Trotz großer Verletzungssorgen sahen die Detroit Red Wings am Dienstagabend im Auswärtsspiel bei den Florida Panthers in der Amerant Bank Arena kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus. Mit einer starken Leistung und einem tollen Treffer hatte sich Österreicher Marco Kasper mit einem vermeintlichen Siegtreffer in Stellung gebracht, doch am Ende kam alles anders: Carter Verhaeghe traf bei noch 90 und 15 Sekunden auf der Uhr und drehte die Partie in einem total verrückten Finale spät.
„Wir hätten zumindest einen Punkt holen müssen. Das ist eine bittere Pille, die wir heute schlucken müssen“, ärgerte sich Detroits Trainer Todd McLellan.
Kasper glänzt in neuer Rolle
Schon vier Tage zuvor hatten die Red Wings mit Dylan Larkin ihren Nummer-1-Center verloren (Unterkörperverletzung, Week-to-Week). Beim Spiel in Florida verletzte sich auch noch Nummer-2-Center Andrew Copp, als ihm Gegenspieler Tomas Nosek ins Bein gefallen war.
„Sie sind wichtige Teile unseres Teams, und du willst nicht, dass sie sich verletzen“, so Kasper. „Ich hoffe, dass beide so schnell wie möglich zurückkommen.“
„Ich weiß gar nicht, ob ihr das mitbekommen habt, aber wir haben zwischenzeitlich auch noch (Michael) Brandsegg-Nygard für ein halbes Drittel verloren und hatten plötzlich nur noch zehn Stürmer zur Verfügung“, sagte McLellan. „Wir sind dann auf drei Reihen runtergegangen, was uns geholfen hat, wieder in den Rhythmus zu kommen.“
Unter anderem sprang Kasper ein, der eine schlagkräftige neue Reihe zusammen mit Lucas Raymond und Emmitt Finnie bildete. Der 21-jährige Stürmer aus Innsbruck erhielt 16:26 Minuten Eiszeit, gab vier Torschüsse ab, teilte vier Checks aus und blockte einen Schuss.
„Ich wollte nicht allzu viel ändern und versuche immer, hart zu spielen. Wir ergänzen uns gut und haben schnell gespielt, was gut funktioniert hat“, sagte Kasper zu seiner offensiveren Rolle in der neu-formierten Linie.
„Marco hat heute unglaublich gespielt und das wichtige Tor zum 3:2 geschossen“, lobte Patrick Kane den Österreicher. „Die Jungs haben sich heute gezeigt. Es ist sehr unglücklich, dass wir es nicht zu Ende bringen konnten.“




















