Viel sprach an diesem Abend nicht für die Red Wings: Einerseits war da der Negativlauf von drei Niederlagen in Serie (5:6 n.V. gegen die San Jose Sharks, 1:5 gegen die Ottawa Senators, 3:6 bei den Dallas Stars). Andererseits fehlten Detroit mit den verletzten Dylan Larkin und J.T. Compher sowie dem gesperrten David Perron gleich drei wichtige Stürmer beim „Back-to-Back“-Spiel in Gateway City.
Doch trotz dreier Rückstände im Laufe des Spiels (0:1, 2:3, 3:4) fanden angeschlagene Red Wings einen Weg, das Spiel zu gewinnen.
„Dieser Sieg fühlt sich gut an“, sagte Angreifer Lucas Raymond. „Ein solches Comeback in einem Back-to-Back-Spiel sagt viel über unsere Mannschaft aus. Ich bin sehr froh über diesen Erfolg. Das war ein wichtiger Schritt.“
„Ich bin begeistert“, stimmte auch Detroits Trainer Derek Lalonde mit ein. „Mit unserem derzeitigen Kader gehen wir offensichtlich durch eine schwere Zeit. Da muss jedes Team einmal durch, für uns ist es jetzt gerade so. Dass wir auswärts in einem Back-to-Back-Spiel nach einem Rückstand im dritten Drittel so zurückkommen, ist enorm wichtig. Mir hat gefallen, wie wir bis zur Schlusssirene gespielt haben. Die Jungs sind drangeblieben. Es ist wirklich ein großer Sieg für uns.“
Seider unterstreicht Entwicklung mit fünftem Saisontreffer
Der geschwächte Angriff erhielt nicht zum ersten Mal Unterstützung aus der Abwehr: Jake Walman traf zum zwischenzeitlichen 1:1 (14.), später besorgte der Seider per Abstauber das 3:3 (30.). Es waren die Verteidiger-Tor Nummer 17 und 18 für die Red Wings, sie stehen damit gleichauf mit den Edmonton Oilers für die drittmeisten in der NHL. Nur die Colorado Avalanche (23) und die Montreal Canadiens (21) können hier mehr vorweisen.
Für Seider selbst war es der fünfte Saisontreffer. Er hat die Tor-Ausbeute aus der Vorsaison (fünf in 82 Spielen) schon nach 28 Partien erreicht. Zu seinem Bestwert aus seiner Rookie Saison (sieben in 82 Spielen) fehlen also nur noch zwei Treffer.
Der 22-Jährige aus Zell hebt damit insbesondere sein Offensivspiel auf ein neues Niveau. Defensiv ist Seider mit 52 Hits (Bestwert in seiner Mannschaft) und 66 Blocks (zweitbester Wert hinter Reihenkollege Walman mit deren 73) nach wie vor eine Macht.