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Pittsburgh die Nemesis der Capitals

Nur ein Erfolg in zehn Serien gegen die Penguins ist für Washington zu wenig. In Spiel 3 suchen die Caps den psychologischen Vorteil

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Washington Capitals fühlen sich nach dem 4:1-Erfolg in Spiel 2 der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference endlich in Runde zwei angekommen. Der 1:1-Ausgleich nach gewonnenem Aufeinandertreffen lässt die Caps vor dem ersten Auswärtsspiel bei den Pittsburgh Penguins am Dienstag (7:30 p.m ET; NBCSN, SN, TVAS2) auf die erste Führung hoffen.

Die Penguins sind für die Capitals der absolute Angstgegner in den Playoffs. Von den zehn Serien (2017, 2016, 2009, 2001, 2000, 1996, 1995, 1994, 1992, 1991) konnten die Hauptstädter nur eine einzige erfolgreich abschließen und in den Playoffs weiter vom Cup träumen. 

 

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Neunmal hingegen gingen die Franchise aus der Stahlstadt als Sieger vom Eis und stemmte anschließend fünfmal den Pokal in die Höhe. Immer wenn die Pens gegen die Caps im Conference Halbfinale gewannen wurden sie anschließend Champion (2017, 2016, 2009, 1991). Statistisch gesehen spricht nur wenig für das Team um Superstar Alex Ovechkin, der selbst dreimal gegen das Team aus Pittsburgh ausschied.

Von 63 Partien zwischen Washington und den Penguins in den Stanley Cup Playoffs zog das Team aus der US-Hauptstadt 39-mal den Kürzeren und fuhr lediglich 24 Erfolge ein. Auch das Torverhältnis von 176 zu 202 spricht eine deutliche Sprache für das Team um den Nummer eins Draftpick von 2005, Sidney Crosby.

Für die Capitals gilt es den Penguins-Playofffluch zu brechen und nach 24 Jahren endlich wieder eine Serie Pens zu gewinnen. Nur so könnten es die Caps schaffen ihren Spitznahmen "Second round exit" loszuwerden. 

Video: PIT@WSH,Sp2: Ovechkin aus dem Handgelenk gegen Murray

Einen Schritt in diese Richtung hat Washington bereits gemacht. Mit dem klaren 4:1-Erfolg wurden die ersten Zweifel bei den Pens gesät. Nun gilt es diesen in Spiel 3 weiteren Nährboden zu geben um weiter zu wachsen. Einen Auswärtserfolg benötigen die Hauptstädter nach der Niederlage in Spiel 1 definitiv, um den erneuten Untergang gegen Pittsburgh zu verhindern. 

Auch Braden Holtby wusste nach Spiel 2 die Wichtigkeit einzuschätzen: "Das erste Aufeinandertreffen verlief nicht nach unseren Vorstellungen. Deshalb brauchten wir die zweite Partie, besonders gegen Pittsburgh um uns für den Rest der Serie eine Chance zu geben. Wir müssen uns auf Spiel 3 fokussieren und dann werden wir Erfolg haben." 

Neben einem guten Auftritt der Capitals weckten auch Entscheidungen der Offiziellen erste Bedenken bei Pittsburgh. Crosby wollte die Schuld jedoch nicht nur bei den Schiedsrichtern suchen: "Es sind Playoffs. Es läuft nicht immer so wie wir uns das vorstellen. Wir hatten keinen guten Start. Das hat uns am Ende des Tages weh getan. Wir haben, besonders im zweiten und dritten Drittel, einiges gut gemacht. Wir können alles andere nicht kontrollieren. Wir müssen nur da rausgehen und weiterspielen. Ich denke, dass wir das ziemlich gut gemacht habe."

 

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Besonders drei Situationen erzürnten die Penguins. Zuerst wurde Brian Dumoulin, ein Top-vier-Verteidiger der Pens von Capitals Stürmer Tom Wilson böse gegen den Kopf gecheckt. Die Aktion wurde von den Schiedsrichtern jedoch nicht gesehen und somit auch nicht bestraft. Kris Letang fand hierfür deutliche Worte: "Wir wissen alle wer er ist und was er auf dem Eis macht. Ich kann dazu wirklich nichts sagen." Er erwartet ein klares Signal der Liga gegen Wilson.

In der zweiten Situation versuchte Crosby einen Bauerntrick, der von Holtby gehalten wurde. Vermeintlich drückte Patric Hornqvist die Scheibe anschließend über die Linie, doch die TV-Bilder ließen keine eindeutige Entscheidung zu und so blieb die auf dem Eis getroffene bestehenen - Kein Tor.

Video: PIT@WSH, Sp2: Holtby fährt Schoner gegen Guentzel aus

Bereits im ersten Abschnitt verloren die Pens ihre Challenge, als sie Jakub Varnas Tor auf Torhüterbehinderung überprüfen ließen. Die Entscheidung fiel auch hier gegen Pittsburgh, in der Summe besonders Pens-Coach Mike Sullivan erzürnte: "Für mich war es zu 100% ein Tor. […] Es ist hart. Er ist einer unserer besten Verteidiger. Wenn du so jemanden früh verlierst, musst du Wege finden ihn zu ersetzen. Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Das ist natürlich eine große Herausforderung für die restlichen Verteidiger."

Für beide Teams gilt es jetzt sich auf das nächste Spiel, das erste in Pittsburgh, zu fokussieren und dort mit einem Erfolg den psychologischen Vorteil in der Serie zu holen. Sowohl Hornqvist, als auch Ovechkin waren sich in den Gesprächen mit Journalisten nach Spiel 2 einig, dass es eine lange und sehr enge Serie werden würde. 

 

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Während die Caps ihre Leistung, so wie in Spiel 2 gebracht, einfach erneut abrufen müssen, besteht für Pittsburgh Verbesserungsbedarf. Kris Legtang verlangte: "Wir müssen verstehen, dass eine Partie 60 Minuten dauert." 

Sein Coach Sullivan will sein Team besonders in der Anfangsphase konzentrierter sehen: "Wir müssen schwerer zu spielen und dürfen ihnen nicht so viele Chancen geben. Wir hatten auch viele Möglichkeiten, aber irgendwann müssen wir daraus Kapital schlagen. Daran werden wir arbeiten und besser werden." 

Ob die Caps ihre Nemesis zum zweiten Mal im elften Versuch aus den Playoffs werfen können wird sich in Spiel 3 nicht entscheiden, dennoch geht es um einen großen Vorteil, den sich beide Teams gerne sichern wollen.

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