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NHL.com/de über die Trade Deadline

Das Redaktionsteam diskutiert, darüber welches Team Notwendigkeiten hat

von NHL.com/de @NHLde

Während der Saison 2018/19 wird das Team von NHL.com/de jeden Freitag in der Rubrik "Writer's Room" wichtige Themen der Liga diskutieren und analysieren. In dieser Ausgabe: Die nahende Trade Deadline und die Auswirkungen auf die Teams.

Am 25. Februar um 21 Uhr MEZ (3 p.m. ET) ist es wieder soweit. Die Möglichkeit Wechsel auszuhandeln und zu vollziehen, endet zu diesem Zeitpunkt. Die Managements haben bis dahin die Möglichkeit, ihrer Mannschaft den letzten Schliff zu verleihen bzw. das vielleicht fehlende Puzzleteil zum Angriff auf den Stanley Cup hinzuzufügen.

Die klassische Verteilung ist, dass alle, die sich Hoffnungen auf den Einzug in die Stanley Cup Playoffs machen, versuchen sich noch zu verstärken, während im Gegensatz aussichtslose Teams gerade Spieler, deren Verträge im Sommer auslaufen, abgeben wollen und mit einem Gegenwert versehen, indem sie den einen oder anderen Spieler bzw. Draft Picks erhalten.

 

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Doch es gibt immer wieder auch Überraschungen. Die Redakteure von NHL.com/de wagen bereits jetzt einen Ausblick und geben dem Leser Einblick in ihre Erwartungen:

Robin Patzwaldt: Noch ist es aus meiner Sicht etwas zu lange hin, um wirklich jetzt schon beurteilen zu können, welche Teams sich rund um die Trade Deadline zu Käufern und welche sich zu Verkäufern entwickeln werden. Zu vieles ist in der Schwebe und gerade die Western Conference sehr eng. Nahezu alle Teams haben dort noch Playoff-Chancen. Mich persönlich freut es, dass sich die New York Islanders in diesem Jahr bislang so gut entwickelt haben. Trotz des prominenten Abgangs von John Tavares im vergangenen Sommer haben die Jungs unter Barry Trotz entgegen aller Erwartungen zum Saisonstart eine glänzende Ausgangsposition, es diesmal wieder in die Stanley Cup Playoffs zu schaffen. Es würde mich für die Islanders rund um Thomas Greiss freuen, wenn sie zum Ende der Wechselfrist noch etwas Qualität im gesamten Kader nachlegen könnten und dann mit etwas Glück nicht nur die K.o.-Phase erreichen, sondern dort womöglich sogar die eine oder andere Runde erfolgreich überstehen könnten. Mit einer so positiven Entwicklung hätte ich hier im konkreten Fall nicht gerechnet.

Christian Rupp: In den nächsten Wochen trennt sich in der NHL die Spreu vom Weizen: Playoff-Teams werden zu Käufern, abgeschlagene Klubs zu Verkäufern. Der eine oder andere große Name dürfte bis zur Trade Deadline noch das Trikot wechseln. Für mich sind die heißesten Kandidaten in dieser Saison Artemi Panarin und Sergei Bobrovsky von den Columbus Blue Jackets. Die Verträge des russischen Duos laufen aus - über eine Verlängerung wird seit Sommer spekuliert, doch zu einer Einigung kam es bislang nicht. Die Jackets können es sich nicht leisten, gleich zwei Stars ohne Gegenwert zu verlieren. Die Zeichen stehen also auf Trade - allerdings wollte Columbus ja selbst noch ein Wörtchen im Playoff-Rennen mitreden. Es stehen spannende Wochen bevor - womöglich auch mit ein paar Überraschungen.

Video: CBJ@WPG: Panarin trifft vom Kreis

Stefan Herget: Überraschungen heißen so, weil sie überraschend sind. Von daher ist es kaum absehbar, welche es sein werden, selbst, wenn sich viele Experten in den amerikanischen und kanadischen Medien den Mund fusselig reden oder den Finger wund schreiben. Keine Überraschung wäre es für mich, wenn Thomas Vanek im dritten Jahr in Folge zur Trade Deadline das Team wechseln würde. Erneut hat er nur einen Vertrag bis zum Saisonende und die Chancen der Detroit Red Wings auf die Playoffs stehen schlecht. Andererseits kann jeder Titelanwärter die Erfahrung und den Torinstinkt des Österreichers als Ergänzung gut gebrauchen. Ich würde mir nur wünschen, dass er dann zu einem wahren Titelaspiranten kommt und die Möglichkeit hätte, den Stanley Cup als Krönung seiner Karriere zu gewinnen. Zu gönnen wäre es ihm. Der zweite Österreicher Michael Raffl könnte ebenfalls betroffen sein, weil sein Kontrakt bei den Philadelphia Flyers ausläuft und die Zeichen derzeit eher auf Verpassen der Playoffs stehen.

Bernd Rösch: In der Western Conference dürften neben den Los Angeles Kings auch die Chicago Blackhawks ihre Playoff-Träume bereits begraben haben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Blackhawks versuchen werden, Artem Anisimov an einen der zehn Klubs abzugeben, an die er laut seines bis zur Saison 2020/21 laufenden Vertrages getradet werden darf. Ein großes Fragezeichen sehe ich hinter den Oilers stehen. Ich kann mir angesichts der Qualität ihres Kaders nicht vorstellen, dass sie die laufende Saison einfach so herschenken werden. Andererseits müssten sie für eine kurzfristige zusätzliche Verstärkung, junge Talente abgeben. Werden sie ein solches Risiko eingehen?

 

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Axel Jeroma: Mit Panarin und Bobrovsky von den Blue Jackets sind bereits zwei heiße Kandidaten für einen Trade genannt worden. Auf der Wunschliste einiger Klubs ganz oben steht zudem Wayne Simmonds von den Philadelphia Flyers. Er wäre eine gute Option für Playoff-Anwärter, die eine Verstärkung für ihr Überzahlspiel suchen, wie etwa die Nashville Predators. Das Problem: Simmonds würde nach eigener Aussage gerne in Philadelphia bleiben. Allerdings könnte sein Treuebekenntnis auch dazu dienen, den Preis hochzutreiben.

Auf jeden Fall als Verkäufer auftreten werden nach meiner Einschätzung die Ottawa Senators. Sie haben eine enttäuschende Saison gespielt und sind ohne Chance auf die Stanley Cup Playoffs. Als Tauschobjekte aus ihren Reihen bieten sich Matt Duchene und Mark Stone an. Beide befinden sich im letzten Jahr ihres Vertrages und werden am 1. Juli zu Unrestricted Free Agents. Die Trade Deadline ist deshalb die letzte Gelegenheit, um auf dem Spielermarkt einen angemessenen Gegenwert für das Stürmerduo zu bekommen, wenn die Senators sich nicht auf eine teure Ausdehnung des Kontrakts einlassen wollen.

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