Roman Josi of Switzerland salutes the fans during the 2026 IIHF Ice Hockey World Championship Switzerland game between Switzerland and Hungary at Swiss Life Arena on May 23, 2026 in Zurich, Zurich. (Photo by Andrea Branca/Just Pictures/Sipa USA)(Sipa via AP Images)

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz stehen die am Donnerstag beginnenden Viertelfinals in den Startlöchern. NHL.com/de schaut auf die acht Teams und vier Begegnungen.

Finnland vs. Tschechien (16:20 Uhr, Zürich)

Finnland schloss die Vorrunde in der Gruppe A als Zweiter ab und verlor nur ein einziges Spiel (2:4 gegen die Schweiz). Suomi kommt über eine sattelfeste Defensive, die im gesamten Turnier erst elf Gegentreffer in sieben Partien hinnehmen musste (1,58 Gegentore/Spiel, 2.). Hinzu kommen starke Special Teams mit 34,8 Prozent Erfolgsquote im Powerplay (T-2.) sowie 88,9 Prozent im Penalty Killing (T-2.). Top-Scorer der Finnen ist Aleksander Barkov (2-6-8), der Kapitän der Florida Panthers. Das Toreschießen verteilt Finnland auf mehrere Schultern und hat bereits 15 unterschiedliche Torschützen. Eine Liste, die Jesse Puljujarvi (4-4-8) anführt.

Tschechien wurde mit gerade einmal vier Siegen Dritter der Gruppe B und gab angesichts von Niederlagen gegen Slowenien (2:3 n.V.) und Norwegen (1:4) durchaus Rätsel auf. So gelangen nur 19 Tore in sieben Spielen (10.). Beängstigend schwach waren die Special Teams mit 12,5 Prozent in Über- sowie nur 58,3 Prozent in Unterzahl. Die Tschechen gehen als klarer Außenseiter in dieses Viertelfinal-Duell.

Finland Austria

Kanada vs. USA (16:20 Uhr, Fribourg)

Kanada gewann alle sieben Spiele in der Gruppenphase, schloss als Spitzenreiter der Gruppe B ab und untermauerte mit der zweitbesten WM-Offensive sowie 33 Toren seinen Favoriten-Status. Gleichzeitig ließen die Ahornblätter auch nur 13 Gegentreffer (3.) zu und waren stabil im PK (88,9 Prozent, T-2.). Eine Attraktion ist Kapitän Macklin Celebrini von den San Jose Sharks, der die interne Scorerwertung der Kanadier mit elf Punkten (5-6-11) anführt. Routinier Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins erwies sich mit neun Assists (0-9-9) als perfekte Ergänzung zum 19-jährigen Shootingstar und überließ Celebrini sogar das „C“ auf dem Trikot.

Im Duell gegen die USA kommt es zur Neuauflage des Finales bei den Olympischen Spielen 2026 im Februar, das die Vereinigten Staaten damals mit 2:1 n.V. gewonnen hatten. Gelingt Kanada nun die Revanche?

Die Amerikaner gaben bislang die meisten Torschüsse ab (263) und stellten das beste Powerplay (35 Prozent) bei dieser Weltmeisterschaft, zeigte sich in der Vorrunde hier und da aber auch wackelig in der Defensive (21 Gegentore) und qualifizierten sich nur als Vierter der Gruppe A für dieses Viertelfinale. Einen spürbaren Push gab Matthes Tkachuk (4-3-7), der Power Forward der Florida Panthers stieß erst später zum Team und gab Aufschwung.

Tkachuk 05 19 26

Schweiz vs. Schweden (20:20 Uhr, Zürich)

Die Schweiz ist bei ihrer Heim-WM das Maß aller Dinge! Beste Offensive (39 Tore). Beste Schusseffizienz (16,5 Prozent). Bester Scorer (Sven Andrighetto, 4-9-13). Bester Plus-Minus-Spieler (Roman Josi, +13), Bester Torwart (Leonardo Genoni, 0,5 Gegentore/Spiel, 97 Prozent Fangquote, zwei Shutouts). Beste Defensive (sieben Gegentore). Bestes Penalty Killing (92,9 Prozent). Zweitbestes Powerplay (34,8 Prozent). Eine Schwachstelle sucht man bei der Nati bislang vergeblich. Zumal auch das Sturmduo Timo Meier (3-8-11, +10) und Nico Hischier (5-4-9, +10), die auch gemeinsam bei den New Jersey Devils in der NHL spielen, vorne für Furore sorgen. Hinzu kommt eine unglaubliche Tiefe mit 15 verschiedenen Torschützen und 20 verschiedenen Scorern. Zusammen mit ihren lautstarken Fans bilden die Schweizer eine Einheit, die nur schwer aufzuhalten sein dürfte.

Auch nicht von Schweden? Die Tre Kronor wurden überraschend nur Vierter in der Gruppe B und haben noch viel Steigerungspotenzial. Bislang war Verlass auf Stürmer Lucas Raymond (5-6-11) von den Detroit Red Wings sowie auf ein gut-geöltes Powerplay (33,3 Prozent). Allerdings müssen die Schweden disziplinierter auftreten (60 Strafminuten, 3.).

Roman Josi of Switzerland L) and Nico Hischier of Switzerland R) celebrate a goal during the 2026 IIHF

Norwegen vs. Lettland (20:20 Uhr, Fribourg)

Norwegen gegen Lettland ist eine Viertelfinal-Paarung, die wohl kaum jemand auf dem Zettel hatte. Beide Mannschaften gehen mit brandheißen Torhütern aus der DEL an den Start. Bei den Norwegern, die Zweiter in der Gruppe B wurden, ist das Henrik Haukeland (Straubing Tigers, 1,2 Gegentore/Spiel, 94,7 Prozent Fangquote, zwei Shutouts). Bei den Letten, Dritter der Gruppe A, durfte sich Kristers Gudlevskis (Fischtown Pinguins, 1,51 Gegentore/Spiel, 94,5 Prozent Fangquote, zwei Shutouts) mehrfach auszeichnen.

Wer oder was könnte also den Unterschied ausmachen? Norwegen ist bislang unglaublich effektiv (14,9 Prozent Schusseffizienz), hat eine gutes Unterzahlspiel (88,5 Prozent), kassiert aber auch viele Strafen (70 Minuten, 2.). Die beiden Stürmer Tinus Luc Koblar (5-3-8) und Noah Steen (5-0-5) markierten jeweils schon fünf Treffer. Lettland vertraut auf ein tödliches Powerplay (34,8 Prozent) und seine Top-Reihe um WM-Top-Torjäger Rudolfs Balcers (7-3-10), Deniss Smirnovs (3-6-9) und Sandis Vilmanis (4-7-11).

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