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Deutschsprachige Spieler im Fokus

NHL.com/de wirft einen Blick auf die wichtigsten Aspekte für die Deutschen, Schweizer und Österreicher in der NHL

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Saison 2019/20 wird für einige Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz große und wichtige Momente bereithalten. Von der Jagd um den Titel als bester Torjäger der NHL, über neue Rollen in der Mannschaft, dem Kampf um die Playoffs bis hin zur Hoffnung auf erste Einsätze in der NHL werden viele Spieler denkwürdige Momente und entscheidende Momente in ihrer Karriere erleben.

Draisaitl jagt Ovechkin

Leon Draisaitl ist längst als torgefährlicher Stürmer bekannt, vergangene Saison übertraf er jedoch sämtliche Erwartungen, indem er 105 Punkte und 50 Tore erzielte. Er war der einzige Spieler außer Alex Ovechkin, der die Marke von 50 Toren knackte. Er lieferte dem legendären Russen bis zum letzten Spieltag ein spannendes Rennen um die Rocket Richard Trophy für den besten Torschützen, das mit nur einem Tor Unterschied an Ovechkin ging. Nun gilt es zu beweisen, dass er diese Leistungen konstant bringen kann.

Video: EDM@CBJ: Draisaitl erzielt sein 40. Saisontor

Grubauer bereit für noch größere Rolle

Philipp Grubauer ist einer von nur vier deutschen Spielern und der einzige Torwart, der bisher den Stanley Cup gewinnen konnte. Er war als zweiter Torwart im Kader der Washington Capitals, als sie 2018 den Stanley Cup gewannen. Danach wurde er an die Colorado Avalanche abgegeben, mit denen er die Stanley Cup Playoffs wieder erreichte und in der zweiten Runde in sieben Spielen knapp gegen die San Jose Sharks ausschied. Nach dem Abgang von seinem Torwart-Kollegen Semyon Varlamov dürfte er eine noch größere Rolle tragen und einer der ausschlaggebenden Spieler sein.

Meier schielt auf Platz eins bei den Sharks

Timo Meier spielte 2018/19 seine bisher beste NHL-Saison. Er führte alle Schweizer Spieler nach Punkten (66), Toren (30), Strafminuten (55) und Powerplay-Toren (6) an und war der drittbeste Torschütze sowie viertbeste Scorer der San Jose Sharks. Der St. Galler bestätigte seine Leistung in den Playoffs mit fünf Toren und zehn Assists in 20 Spielen. Seine spektakuläre Spielweise wurde bei den San Jose Sharks so bekannt und beliebt, dass sich bei Spielen der Sharks der Begriff Timo Time durchsetzte. Mit 22 Jahren stehen ihm seine besten Jahre noch bevor, eine weitere Steigerung und Platz eins in der teaminternen Scorerwertung wären nicht verwunderlich.

Video: SJS@MIN: Hertl bezwingt Dubnyk nach Meiers Zuspiel

Kahun kann auf gute erste Saison aufbauen

Dominik Kahun wurde vergangene Saison zu einem der relativ wenigen Spielern, die sich in der NHL durchsetzten, ohne jemals gedraftet worden zu sein. Mit 37 Punkten (13 Tore, 24 Assists) zeigte er eine gute erste Saison. Im Sommer wurde er von den Chicago Blackhawks an die Pittsburgh Penguins abgegeben. Dort wird er voraussichtlich eine Chance in einer der ersten beiden Reihen bekommen und entweder mit Sidney Crosby oder Evgeni Malkin zusammenspielen. Mit so hochkarätigen Partnern und einem Jahr Erfahrung mit der nordamerikanischen Spielweise und der kleineren Eisfläche dürfte er seine Ausbeute aus der abgelaufenen Saison überbieten können.

 

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Seider will sich durchsetzen

Die Detroit Red Wings sorgten im NHL Draft 2019 mit ihrer Wahl der ersten Runde für eine große Überraschung. Sie wählten an sechster Stelle Verteidiger Moritz Seider, der von den meisten Scouts zwar in der ersten Runde platziert wurde, jedoch nicht unter den besten zehn Spielern. Seider wurde von den Red Wings vor Beginn der regulären Saison zunächst zu den Grand Rapids Griffins in die American Hockey League geschickt, wo er Spielpraxis sammeln soll. Dennoch hagelte es nach seinen Einsätzen in der Preseason Lob von seinen Mitspielern, Trainern und dem Management. Seider wird die Saison in Grand Rapids beginnen, doch im weiteren Verlauf dürfte er die Chance bekommen, sich erstmals in der NHL zu beweisen.

Greiss will Erfolg wiederholen

Die New York Islanders überraschten vergangene Saison mit dem zweiten Platz in der Metropolitan Division und der besten Abwehr der Liga (191 Gegentore). Dafür war Torwart Thomas Greiss mitverantwortlich. Der Füssener fuhr in 43 Spielen 23 Siege ein und stellte persönliche Rekorde in den Bereichen Gegentorschnitt (2,28), Fangquote (92,7 Prozent) und Shutouts (5) auf. Kommende Saison wird er sich mit Neuzugang Varlamov einen harten Kampf um den Platz zwischen den Pfosten liefern und hat beste Chancen erneut Teil einer der besten Defensiven der NHL zu sein.

Niederreiter vor vielversprechender Saison

Nino Niederreiter gehörte über Jahre hinweg zu den absoluten Leistungsträgern der Minnesota Wild, wurde in einer schwachen Saison im Januar jedoch ausgemustert und an die Carolina Hurricanes abgegeben. Die Hurricanes erlebten bis zum Saisonende einen absolut unerwarteten Aufstieg, der sie bis in das Conference Finale brachte. Daran hatte auch Niederreiter mit 30 Punkten (14 Tore, 16 Assists) in 36 Spielen gehörigen Anteil. Mit den 23 Punkten (9 Tore, 14 Assists), die er zuvor für Minnesota erzielt hatte, erreichte er am Ende die zweitbeste Punktzahl seiner Karriere. Als Teil einer starken Offensive mit Spielern wie Sebastian Aho, Teuvo Teravainen, Erik Haula und Ryan Dzingel hofft er nun darauf aufzubauen und erneut die Playoffs zu erreichen.

Video: Das Beste aus 2018/19: Nino Niederreiter

Grabner wirft ein Auge auf die Playoffs

Die Arizona Coyotes kämpften sich im Laufe der vergangenen Saison von ihrem gewohnten Platz in den unteren Tabellenregionen zum punktbesten Team außerhalb der Playoff-Ränge in der Western Conference. Dabei mussten sie immer wieder verletzungsbedingt auf Schlüsselspieler verzichten. Darunter war auch der österreichische Stürmer Michael Grabner, der früh in der Saison mit einer schweren Augenverletzung ausfiel. Ein gesunder Grabner könnte den Coyotes den nötigen Schwung verschaffen, um die lediglich vier fehlenden Punkte zu einem Playoff-Platz in der kommenden Saison gutzumachen.

Fiala hofft auf eine steigende Tendenz

Kevin Fiala ist fest entschlossen, sich bei den Minnesota Wild zu beweisen. Er kam vergangene Saison kurz vor der Trade Deadline von den Nashville Predators. Insgesamt kam er in 2018/19 auf 39 Punkte (13 Tore, 26 Assists) und verpasste seine Bestwerte von 48 Punkten und 23 Toren aus der vorherigen Saison. Mit den neuen Kollegen Mats Zuccarello und Ryan Hartman sollen sich diese Zahlen wieder verbessern.

 

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Sturm hat Blut geleckt

Neben Seider kann ein weiterer deutscher Spieler auf NHL-Einsätze hoffen. Nico Sturm hat unter deutschen Fans bisher nicht den Bekanntheitsgrad eines Moritz Seider, heimst in der NHL aber ähnlich viel Lob ein. Die Minnesota Wild holten ihn kurz vor Ende der vergangenen Saison, was er nutzte, um sich in zwei Spielen einen neuen Vertrag zu verdienen. Wie Seider wurde auch Sturm vergangene Woche zunächst in AHL abgeordnet, sollte aber eine gute Chance auf einen Platz im Kader haben, wenn andere Spieler ausfallen, oder nicht die erwartete Leistung bringen.

Wie sieht die Zukunft für Vanek aus?

Findet die große Karriere des Thomas Vanek eine Fortsetzung oder nicht? Noch hofft der 35-jährige vertragslose Österreicher auf eine Verpflichtung durch eine NHL-Mannschaft. Zwischenzeitliche Spekulationen er könnte seine Karriere in Österreich ausklingen lassen sind vom Tisch, denn entweder NHL-Vertrag oder die Schlittschuhe an den Nagel hängen, war mittlerweile von ihm zu vernehmen. In der abgelaufenen Saison hatte Vanek in 64 Spielen 16 Tore markiert und 20 vorbereitet. Keine schlechten Werte für den Routinier, der in seiner Laufbahn in 1.029 Spielen 373 Tore und 416 Assists zu 789 Punkten vorweisen kann.

Neue Chance für Rieder

Ausgerechnet im letzten Preseason-Spiel der Calgary Flames gegen sein Ex-Team Edmonton Oilers platzte der Knoten und Tobias Rieder erzielte gleich zwei Tore. Der Lohn war ein Vertrag über ein Jahr bei den Flames für den 26-jährigen Landshuter, der in der abgelaufenen Saison in 67 Einsätzen kein einziges Mal treffen konnte und sogar Hohn und Spott des Team-Präsidenten der Oilers abbekam. Jetzt heißt es neu anzugreifen und in Calgary zu überzeugen, denn die Flames haben sich die Option offen gehalten, ihn über einen Zwei-Wege-Vertrag auch ins Farmteam zu schicken.

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