TBL Lightning 12-21

Das Powerranking ist die wöchentliche Bestenliste von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wider und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

In der vergangenen Woche gestaltete sich der Spielplan für viele Teams als sehr übersichtlich, milde ausgedrückt. Aufgrund des COVID-19-Protokolls der NHL wurden seit dem letzten Freitag 41 Partien abgesagt und deren Austragungstermin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Neun Mannschaften hatten keinerlei Gelegenheit sich zu messen.
Die meisten Punkte sammelten die Vegas Golden Knights (2-1-0), Pittsburgh Penguins (2-0-0) und Dallas Stars (2-1-0). Punktlos gingen die New Jersey Devils (0-2-0), Minnesota Wild (0-1-0) und Seattle Kraken (0-1-0) aus ihren Auftritten heraus. Eine große Verschiebung der Platzierungen innerhalb dieser Bestenliste, ist aufgrund der geringen Anzahl absolvierter Spiele nicht zu erwarten gewesen. Doch wie effektiv sind die Special Teams der Top-Teams, betrachtet über den gesamten bisherigen Saisonverlauf und in den ersten drei Wochen im Dezember?
1. Tampa Bay Lightning (20-6-4, Vorwoche 1.)
Das letzte Spiel vor der Weihnachtspause bestritten die Tampa Bay Lightning bei den Golden Knights (4:3) und verabschiedeten sich als punktbestes Team der Liga in die Feiertage. Kapitän Steven Stamkos schoss das Siegtor während eines Überzahlspiels.
Die Special Teams zählen nicht gerade zu den Stärken des amtierenden Stanley Cup Champion. Saisonweit schlossen sie 18,7 Prozent (Platz 18) ihrer Überzahlmöglichkeiten mit einem Tor ab, im Dezember waren es gerade einmal 17,9 Prozent (Platz 21). Und im Penalty Killing ließen sie häufiger als gewünscht Gegentore zu. Ihre Unterzahlquote beträgt 79,1 Prozent (Platz 21), nachdem sie in diesem Monat auf 57,1 Prozent (Platz 31 zusammen mit den Columbus Blue Jackets) kamen.
Für die Lightning stehen drei Partien in vier Tagen auf dem Programm, zwei zuhause gegen die Montreal Canadiens und New York Rangers sowie auswärts bei den Florida Panthers.
2. Carolina Hurricanes (21-7-1, Vorwoche 2.)
Die Carolina Hurricanes gaben am Samstag den Los Angeles Kings (5:1) deutlich das Nachsehen. Zwei ihrer fünf Treffer schossen die Hurricanes aus einem Powerplay heraus.
Mit ihrer Überzahl-Effektivität von 22,5 Prozent steht die Truppe von Trainer Rod Brind'Amour auf Platz zehn. In diesem Monat konnte Carolina seine Powerplay-Quote auf 36,8 Prozent deutlich verbessern und belegt Rang drei. Das Penalty Killing der Hurricanes lässt mit dem zweitbesten Wert von 88,7 Prozent (im Dezember: 92,0 %, Platz 3) ebenfalls kaum Wünsche offen.

LAK@CAR: Drury trifft im dritten Drittel

Kommende Woche gastieren die Panthers und die Canadiens in der PNC Arena von Raleigh
3. Toronto Maple Leafs (20-8-2, Vorwoche 3.)
Die Toronto Maple Leafs waren zuletzt am 14. Dezember gefordert (5:1 in Edmonton). Ihre für diese Woche angesetzten drei Partien wurden verschoben.
Als ärgster Verfolger der Lightning auf den Divisionstitel in der Atlantic Division wissen die Maple Leafs mit ihrem Powerplay zu überzeugen. Ihre Powerplay-Quote von 30,6 Prozent ist die zweitbeste in der Liga. Im Dezember konnten die Maple Leafs fast bei jedem zweiten Überzahlspiel treffen (47,8 %, Platz 1). Etwas weniger erfreulich gestaltet sich ihre Bilanz bei Unterzahl (82,1 %, Platz 10; Dez: 70,8 %, Platz 27).
Nach einem Auswärtsspiel in Columbus, empfangen die Maple Leafs zuhause die Penguins.
4. New York Rangers (19-7-4, Vorwoche 5.)
Ein Spiel, ein Punkt, lautet die Wochenausbeute der New York Rangers, die im Madison Square Garden die Golden Knights (2:3 SO) empfingen. Linksaußen Chris Kreider hatte aus einem Powerplay heraus die Rangers mit 2:1 in Front geschossen.
Die Special Teams der Rangers zählen zu den besten der Liga. Im Powerplay und im Penalty Killing belegen sie jeweils Platz 6 mit 25,6 Prozent (Dez: 37,0 %, Platz 2) und mit 84,3 Prozent (Dez: 92,6 %, Platz 2).
Werden die Special Teams der Rangers auch im Heimspiel gegen die Detroit Red Wings sowie auf fremden Eis in Sunrise, Florida und Tampa zünden?

VGK@NYR: Kreider nutzt die Vorarbeit von Zibanejad

5. Colorado Avalanche (17-8-2, Vorwoche 6.)
Ihren Torhunger konnten die Colorado Avalanche angesichts von vier ausgefallenen Partien nicht weiter stillen.
Mit durchschnittlich 4,22 Toren pro Spiel, schießen die Avalanche ligaweit die meisten. Für einen Platz im oberen Tabellendrittel reicht Colorados Powerplay-Quote von 23,4 Prozent (Platz 9; Dez: 26,5 %, Platz 11). An ihrem Unterzahlspiel müssen die Avalanche jedoch noch arbeiten (75,6 %, Platz 28; Dez: 75,8 %, Platz 18).
Gelegenheit hierzu haben die Avalanche in Vegas und zweimal gegen die Stars.
6. Florida Panthers (18-7-4, Vorwoche 4.)
Keine Chance ihre Niederlagenserie von drei Spielen zu beenden, hatten die Florida Panthers.
Nach Punkten gehören die Florida Panthers zu den Top Ten, ihre Special Teams lassen es jedoch an Effektivität missen. Im Powerplay liegen die Panthers mit 16,8 Prozent auf Rang 25 (Dez: 10,0 %, Platz 30) und im Penalty Killing mit 80,0 Prozent auf Rang 17 (Dez: 77,3 %, Platz 17).
In der letzten Woche des Jahres 2021 treffen die Panthers auf die Hurricanes, Rangers und Lightning.

7. Washington Capitals (18-6-7, Vorwoche 7.)
Dem Auswärtssieg bei den Winnipeg Jets (5:2) ließen die Washington Capitals eine Heimniederlage gegen die Kings (2:3) folgen. Freude an ihren Special Teams hatten eher die Gegner der Capitals. Die Jets erzielten ein Powerplaytor und die Kings eines bei Unterzahl.
Es überrascht schon etwas, dass die Capitals trotz eines Alex Ovechkin im Kader mit einer Powerplay-Quote von 15,6 Prozent nur Platz 28 einnehmen (Dez: 5,2 %, Platz 32). Etwas besser sieht es mit dem Penalty Killing der Capitals aus (81,0 %, Platz 14; Dez: 72,2 %, Platz 26).
Die Capitals empfangen in der Capital One Arena die Ottawa Senators sowie die Nashville Predators und statten zum Jahresausklang den Red Wings einen Besuch ab.
8. Pittsburgh Penguins (17-8-5, Vorwoche 10.)
Nach ihrem Heimsieg gegen die Sabres (3:2 OT) und dem Auswärtserfolg in New Jersey (3:2) sind die Pittsburgh Penguins seit sieben Spielen ungeschlagen. Ein Powerplay-Tor und ein Shorthander gelang Pittsburgh in der vergangenen Woche.
Insgesamt ist das Überzahlspiel der Penguins noch ausbaufähig (15,3 %, Platz 29; Dez: 18,2 %, Platz 20), doch ihre Penalty-Killing-Reihen leisten volle Arbeit (92,1 %, Platz 1; Dez: 95,2 %, Platz 1).
Die Penguins begeben sich auf eine Auswärtstour, während der sie die Boston Bruins, die Maple Leafs und die Senators besuchen.

PIT@NJD: Blueger mit schönem SHG im 1. Drittel

9. Minnesota Wild (19-9-2, Vorwoche 9.)
Einen heißen Schlagabtausch lieferten sich die Minnesota Wild bei den Golden Knights (4:6). Minnesotas Rechtsaußen Mats Zuccarello glich bei Überzahl zum 2:2-Zwischenstand aus.
Den Wild gelang es in diesem Monat ihr Powerplay zu verbessern (17,5 %, Platz 21; Dez: 25,9 %, Platz 12), mit ihrem Unterzahlspiel belegen sie einen guten Mittelfeldrang (81,1 %, Platz 12; Dez: 80,7 %, Platz 12).
Ihr letztes Spiel im alten Jahr bestreiten die Wild am kommenden Montag in Winnipeg.
10. Edmonton Oilers (18-11-0, Vorwoche 8.)
In einer Partie hatten die Edmonton Oilers Gelegenheit ihre Powerplay-Qualitäten zu zeigen. Dem Sieg in Seattle (5:3) steuerte Linksaußen Warren Foegele einen Überzahltreffer bei.
Obwohl die Oilers im Dezember nicht mehr so viel Gefahr im Powerplay ausstrahlen konnten (Dez: 20,0 %, Platz 18), weisen sie über die gesamte Saison gesehen immer noch mit 31,9 Prozent die beste Quote aller 32 Teams aus. Auch das Unterzahlspiel der Oilers ließ in diesem Monat nach (83,0 %, Platz 7; Dez: 73,1 %, Platz 24).
Werden die Oilers die spielfreie Zeit genutzt haben, ihre Special Teams zu alter Stärke zu verhelfen? Erste Antworten darauf können sie bei ihren Gastauftritten in Calgary, St. Louis und New Jersey geben.

CBJ@EDM: Puljujarvi trifft im Powerplay per Rückhand

Lobende Erwähnung
Vegas Golden Knights, Nashville Predators, Calgary Flames, St. Louis Blues, Anaheim Ducks, Boston Bruins