Ehrung schon vor dem Spiel
Fleury stand schon weit vor dem Spielbeginn im Mittelpunkt des Interesses. In Anbetracht des bevorstehenden Meilensteins überreichten die Minnesota Wild ihrem Goalie mit dem blumigen Namen passender Weise schon beim Betreten der Arena ein schmuckes, blühendes Gebinde. Doch damit nicht genug. Es warteten noch einige Überraschungen mehr auf den Torhüter der Wild. Fleury schritt auf dem Weg in die Umkleidekabine einen Gang entlang, der zu Ehren seines Spitznamens ‚Flower‘ reich mit Rosenblättern bedeckt war.
Der 39-jährige dreimalige Stanley Cup Champion (2009, 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins) wurde erst der vierte Torwart in der Geschichte der NHL, der 1.000 Spiele absolviert hat. 384 Feldspieler haben diese Marke bisher erreicht, doch nur die berühmten Torhüter Martin Brodeur (1.266), Patrick Roy (1.029) und Roberto Luongo (1.044) haben in der Liga noch mehr Spiele zwischen den Pfosten absolviert als Fleury.
Jets setzen guten Lauf fort
Dominic Toninato erzielte seinen ersten Saisontreffer für Winnipeg (22-9-4), das aus den jüngsten 13 Begegnungen eine beeindruckende Statistik von 10-1-2 vorzuweisen hat. Fleurys Gegenüber Laurent Brossoit konnte 24 Paraden abliefern und den Sieg der Gäste am Ende festhalten. Der Schweizer Angreifer Nino Niederreiter, der am Vortag noch mit zwei Treffern geglänzt hatte, blieb bei 18:31 Minuten Eiszeit diesmal ohne eigenen Scorerpunkt.
„Mir war schon vor dem Spiel klar, dass es ein hart umkämpftes Spiel werden würde. Es war nicht viel Platz da draußen. Daher war es eine Zeit lang ein recht ereignisarmes Spiel. Das ist halt die Art, wie beide Teams spielen“, fasste Jets-Trainer Rick Bowness die Begegnung in aller Kürze zusammen. „Mein Kollege Hynes hat diese Jungs dazu gebracht, sehr, sehr hart zu spielen. Daher ist es schwer, gegen sie zu bestehen."
Minnesotas Heimserie reißt
Für Minnesota reichten die Tore von Marcus Foligno und Frederick Gaudreau nicht, um Fleurys Jubiläumsspiel zu einem sportlichen Erfolg zu machen. Die Saisonbilanz der Wild lautet nach diesem Patzer 16-15-4. Eine Serie von zuvor sieben Heimsiegen in direkter Folge endete ausgerechnet in dem für Fleury so besonderen Spiel. Die 26 Rettungstaten des Jubilars konnten die Niederlage nicht verhindern.
„Es ist natürlich enttäuschend, dass wir das Spiel verloren haben, aber man kann auch viel Positives daraus ziehen", resümierte Minnesotas Coach John Hynes. „Wir haben toll gekämpft. Ich denke, wir waren von Anfang an voll da, hatten die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Wenn man in so einem engen Spiel gegen ein wirklich gutes Team antritt, kommt es auf Details an, und das war heute Abend wahrscheinlich der Unterschied im Spiel.“
„Es war ein hartes, umkämpftes Spiel, das man am Ende verlieren kann, aber alles in allem war es ein gutes Spiel“, ließ Foligno, der die Wild im ersten Spielabschnitt in Führung geschossen hatte, wissen. „Es ist natürlich hart für ‚Flower‘, dass es ausgerechnet in diesem Spiel nicht zum Sieg für uns gereicht hat. 1.000 Spiele, was für eine großartige Leistung. Man möchte die Begegnung natürlich unbedingt für ihn gewinnen. Es ist enttäuschend, dass es so enden musste."