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Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 beginnen mit der Eröffnungsfeier am 6. Februar. Das Eishockey-Turnier der Männer startet am 11. Februar mit der Vorrunde. Das Finale um die Goldmedaille wird am 22. Februar ausgetragen. Es ist das erste Mal seit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotchi, dass NHL-Spieler teilnehmen werden.

Das Team der Schweiz trifft in der Gruppe A zunächst am 12. Februar auf Frankreich. Es folgt das Duell mit Kanada am 13. Februar. Das letzte Gruppenspiel gegen Tschechien steht am 15. Februar auf dem Programm.

Die Schweiz hat ihren Olympia-Kader am 7. Januar bekanntgegeben. Unser freier Autor Axel Jeroma hat eine mögliche Aufstellung der „Nati“ zusammengestellt.

Stürmer:

Kevin Fiala – Nico Hischier – Timo Meier

Sven Andrighetto – Denis Malgin – Damien Riat

Nino Niederreiter – Calvin Thürkauf – Christoph Bertschy

Philipp Kurashev – Pius Suter – Ken Jäger

Sandro Schmid

Simon Knak

Die Offensive der Schweiz dürfte ihren Kontrahenten bei Olympia gehörig Kopfzerbrechen bereiten. Kevin Fiala (Los Angeles Kings), Nico Hischier und Timo Meier (beide New Jersey Devils) bilden mit großer Wahrscheinlichkeit die Top-Reihe. Fiala und Meier werden auf den Flügeln mächtig Dampf nach vorne machen, während Hischier als einer der besten Zwei-Wege-Center in der NHL auch stark in der Defensive arbeitet. Die zweite Formation vereint drei ehemalige NHL-Spieler. Sven Andrighetto und Denis Malgin (beide ZSC Lions) harmonieren bei ihrem Klub in Zürich prächtig. Malgin ist ein intelligenter Spielmacher und Andrighetto ein glänzender Skater. Darüber hinaus machen beide regelmäßig als Scorer von sich reden. Gleiches gilt für Damien Riat (Lausanne HC), der das Trio als Rechtsaußen komplettiert.

UTA@NJD: Hughes, Hischier zum PPG

Eine dritte Reihe mit Nino Niederreiter (Winnipeg Jets), Calvin Thürkauf (HC Lugano) und Christoph Bertschy (Fribourg-Gottéron) würde sowohl über Stärken im Spiel nach vorne als auch nach hinten verfügen. Diese drei Akteure haben ebenfalls allesamt NHL-Erfahrung. Eine vierte Formation mit Philipp Kurashev (San Jose Sharks), Pius Suter (St. Louis Blues) und Ken Jäger (Lausanne HC) wäre die perfekte Shutdown-Reihe. Ein Tausch zwischen Niederreiter und Kurashev auf Linksaußen würde diesen Effekt sogar noch verstärken. Sandro Schmid (Fribourg-Gottéron) könnte jederzeit als Center in den Bottom-Six einspringen und Simon Knak als Rechtsaußen.

Verteidiger:

Roman Josi – Jonas Siegenthaler

J.J. Moser – Michael Fora

Tim Berni – Dean Kukan

Christian Marti

Andrea Glauser

Bei den drei aktuellen Schweizer NHL-Verteidigern Roman Josi (Nashville Predators), Jonas Siegenthaler (Devils) und J.J. Moser (Tampa Bay Lightning) handelt es sich ausnahmslos um Linksschützen. Das macht es für Nationaltrainer Patrick Fischer nicht ganz leicht, ein Paar nur aus NHL-Spielern zu bilden. Josi ist einer der offensivstärksten Blueliner der Welt und hat deshalb seinen Platz im Top-Defensivpaar sicher. Er braucht ein Pendant, das nicht so einen starken Drang in die gegnerische Zone hat, sondern mehr auf Absicherung der blauen Linie bedacht ist. Wenn Fischer trotz des genannten Handicaps einen der beiden anderen aktuellen NHL-Verteidiger an die Seite von Josi stellen will, dürfte Siegenthaler die bessere Wahl sein.

NSH@SEA: Josi trifft für die Predators bei Überzahl

Die Kombination aus dem jungen NHL-Aufsteiger Moser und dem mit allen Wassern gewaschenen Michael Fora (HC Davos) hätte genauso seinen Charme wie das Duo Tim Berni (Genève-Servette HC) und Dean Kukan (ZSC Lions). Die zwei Letztgenannten haben wie das Gros des Schweizer Kaders ebenfalls eine NHL-Vergangenheit. Mit Linksverteidiger Christian Marti (ZSC Lions) und Rechtsverteidiger Andrea Glauser (Fribourg-Gottéron) gibt es im Fall der Fälle für beide Seiten in der Abwehr eine passende Alternative.

Torhüter:

Akira Schmid

Leonardo Genoni

Reto Berra

Am spannendsten wird bis zuletzt die Frage bleiben, welcher Torhüter den Startplatz bekommt. Das liegt vor allem an Akira Schmid (Vegas Golden Knights). Ihn hatte zu Saisonbeginn niemand auf der Rechnung. Doch durch seine herausragenden Auftritte bei Vegas sprang er verdientermaßen auf den Olympia-Zug auf.

Von den beiden nominierten Goalies aus der National League besitzt derzeit Reto Berra (Fribourg-Gottéron) beim Gegentorschnitt und der Fangquote die besseren Werte als Leonardo Genoni (EV Zug). Dennoch muss das nicht das ausschlaggebende Kriterium zugunsten des einen und zuungunsten des anderen sein. Genoni ist über viele Jahre hinweg bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen die Nummer 1 im Tor der Schweiz gewesen. Möglicherweise bekommen alle drei von Nationalcoach Fischer eine Einsatzchance in der Vorrunde.

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