Das Mobiltelefon wird für General Manager Joe Sakic in den nächsten Tagen ohne Frage zum wichtigsten Gebrauchsgegenstand. Die Liste der UFAs im Lager des amtieren Stanley Cup Siegers ist lang. Sie umfasst unter anderem die Namen Darcy Kuemper, Andre Burakovsky, Nazem Kadri, Valeri Nichushkin, Josh Manson, Nico Sturm, Ryan Murray, Jack Johnson und Darren Helm. Insgesamt 14 Akteure aus dieser Kategorie sind Stand heute zur neuen Saison noch ohne Vertrag. Von deren Verbleib oder Abgang hängt entscheidend ab, in welchen Bereichen sich Lücken bei Colorado auftun, die durch Neuzugänge während der Free Agency geschlossen werden müssen.
Dallas Stars
Die Stars gehören zu einer Reihe von Teams in der Liga, die sich mit Torhüterfragen beschäftigen müssen. Stammkeeper Jake Oettinger wartet als Restricted Free Agent (RFA) auf eine passende Offerte und der Vertrag von dessen Stellvertreter Braden Holtby (UFA) läuft ebenfalls aus. Geht Holtby, benötigen die Stars auf jeden Fall einen Ersatzmann. Gleiches gilt für Defensivspieler John Klingberg, dessen Kontrakt nach sieben Jahren endet. Wenig Hoffnung auf einen Verbleib darf sich Rechtsaußen Alexander Radulov nach seiner enttäuschenden Saison machen. Ob Linksaußen Michael Raffl noch einmal für Dallas aufläuft, ist ebenso fraglich. Die Notwendigkeit, den ein oder anderen Stürmer für die hinteren Reihen einzukaufen, dürfte deshalb für die Stars bestehen.
Minnesota Wild
Eine dicke Kuh im übertragenen Sinne schaffte General Manager Bill Guerin rechtzeitig vor Beginn der Free Agency vom Eis. Der Klub verständigte sich mit Torhüter Marc-Andre Fleury auf einen neuen Zweijahresvertrag. Der potentielle UFA stand bei etlichen Konkurrenten auf dem Wunschzettel. Nun bildet er weiterhin mit Cam Talbot das Goalie-Tandem in St. Paul. Passenden Ersatz finden muss Guerin dagegen für den zu den Los Angeles Kings transferierten Kevin Fiala. Der St. Galler hatte 2021/22 mit 85 Punkten (33 Tore, 52 Assists) in 82 Spielen seine Outbreak-Saison. Diese Ausbeute ist vom Rest der an sich gut bestückten Offensive nicht so mir nichts, dir nichts zu kompensieren. Sollte es auch mit Verteidiger Jordie Benn zu keiner Einigung auf einen Anschlussvertrag kommen, müssten sich die Wild zusätzlich nach einem erfahrenen Blueliner umsehen.
Nashville Predators
Eine Personalangelegenheit beschäftigt General Manager David Poile dieser Tage ganz besonders. Es geht um die Erneuerung des Arbeitspapiers von Flügelstürmer Filip Forsberg. Ist das vor Öffnung des Spielermarktes in trockenen Tüchern, werden die Predators eine geruhsame Free Agency verbringen. Das Gerüst des Kaders steht, die Mischung aus routinierten Kräften und jungen Talenten stimmt ebenfalls. Mit der Verpflichtung von Verteidiger Ryan McDonagh bei einem Trade mit den Tampa Bay Lightning hat Nashville zudem das Defensivcorps durch einen mit allen Wassern gewaschenen Verteidiger verstärkt. Er soll Roman Josi die nötige Entlastung verschaffen.
St. Louis Blues