Die New Jersey Devils stecken in der Krise. 1:3 gegen die Carolina Hurricanes, 0:9 bei den New York Islanders und jetzt am Donnerstag 1:4 bei den Pittsburgh Penguins lauteten die ernüchternden Resultate aus den vergangenen drei Spielen. Vor allem die Offensive findet derzeit kein Durchkommen, wie sich am Torverhältnis von 2:16 in den letzten 180 Minuten leicht ablesen lässt. Den einzigen Treffer bei der Niederlage in Pittsburgh markierte Luke Hughes bei einem Powerplay zu Beginn des letzten Drittels. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Devils aber schon mit 0:3 hinten.

Kapitän Nico Hischier hatte am Dienstag nach der bösen Klatsche bei den Islanders eine Reaktion angemahnt. Doch ganz so einfach scheint es nicht zu sein. Zumindest fand die Mannschaft in der PPG Paints Arena kein Mittel, um den Negativlauf zu stoppen.

„Das war natürlich nicht die Antwort, die wir geben wollten“, räumte Devils-Stürmer Timo Meier ein. „Wir hatten eigentlich einen guten Start. Aber dann mussten wir ein Gegentor hinnehmen und ab dem zweiten Drittel haben die Penguins mehr und mehr die Kontrolle übernommen und wir sind wieder zu unseren schlechten Gewohnheiten zurückgekehrt. Wir haben ihnen den Sieg zu leicht gemacht.“

Nach Ansicht von Meier schlägt sich das Team im Moment selbst. „Uns fehlt oft die Konzentration. Vielleicht wollen wir manchmal auch zu viel. Dadurch unterlaufen uns Fehler, die eine gut besetzte Mannschaft wie Pittsburgh gnadenlos ausnutzt. Wir müssen versuchen, unser Spiel wieder einfacher zu gestalten. Außerdem brauchen wir mehr Beständigkeit“, analysierte der Power Forward.

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Worte seien genug gewechselt worden in den vergangenen Tagen, nun müssten Taten folgen, nahm Meier sich und seine Teamkollegen in die Pflicht. Über ein solides Defensivverhalten gelte es, mehr Sicherheit in die eigenen Aktionen auf beiden Seiten des Eises zu bringen und auf diese Weise zurück in die Erfolgsspur zu finden.

New Jersey Trainer Sheldon Keefe zeigte sich nicht völlig unzufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft gegen Pittsburgh. Ein Blick auf die Statistik gibt ihm recht. Das Torschussverhältnis war mit 29:29 ausgeglichen, und bei den Bullys hatten seine Schützlinge mit einer Gewinnquote von 55,9 Prozent die Nase vorne. Doch die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse und Nachlässigkeiten in der Abwehr waren zwei Mankos, die den Devils letztlich das Genick brachen.

„Im ersten Drittel haben wir recht ordentlich gespielt. In den letzten elf Minuten dieses Durchgangs haben wir keinen Schuss auf unser Tor zugelassen und uns selbst einige gute Chancen erspielt. Aber wir konnten sie nicht verwerten und gingen deshalb mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine“, analysierte Keefe. Als Knackpunkt des Spiels bezeichnete er die Situation, die zum 0:2 führte. „Nach Ablauf eines eigenen Powerplay so in einen Konter zu laufen und ein Tor zu kassieren, hat uns komplett die Energie geraubt. Das haben wir nicht verkraftet.“

Verteidiger Simon Nemec bekannte sich schuldig. Er hatte nicht registriert, dass nur noch wenige Sekunden im Powerplay auf der Uhr waren und vernachlässigte die Absicherung nach hinten. So kam der von der Strafbank aufs Eis gesprintete Connor Dewar mutterseelenallein vor Torhüter Jake Allen zum Abschluss. „Da muss ich natürlich aufpassen. Ich hoffe, so etwas passiert mir nicht mehr“, sagte der Blueliner der Devils. Die fehlende Spielpraxis könnte ein Grund für den Lapsus gewesen sein. Für Nemec war es der erste Auftritt nach einer zwölf Begegnungen umfassenden Verletzungspause.

Trotz der drei Niederlagen am Stück haben die Devils immer noch Anschluss an die Plätze für die Stanley Cup Playoffs. Auf den dritten Rang in der Metropolitan Division zu den Philadelphia Flyers fehlen ihnen momentan sechs Punkte und auf die zweite Wildcard in der Eastern Conference, die derzeit die Buffalo Sabres in Händen halten, beträgt der Rückstand vier Zähler. Allerdings haben beide Kontrahenten zwei Spiele weniger ausgetragen als New Jersey und können daher den Abstand vergrößern.

Die Devils haben nun zwei Tage Pause. Am Sonntag setzen sie ihren Roadtrip mit einem Duell gegen die ebenfalls kriselnden Winnipeg Jets fort.

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