügung stehen. "Wir werden uns nicht zurücklehnen, sondern sie unter Druck setzen und begierig auf Sieg spielen", lautete seine Kampfansage an die Maple Leafs.