Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Minnesota Wild und den Colorado Avalanche

Nach ihrer ersten Niederlage in den Stanley Cup Playoffs 2026 fanden die Colorado Avalanche eine starke Antwort. In Spiel 4 ihrer Serie der zweiten Runde in der Western Conference gewannen sie am Montag gegen die Minnesota Wild auswärts in der Grand Casino Arena mit 5:2.

Die Avalanche dominierten das Spielgeschehen über weite Strecken mit deutlich mehr Körpereinsatz und mehr Tiefe im Vergleich zum 1:5 in Spiel 3. Die Begegnung war trotzdem deutlich enger, als das Ergebnis vermuten lässt. In der 51. Minute stand es noch 2:2 und zwei der fünf Tore der Avalanche waren Empty-Netter in der letzten Spielminute. Colorado führt in der Serie nun mit 3:1 und ist nur noch einen Sieg vom Western Conference Finale entfernt.

Minnesota fehlt Härte

Ein großer Vorteil der Wild war ihre Härte, mit der sie Colorado in Spiel 3 vor allem im Forecheck zu schaffen gemacht hatten. Am Samstag dominierte Minnesota die Partie mit 39:25 Checks, setzten die Avalanche in deren Drittel unter Druck und erzwangen so Fehler und Puckverluste.

„Wenn man schaut, wie wir im letzten Spiel gespielt haben, war die erste Hälfte heute nicht annähernd auf dem gleichen Niveau“, gab Minnesotas Stürmer Nico Sturm zu. „Im Spiel davor hatten wir so viel Zeit in der Offensive, weil wir den Puck hinter die Abwehr gebracht haben. Heute haben wir das halbe Spiel gebraucht, um das zu tun.“

Am Montag lautete die Check-Statistik 32:29 zugunsten der Avalanche. Das verlangsamte die Offensive des Gegners, gab den eigenen Spielern mehr Zeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen und erleichterte den Spielaufbau. Das Resultat waren deutlich bessere Leistungen bei fünf gegen fünf.

„Man muss ihnen lassen, sie haben uns heute frustriert“, gestand Minnesotas Center Michael McCarron. „Wir haben versucht, unsere Spielzüge durchzuziehen und waren zu verspielt. Damit haben wir ihre Offensive gefüttert. Das hätten wir aus Spiel 1 lernen müssen.“

COL@MIN, Sp4: Kadri staubt im Powerplay im Nachfassen ab

Colorados Tiefe entscheidet enges Spiel

Es waren nicht die großen Namen, die die Avalanche zu ihrem jüngsten Sieg führten. Zunächst tauschten die beiden Teams Powerplaytore aus. Danila Yurov brachte die Wild in Überzahl in Führung (10.), Nazem Kadri fand im zweiten Drittel ebenfalls mit einem Mann mehr die Antwort (27.).

„Da muss man schlau spielen“, erklärte Colorados Torwart Mackenzie Blackwood. „Wir sind bei unserer Spielweise geblieben, sind keine dummen Risiken eingegangen und diszipliniert geblieben. Ich finde, da haben wir gute Arbeit geleistet.“

Im dritten Drittel drehte Ross Colton das Spiel (47.), Sturm glich aber schnell wieder aus (50.). Es war das erste Tor des Augsburgers in den diesjährigen Playoffs. Doch nur wenige Minuten später sorgte Parker Kelly für das 3:2 für Colorado. Nathan MacKinnon und Brock Nelson legten in der letzten Spielminute noch zwei Empty-Netter nach.

COL@MIN, Sp4: Hughes bedient Sturm zum Ausgleich

Beide Mannschaften hatten eine Chance auf den Sieg, obwohl die Avalanche die deutlich besseren Statistiken vorweisen konnten. Das Torschussverhältnis lautete am Ende 34:21 für Colorado. Beide Torhüter schlugen sich aber erstklassig. Blackwood hielt in seinem ersten Start der Playoffs 19 von 21 Schüssen, Jesper Wallstedt stoppte für die Wild 29 von 32 Schüssen.

„Er war super“, lobte Avalanche-Trainer Jared Bednar seinen Torwart Blackwood. „Er ist ins Tor gegangen und hat genau das getan, was ich gehofft hatte. Er hatte letzte Woche einige starke Trainings. Er hatte Zeit sich vorzubereiten. Er weiß, was in der Serie passiert und hat seine Hausaufgaben gemacht. Er ist ins Tor gegangen und hat für uns ein super Spiel geliefert.“

Außerdem gelang es den Avalanche, die großen Stars der Wild zu entschärfen. Die Spitzenstürmer Kirill Kaprizov und Matt Boldy kamen nur zu jeweils einem Torschuss. Hughes ist mit 14 Punkten (vier Tore, zehn Assists) der zweitbeste Scorer der Playoffs, Kaprizov liegt mit 13 Punkten (drei Tore, zehn Assists) auf Platz drei und Boldy steht mit elf Punkten (sieben Tore, vier Assists) auf Rang sieben und ist der beste Torjäger. Am Montag gelang aber lediglich Hughes eine Vorlage, Boldy und Kaprizov blieben ohne Punkt.

Drei Matchbälle für Avalanche

Nun ist Colorado in einer äußerst komfortablen Position, während Minnesotas Chancen dezimiert wurden. Mit einer 3:1-Führung in der Serie müssen die Avalanche nur eins der nächsten drei Spiele gewinnen. Außerdem haben sie in Spiel 5 und 7 Heimvorteil. Mannschaften, die nach vier Spielen in einer Serie mit 3:1 führen, haben in der Playoff-Geschichte 328 Mal die Serie gewonnen und nur 32 Mal verloren, eine Siegquote von 91,1 Prozent.

Die Avalanche haben bereits am Mittwoch (8 p.m. ET; Do. 2 Uhr MESZ) die Chance, die Serie zu entscheiden und das Ticket für das Conference Finale zu lösen, wenn sie die Wild zu Spiel 5 in Denver empfangen.

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