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Colorado beendet Negativserie dank Topscorer

Mikko Rantanen, Nathan MacKinnon und Gabriel Landeskog schießen die Avalanche zum ersten Sieg in sieben Spielen

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Manchmal können große Probleme ganz einfache Lösungen haben. Das bewiesen am Freitag die Colorado Avalanche. Nach sechs Niederlagen in Folge befanden sie sich im freien Fall, verloren ihren Platz unter den drei besten Teams der Central Division und drohten sogar die Wild Card in der Western Conference abzugeben.

Vor der Partie gegen die New York Rangers entschied daher Trainer Jared Bednar, die drei besten Scorer der Avalanche wieder gemeinsam in die Schlacht zu schicken und siehe da, die Rangers hatten keine Chance und die Avalanche schossen die Gäste mit 6:1 aus dem Pepsi Center.

Der Rosenheimer Philipp Grubauer lieferte im Tor der Avalanche mit 24 Saves ebenfalls einen wichtigen Beitrag, nachdem er im vorherigen Spiel gegen die San Jose Sharks nach vier Gegentoren bei 14 Schüssen seinen Posten räumen musste.

 

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"Wir haben einfach kein gutes Eishockey gespielt", gab Nathan MacKinnon zu, der zweitbeste Scorer der Mannschaft und der drittbeste in der NHL. "Die Stimmung war negativ, die Videoanalyse war eine Qual. Es ist schön diesen Trend endlich zu beenden. Wir wollten nicht mit sieben Niederlagen in eine Serie von fünf Auswärtsspielen starten."

Nächste Woche starten die Avalanche eine Tour durch Kanada und treffen dabei auf die Winnipeg Jets, Calgary Flames, Montreal Canadiens, Toronto Maple Leafs und Ottawa Senators. Die Jets und Flames stehen an der Spitze ihrer Divisionen in der Western Conference und Toronto steht auf Platz zwei der Atlantic Division. Die Flames (150 Tore) und die Maple Leafs (147 Tore) stellen die zweit- und drittbeste Offensive der Liga und die Canadiens halten die zweite Wild Card der Eastern Conference und gewannen sieben der letzten zehn Spiele. Vor den Avalanche liegen also harte Gegner, gegen die man sich in Bestform präsentieren muss.

"Nach dem letzten Spiel haben wir gesagt, dass wie dieses Spiel wie ein Playoff-Spiel angehen müssen", erklärte Mikko Rantanen. "Wir mussten die Krise beenden. Wir haben noch ein halbes Jahr vor uns und wir sind immer noch auf einem Playoff-Platz, also haben wir es selbst in der Hand."

Video: NYR@COL MacKinnon, Rantanen, Landeskog wieder vereint

Dafür haben die Avalanche jetzt einen wichtigen Schritt gemacht, indem sie die Negativserie beendet haben. Bednar ließ MacKinnon, Rantanen und Gabriel Landeskog gemeinsam auflaufen und die drei Stürmer erzielten vier der sechs Tore gegen die Rangers und sammelten acht Punkte. Sie führen die Avalanche nach Punkten an, Rantanen mit 65 Punkten (19 Tore, 46 Assists), MacKinnon mit 63 Punkten (25 Tore, 38 Assists) und Landeskog mit 47 Punkten (25 Tore, 22 Assists). Im ligaweiten Vergleich belegen Rantanen und MacKinnon Platz zwei und drei, Landeskog Rang 17. Nur drei Spieler trafen diese Saison öfter als MacKinnon und Landeskog.

"Das war wichtig für uns, weil wir in letzter Zeit nicht für unsere harte Arbeit belohnt wurden", zeigte sich Bednar nach dem Erfolg erleichtert. "Meine Botschaft an die Spieler war, dass wir nur ein bis zwei Spiele gewinnen müssen, um alles zu ändern. Heute haben wir die Vergangenheit einfach hinter uns gelassen und uns nur auf die Aufgabe konzentriert, die direkt vor uns lag."

 

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Während der Niederlagenserie liefen die drei großen Stars der Avalanche teilweise nicht gemeinsam auf, weil Bednar etwas ändern wollte und kamen während den sechs erfolglosen Spielen gemeinsam auf zwölf Punkte. In der gesamten Saison sammelten sie 175 Punkte, das sind gemeinsam 4,2 Punkte pro Spiel im Vergleich zu den zwei Punkten während der Schwächephase der Mannschaft. Das Erfolgsrezept scheint also klar, wenn die drei gemeinsam spielen, dann funktionieren sie und sind nicht aufzuhalten.

In dieser Saison hatten die Avalanche fünf Spiele, in denen jeder der drei Elitestürmer traf, diese fünf Spiele wurden allesamt gewonnen. Wenn jeder der drei wenigstens einen Punkt macht, kommt das Team auf eine Statistik von 18-3-5.

Mit solchen Leistungen ihrer besten Angreifer kann Colorado sich wieder aus der Negativserie befreien und zu der Stärke auflaufen, die das Team über weite Strecken der ersten Hälfte der Saison auszeichnete. Dürfen die drei weiterhin zusammen auflaufen und funktionieren sie weiterhin so gut, könnten sie Grubauer eine Chance geben, seinen Erfolg nach dem Gewinn des Stanley Cups in der vergangenen Saison zu wiederholen.

Grubauer war nach seiner guten Leistung zum Scherzen aufgelegt. Als eine Reporterin fragte, was er vom folgenden Auswärtstrip nach Kanada erwarten würde, sagte er trocken: "Ich werde auf jeden Fall eine warme Mütze und Jacke einpacken." Mal sehen, ob sich die Avalanche auch sportlich gesehen warm anziehen müssen.

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