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5 gelernte Dinge: Tampa Bay - Washington, Spiel 2

Zeitlich günstige Tore und mehr Unterstützung für Vasilevskiy

von nhl.com/de @nhlde

Während die Tampa Bay Lightning und die Washington Capitals sowie die Winnipeg Jets und Vegas Golden Knights um den Einzug in das Stanley Cup Finale kämpfen, informiert Sie NHL.com/de, damit Sie nichts verpassen. Mit '5 gelernte Dinge' werfen wir diagnostisch einen Blick auf jede Partie.

Mit einem fulminanten 6:2-Erfolg in Spiel 2 der Serie gegen den Tampa Bay Lightning führen die Washington Capitals die Serie souverän mit 2:0 an und haben damit bereits die Hälfte des Weges Richtung Stanley-Cup-Finale absolviert. Beachtlich: Die Caps landeten zwei Auswärts-Erfolge und sind mit einer Bilanz von 7-1-0 die bislang beste Playoff-Mannschaft auf fremden Eis, während die Bolts erstmals in dieser Endrunde zwei Niederlagen in Folge hinnehmen mussten. Nun wechselt die Serie von Florida in die US-Hauptstadt. Haben beide Teams ihre Lehren aus den bisherigen Eindrücken gezogen?

5 Dinge, die wir aus Spiel 2 gelernt haben:

Tore zum richtigen Zeitpunkt

Wie schon in Spiel 1 kam der Lightning auch in Spiel 2 nicht aus den Startblöcken und musste schon früh einem Rückstand hinterherlaufen: Nach nur 28 Sekunden hatte Washingtons Tom Wilson auf 1:0 gestellt. Auch nach der ersten und zweiten Pause schien Tampa Bay in den ersten Minuten nicht hellwach zu sein: Die Capitals-Stürmer Devante Smith-Pelly (2:2, 23.) und Alex Ovechkin (5:2, 44.) benötigten nur 170 bzw. 214 Sekunden nach Wiederbeginn, um ins Tor zu treffen. "Es hat uns aufgeladen", sagte Washingtons Angreifer Brett Connolly. Gut getimte Tore scheinen eine Spezialität der Caps zu sein, denn auch kurz vor den Schlusssirenen scheinen die Hauptstädter gerne zu treffen: Drei Sekunden vor der zweiten Pause stellte Evgeny Kuznetsov auf 4:2 (40.). "Man könnte meinen, wir hätten aus unseren Fehlern in Spiel 1 gelernt, aber sie haben wieder getroffen, was uns getötet hat", gab Bolts-Kapitän Steven Stamkos zu.

Video: WSH@TBL, Sp2: Smith-Pelly schließt Chiassons Pass ab

Mehr Unterstützung für Vasilevskiy

Tampas Torwart Andrei Vasilevskiy spielte bis zum Eastern-Conference-Finale starke Playoffs mit einem Gegentorschnitt von 2,74 sowie einer Fangquote von 91,2 Prozent. In der Serie gegen Washington aber sprechen die Werte eine andere Sprache: Vasilevskiy kommt nach zwei Spielen auf 6,0 Gegentreffer/Spiel und 83,9 Prozent Fangquote. In Spiel 2 parierte er 31 von 37 Schüssen. Unter die sechs Gegentoren mischten sich auch zwei "Soft Goals", also Gegentreffer, die nicht unhaltbar schienen, wie beim 2:4 durch Kuznetsov (40.) und beim 2:6 gegen Connolly (53.). Der 23-jährige Russe muss sich steigern, auch wenn ihn seine komplette Mannschaft in Schutz nimmt: "Er ist unser Mann", bekräftigt Tampas Trainer Jon Cooper. "Die Chancen, die wir zugelassen haben, müssen die fünf Mann vor ihm verantworten. Er ist nicht unser Problem."

Verteidiger Anton Stralman bestätigt: "Wir glauben alle enorm an ihn, er war bislang unser Fels in der Brandung. Er wird noch stärker zurückkommen. Wir machen ihm den Job nicht gerade leicht, holten uns weder defensiv noch offensiv an den Gameplan. Verglichen mit den zwei Serien zuvor lassen wir viel zu viele Torchancen zu. Das liegt aber an uns, nicht an ihm." Mit Blick auf Spiel 3 verspricht Stürmer Alex Killorn: "Vasilevskiy wird bereit sein."

Wilson ist wichtig für Ovechkin

Seit dem Conference-Finale ist der zuvor für drei Spiele gesperrte Tom Wilson zurück im Capitals-Lineup und stellte in den zwei Partien eindrucksvoll unter Beweis, wie sehr er Washington fehlte: Defensiv half er den Caps mit sechs Hits, offensiv mit zwei Scorerpunkten (ein Tor, ein Assists). Doch der physisch sehr präsente Wilson macht auch seine Nebenleute besser und wertet die Top-Sturmformation der Hauptstädter auf. Dies ist vor allem am Beispiel Ovechkin zu sehen: Mit Wilson an seiner Seite machte Ovi 1,55 Scorerpunkte pro Spiel (0,91 Tore/ 0,64 Assists) - ohne ihn traf "The Great Eight" noch überhaupt nicht ins Tor und bringt es auf magere 0,67 Punkte/Partie (0/ 0,67). 

Video: WSH@TBL, Sp2: Wilson trifft nach 28 Sekunden im Spiel

Lightning schlägt im Powerplay ein

Special Teams sind bislang für beide Teams ein Faktor: Sowohl der Lightning als auch die Capitals bringen es jeweils auf eine beeindruckende Quote von 42,9 Prozent in dieser Serie. In Spiel 2 gelang Tampa Bay bei Fünf-gegen-Fünf-Eishockey kein einziger Treffer. Beide Tore durch Brayden Point (8.) und Stamkos (11.) erzielten die Bolts in Überzahl (2/4 an diesem Abend, 50 Prozent Erfolgsquote). Der Schlüsselspieler bei einem Mann mehr auf dem Eis ist Kapitän Stamkos, der in dieser Serie bereits auf zwei Powerplay-Tore und drei -Scorerpunkte kommt. In den Playoffs 2018 stehen für den 28-jährigen Kanadier bereits vier Überzahl-Treffer sowie neun -Punkte zu Buche. Disziplin, sprich von der Strafbank weg bleiben, dürfte auch im weiteren Verlauf dieser Serie von großer Bedeutung sein.

Caps nehmen den Bolts das Tempo

Tampa Bay genießt eigentlich den Ruf, eines der schnellsten Teams in der NHL zu sein. Vom beeindruckenden Tempo des Lightning ist bislang aber nur wenig zu sehen. "Wir haben zu vorsichtig und zu langsam gespielt", kritisierte Coach Cooper. "Wir haben unsere 113 Punkte in der regulären Saison nicht dafür bekommen, dass wir so gespielt haben. Und wir haben auch die ersten zwei Playoff-Runden nicht gewonnen, weil wir so gespielt haben."
Washingtons System scheint perfekt auf die Bolts zugeschnitten zu sein - die Capitals agieren regelrecht als Blitzableiter. "Sie scheinen ein bisschen frustriert zu sein", fiel Connolly auf und forderte: "Wir müssen weiter hart und schnell spielen und an ihnen dran bleiben."

Mitspieler Ovechkin sieht es ähnlich: "Wir haben hart und clever gespielt. Jeder ist über sich hinausgewachsen, und alle vier Reihen haben ihren Job gemacht", so der Caps-Kapitän. "Es ist egal, wo wir spielen oder gegen wen. Wir spielen unser Spiel", meint Kuznetsov.

Die Bolts müssen sich für Spiel 3 etwas einfallen lassen - auf beiden Seiten des Eises. "Wir müssen Washington in der neutralen Zone besser ausbremsen, vor allem Spieler wie Kuznetsov. Wenn er mit dem Puck ins Rollen kommt, ist er kaum noch zu stoppen. Wir müssen unseren Verteidigern helfen und näher an den Gegenspielern dran sein", fordert Killorn.

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