Kucherovs frühe Tore
Womit der Coach schon einen der ausschlaggebenden Faktoren genannt hat: Kucherov trug die Lightning mal wieder auf seinem Rücken. Er gab mit seinen frühen Treffern, dem 0:1 (2.) und dem 1:2 (7.) gleich mal den Ton an. Der Russe bereitete auch noch zwei weitere Tore vor. Damit hat er seit neun Spielen immer mindestens einen Scorerpunkt abgeliefert (neun Tore, 14 Vorlagen). Doch bei einem Punkt belässt er es in der Regel nicht. Zum achten Mal in Serie sammelte er mindestens zwei Zähler. Damit ist er erst der dritte aktive Spieler, dem so etwas gelungen ist. Die anderen beiden sind Steven Stamkos (neun Spiele in der Saison 2021/22) und Connor McDavid (acht, 2018/19). Sein 36. Vier-Punkte-Spiel bedeutet in dieser Statistik Platz drei unter den Aktiven – hinter McDavid (45) und Sidney Crosby (43). Zum dritten Mal hat er in aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen vier Punkte oder mehr gesammelt. Das haben in der Geschichte der Liga lediglich Wayne Grtezky (neunmal) und Mario Lemieux (dreimal) geschafft. Und er ist erst der fünfte unter den aktiven Spielern in der NHL, der in 115 Partien oder mehr drei Scorerpunkte verbucht. Auch das ist eine erlesene Liste mit Sidney Crosby (189), Connor McDavid (146), Alex Ovechkin (141) und Evgeni Malkin (119).
„Es überrascht mich nicht, was er da abliefert. Aber ich muss zugeben, dass ich sehr beeindruckt bin“, gestand Kucherovs Sturmpartner Brayden Point, der gegen Philadelphia selbst drei Treffer vorbereitete. „Das passiert ja jede Saison. Vieles davon ist nicht einfach Talent, sondern seine Hingabe und seine Einstellung. Er ist unser bester Spieler und derjenige, der am härtesten arbeitet.“ Seine Fähigkeiten habe er nicht einfach geschenkt bekommen. Er hat hart dafür gearbeitet, um einer der besten Spieler in der Liga zu werden.
Coach begeistert
Gage Goncalves, der ebenfalls mit Kucherov in einer Reihe agiert, ging nach dem Spiel sogar noch einen Schritt weiter: „Er ist der beste Spieler der Welt. Das habe ich immer wieder gesagt.“ Er selbst profitiere sehr davon, mit Point und Kucherov in einer Reihe zu agieren. Gegen die Flyers drückte sich das in zwei Toren im dritten Drittel aus.
Kein Wunder, dass auch der Trainer begeistert ist von seinem Superstar, aber auch von seinem Team, das während der Siegesserie eine Torbilanz von 45:24 vorzuweisen hat. „Es gibt so viele gute Spieler in der Liga. Jedes Team hat welche. Aber Kucherov ist einzigartig. Seine Fähigkeit, das Eis zu sehen, die Situationen zu erfassen, bevor sie passieren. Er weiß, was der Verteidiger macht, bevor der es selbst weiß. Ich bin jetzt zehn Jahre oder so hier dabei. Als Trainer hofft man, dass man das Glück hat, mal so einen Spieler trainieren zu dürfen“, meint er. Goncalves sei nach einem nicht so guten Saisonstart zurückgekommen und habe sich zu einem guten Flügelspieler an der Seite von Kucherov und Point entwickelt.