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NHL.com/de präsentiert in der Rubrik Rookie Watch aktuelle Themen rund um die diesjährigen Rookies. In dieser Ausgabe: Drei wichtige Themen für die Zielgerade.

Die NHL-Saison 2021/22 hat die Halbzeit überschritten, das Honda NHL All-Star Game 2022 ist gespielt und langsam aber sicher nähert sich die Liga der heißen Phase. Während die Mannschaften um den Einzug in die Stanley Cup Playoffs und eine möglichst gute Platzierung kämpfen, ergeben sich Chancen für Rookies sich zu beweisen und für mehr Eiszeit und Verantwortung zu empfehlen.
Seider kämpft weiter um die Calder Trophy
Auch nach 47 Spielen ist der deutsche Verteidiger Moritz Seider auf Kurs zur Wahl zum besten Rookie der Saison. Er erzielte für die Detroit Red Wings 29 Punkte (4 Tore, 25 Assists), ist damit der punktbeste Rookie-Verteidiger und liegt unter allen Abwehrspielern der Liga nur einen Assist außerhalb der zehn besten Vorbereiter. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht und einige Anwärter auf die Calder Trophy geben sich alle Mühe vom Außenseiter zum Mitfavoriten zu werden.
In der frühen Phase der Saison schien das Calder-Rennen eine teaminterne Angelegenheit zwischen Seider und seinem Kollegen Lucas Raymond zu sein, der mit 35 Punkten (11 Tore 24 Assists) nach wie vor alle Rookies anführt. Schnell mischte sich Trevor Zegras von den Anaheim Ducks mit spektakulären Szenen ein und schob sich mit 32 Punkten (12 Tore, 20 Assists) auf Rang zwei der Scorerliste. Das Trio setzte sich lange von der Konkurrenz ab, doch mittlerweile geben mindestens drei weitere Stürmer immer mehr Anlass, sie in der Diskussion um die Auszeichnung in Betracht zu ziehen.
Anton Lundell von den Florida Panthers wurde zum Rookie des Monats Januar gewählt. Der Center erzielte in diesem Monat 17 Punkte (3 Tore, 14 Assists) in 14 Spielen und zog mit insgesamt 32 Zählern (10 Tore, 22 Assists) mit Zegras gleich. Tanner Jeannot (Nashville Predators) ist mit 14 Treffern der beste Torjäger des Jahrgangs. Michael Bunting (Toronto Maple Leafs) liegt mit 29 Punkten (13 Tore, 16 Assists) gemeinsam mit Seider auf dem vierten Platz und ist der zweitbeste Torschütze. Mit noch über 30 Spielen bis zum Ende der regulären Saison, kann sich jeder dieser Spieler an die Spitze setzen, ein konstantes Niveau wird entscheidend sein.

Video Vignette: Seider im Höhenflug für Red Wings

Rookie-Torhüter stehen im Rampenlicht
Ganze 29 Rookie-Torhüter kamen in dieser Saison bereits zum Einsatz, nur sechs Mannschaften kamen bisher ohne einen Neuling aus. Diese jungen Torhüter übernehmen dabei teilweise zentrale Rollen. Alex Nedeljkovic verdrängte bei den Red Wings Thomas Greiss als Nummer eins im Tor und führt die Rookies mit einer Bilanz von 13-13-5 nach Siegen an. Bei den Minnesota Wild musste Kaapo Kahkonen aufgrund einer Verletzung von Cam Talbot einspringen und machte mit einer Bilanz von 10-2-2, 92,2 Prozent Fangquote und 2,53 Gegentoren pro Spiel eine starke Figur. Weitere Kandidaten wie Spencer Knight (Florida Panthers), Jeremy Swayman (Boston Bruins) und Karel Vejmelka (Arizona Coyotes) spielen in ihren Teams ebenfalls tragende Rollen.
Für den Rest der Saison ist der Spielplan besonders eng gesteckt, was den Rookies mehr Einsätze einbringen dürfte, um die erfahrenen Torhüter nicht durch zu viele Spiele in kurzer Zeit zu überlasten. Das könnte auch dem Schweizer Akira Schmid zugutekommen. Er kam diese Saison zu seinen ersten sechs Spielen für die New Jersey Devils, wartet aber noch auf seinen ersten Sieg, während er in der AHL fast durchweg starke Leistungen zeigte.
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Positive Entwicklung für Rookies aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Zu Beginn der Saison war Seider der einzige Rookie aus dem deutschsprachigen Raum, der den Sprung in den Kader seiner NHL-Mannschaft schaffte. Seitdem kamen zwei weitere deutsche Spieler, zwei Schweizer und ein Österreicher zum Zug, nachdem sie mit Glanzleistungen in der American Hockey League auf sich aufmerksam gemacht hatten. Allen voran darf sich der Bieler Verteidiger J.J. Moser bei den Coyotes auf mehr Spiele freuen. Er steht seit Anfang Januar in der Stammbesetzung des Teams und erzielte in 18 Partien drei Tore und zwei Assists.
In Minnesota bestritt Marco Rossi seine ersten beiden Spiele, blieb trotz einer ordentlichen Leistung aber ohne Punkte. Der gebürtige Nürnberger Lukas Reichel trat für die Chicago Blackhawks ebenfalls zwei Mal an, genau wie sein Landsmann JJ Peterka bei den Buffalo Sabres. Beide warten wie Rossi noch auf ihren ersten Punkt, doch sie alle könnten noch weitere Chancen darauf kriegen, wenn sie ihr hohes Niveau in der AHL halten. Am Ende einer langen Saison, wenn die Spieler bereits viele Begegnungen in den Knochen haben und viele Spiele in kurzer Zeit bestreiten müssen, häufen sich meist die Verletzungen, wodurch die Rookies ihre Chance bekommen. Womöglich klappt es dann mit den ersten NHL-Punkten für die drei Stürmer aus Österreich und Deutschland.