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Die Tampa Bay Lightning und die Boston Bruins haben sich am Sonntag bei der Navy Federal Credit Union NHL Stadium Series 2026 ein mitreißendes Duell geliefert. Am Ende setzten sich die Lightning nach einem zwischenzeitlichen 1:5-Rückstand mit 6:5 n.P. durch. Hier sind die zehn Top-Momente des Freiluftspiels im Raymond James Stadium von Tampa:

Blitztor von Hagel

Wer es nicht pünktlich zum Spielbeginn auf seinen Platz geschafft hatte, verpasste einen Rekord. Nach gerade einmal elf Sekunden erzielte Brandon Hagel den Führungstreffer für die Tampa Bay Lightning und damit zugleich das schnellste Tor aller Zeiten in einem Freiluftspiel der NHL. Hagel verbesserte die alte Bestmarke von Colby Armstrong von den Pittsburgh Penguins, der beim Winter Classic am 1. Januar 2008 nach 21 Sekunden getroffen hatte. Vor Hagel war Nico Hischier von den New Jersey Devils der schnellste Torschütze bei einer Partie der Stadium Series. Der Schweizer hatte bei der Ausgabe am 17. Februar 2024 nach 32 Sekunden eingenetzt.

BOS@TBL: Hagel bringt Lightning in der Stadium Series früh in Führung

Lightning gelingt außergewöhnliches Comeback

Mit ihrer Aufholjagd gegen die Bruins sorgten die Lightning für ein Novum. Nie zuvor hatte eine Mannschaft bei einem Outdoor-Game der Liga einen Vier-Tore-Rückstand wettgemacht und gewonnen. Das war Tampa Bay vorher auch in der Halle noch bei keinem NHL-Spiel gelungen. Den entscheidenden Punch im Penaltyschießen setzte Jake Guentzel, der als einziger der sechs angetretenen Schützen seinen Versuch verwertete.

BOS@TBL: Guentzel, Vasilevskiy führen Lightning zum Sieg im Penaltyschießen

Hedman kehrt nach mehrwöchiger Pause zurück

Die Lightning haben ihren Kapitän Victor Hedman wieder. Der Verteidiger laborierte an einer Ellbogenverletzung, die eine Operation nötig machte und eine fast zweimonatige Zwangspause nach sich zog. Beim Comeback gegen die Bruins tastete sich der Blueliner jedoch erst einmal langsam an die Sache heran. Er absolvierte 16 Shifts und stand insgesamt 10:18 Minuten auf dem Eis – für ihn eine vergleichsweise bescheidene Einsatzzeit. Bei Zweikämpfen oder Blocks hielt sich Hedman ebenfalls zurück.

80 Torschüsse und 40 Strafminuten

Für die Fans war das Duell in jeder Hinsicht ein Spektakel. Von Beginn an agierten beide Mannschaften mit offenem Visier. Zum Schluss standen 80 Torschüsse und 40 Strafminuten zu Buche. Beides sind jeweils die zweithöchsten Werte bei NHL-Freiluftspielen. Sogar die Torhüter Andrei Vasilevskiy von den Lightning und Jeremy Swayman von den Bruins lieferten sich ein Scharmützel, das die Referees mit jeweils sieben Strafminuten (fünf für die Boxeinlage und zwei für das Verlassen des Tores) ahndeten. Das Torschussverhältnis endete mit 46:34 klar zugunsten der Lightning. Das verdeutlicht die größere Effektivität der Bruins im Abschluss, auch wenn es letztlich nur zu einem Punkt reichte. Mit 25 Minuten bekam Boston mehr Strafzeiten aufgebrummt als Tampa Bay mit 15.

Einmarsch im Football-Dress

Standesgemäß erschienen beide Teams im Raymond James Stadium im Football-Dress. Denn die Arena ist normalerweise die Heimspielstätte der Tampa Bay Buccaneers aus der National Football League (NFL). Entsprechend schlüpften die Akteure der Lightning zum Einmarsch aufs Gelände in die Berufskleidung der „Buccs“. Die Bruins wiederum wählten dafür die Trikots der New England Patriots, die wie sie im US-Bundesstaat Massachusetts ansässig sind und am Sonntag im Super Bowl stehen.

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Erhebender Moment für Marco Sturm

Mit dem Eröffnungsbully erlebte Bostons deutscher Trainer Marco Sturm einen erhebenden Moment. Er ist nunmehr der Erste, der als Spieler und Coach bei einem Freiluftspiel der NHL mitwirkte. Sein Auftritt als Aktiver der Bruins beim Winter Classic 2010 verlief ähnlich spektakulär wie jener am Sonntag an der Bande. In der Partie gegen die Philadelphia Flyers im Fenway Park in Boston schoss er seinerzeit in der Verlängerung den 2:1-Siegtreffer und löste dadurch einen kollektiven Freudentaumel aus. Dieser war Sturm diesmal im Gegensatz zu 2010 nicht vergönnt.

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Pastrnak jubelt zu früh

In der Verlängerung hatte Bostons Angreifer David Pastrnak bereits nach 18 Sekunden den Torjubel auf den Lippen. Doch er freute sich zu früh über den vermeintlich entscheidenden Treffer und fand sich stattdessen postwendend auf der Strafbank wieder. Der Grund: Pastrnak hatte zuvor einen Stockschlag begangen. Immerhin überstanden die Bruins die von ihm verursachte Unterzahl schadlos.
Gleiches galt für die Hinausstellung von Hampus Lindholm wegen Hakens eine halbe Minute vor Ablauf der Overtime.

McDonagh steigt zum Rekordsieger auf

Kein Spieler hat mehr NHL-Freiluftspiele gewonnen als Tampas Verteidiger Ryan McDonagh. Sechsmal lief er mittlerweile draußen auf - und jedes Mal verließ er das Eis als Sieger. Zwei Erfolge hat er mit den Lightning eingefahren, vier mit den New York Rangers.

Maroon bei der Puckzeremonie zu Gast

Stargast bei der traditionellen Puckzeremonie war Pat Maroon. Der frühere NHL-Profi und dreifache Stanley Cup Champion warf die Scheibe vom roten Teppich aus ein, um die sich Bruins-Angreifer Pastrnak und Lightning-Verteidiger Hedman „stritten“ und so die Begegnung im mit 64.617 Zuschauern ausverkauften Raymond James Stadium symbolisch eröffneten. Maroon spielte während seiner Laufbahn sowohl für die Lightning als auch die Bruins.

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Zwei Country-Musiker performen

Zwei bekannte Country-Musiker haben einen besonderen Part bei dem Event eingenommen. Hunter Hayes sang vor dem Spielbeginn die Nationalhymne der USA, während der dreifache Grammy-Gewinner Tim McGraw das vollbesetzte Stadion in der ersten Drittelpause mit einem Medley seiner Hits unterhielt.

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