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Free-Agents: Die besten Mittelstürmer

Duchene und Pavelski die beiden Top-Center unter den diesjährigen Free-Agents

von Christian Göbel / NHL.com/de

Die NHL Free Agency beginnt am 1. Juli. NHL.com/de bietet dazu eine umfassende Berichterstattung über diese spannende Phase des Jahres. In dieser Ausgabe blicken wir auf die Top-10 der zur Verfügung stehenden Center.

1. Matt Duchene (zuletzt Columbus Blue Jackets)

Wie auch bei den linken Flügelspielern, mit Artemi Panarin, dürfte der begehrteste Center auf dem Markt der Unrestricted Free Agents die vergangene Saison bei den Columbus Blue Jackets beendet haben. Matt Duchene wechselte am 22. Februar von den Ottawa Senators zu den Blue Jackets. Der 28-jährige Stürmer drehte besonders in den Playoffs auf und verbuchte zehn Punkte (je fünf Tore und Assists) in zehn Partien. In der regulären Saison punktete er für Ottawa und Columbus zusammen 70 Mal in 73 Matches und setzte einen neuen Karrierebestwert bei den erzielten Toren (31). Besonders am Bullypunkt ist der 2009 an dritter Stelle von den Colorado Avalanche gedraftete Duchene herausragend. 56,8 Prozent seiner Anspiele gewann er in seiner NHL-Karriere. Mit 727 NHL-Begegnungen bringt Duchene zusätzlich Erfahrung mit, die Teams mit jungen Akteuren weiter voranbringen könnte. Mit einem Gehalt von 6,5 Millionen US-Dollar im letzten Vertragsjahr und einer Auswirkung von 6 Millionen US-Dollar auf die Gehaltsobergrenze, dürfte Duchene für den künftigen Arbeitgeber jedoch nicht günstig werden.

Video: CBJ@BOS, Sp2: Duchene in Überzahl zum Sieg

2. Joe Pavelski (zuletzt San Jose Sharks)

Ein weiterer Hochkaräter auf der Free-Agent-Liste der Center ist der 2018/19 für die San Jose Sharks aktive Joe Pavelski. Der 34-Jährige ist einer der universellsten Mittelstürmer der NHL und kann in allen Situationen eingesetzt werden. Seine Vielseitigkeit unterstreicht, dass er in San Jose auch als rechter Flügelstürmer zum Einsatz gekommen ist. Besonders in den entscheidenden Momenten kann Pavelski eine Schippe drauflegen und sein Team mitreisen. In der Kabine der Sharks war der Kapitän Wortführer und hatte erheblichen Anteil am Einzug in das Conference Finale gegen die St. Louis Blues. 64 Punkte in 75 Saisonspielen und neun Zähler in 13 Playoff-Partien unterstreichen den Wert Pavelskis. Der Jahresverdienst von 6 Millionen US-Dollar 2018/19 dürfte Pavelski bei einem neuen Vertrag sicher sein, denn seine Erfahrung aus 963 NHL-Matches und seine starke Zwei-Wege-Fähigkeit wiegen schwer.

Video: STL@SJS, Sp1: Pavelski im Powerplay per Nachschuss

3. Joe Thornton (zuletzt San Jose Sharks)

Mit Joe Thornton steht ein großer Name auf der Liste der Free Agents. Der bald 40-jährige - Thornton hat am 2. Juli Geburtstag - bringt die Erfahrung von 1566 NHL-Spielen und 179 Playoff-Auftritten mit. Mit 51 Punkten in 73 Partien in der vergangenen Saison zeigte der Sharks-Center, dass er auch im fortgeschrittenen Alter noch in der besten Liga der Welt mithalten kann. Nach einer verletzungsgeplagten Vorsaison konnte Thornton 2018/19 nochmal aufdrehen und war für San Jose in den Playoffs eine der tragenden Säulen. Zehn Punkte (4 Tore, 6 Assists) waren in 19 Matches der Lohn. Thornton verdiente in der vergangenen Saison 5 Millionen US-Dollar. Für seinen nächsten Vertrag ist davon auszugehen, dass dieser Betrag geringer ausfallen dürfte.

4. Valtteri Filppula (zuletzt New York Islanders)

Auch an vierter Stelle des Free-Agent-Center-Rankings findet sich, mit Valterri Filppula von den New York Islanders, ein Ü35-Spieler. Der finnische Angreifer centerte in der vergangenen Spielzeit die dritte Formation der Islanders. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Reihen brachte er es dennoch auf durchschnittlich 14:16 Minuten Eiszeit je Begegnung. In den 72 absolvierten Begegnungen konnte der auch auf dem linken Flügel einsetzbare Filpula 31 Punkte erzielen und lieferte, mit +19, die beste Plus-Minus-Bilanz aller verfügbaren Center ab. Mit einem Vertrag im Wert von 2,75 Millionen US-Dollar war Filpulla gegenüber der beiden erstgenannten Center ein Schnäppchen und dürfte die Aufmerksamkeit einiger Teams wecken, die Verstärkung in der Kadertiefe suchen.

Video: CAR@NYI: Filppula erzielt ein wunderschönes Tor

5. Colin Wilson (zuletzt Colorado Avalanche)

Colin Wilson steht nach dem Auslauf seines 2015/16 mit den Nashville Predators geschlossenen Vertrags auf dem Free-Agent-Markt zur Verfügung. Vor der Spielzeit 2017/18 wurde der Center zu den Colorado Avalanche abgegeben, wo er in seiner ersten Saison Startschwierigkeiten hatte und in 56 Partien nur 18 Zähler beisteuerte. In der zurückliegenden Spielzeit konnte er mit zwölf Toren und 15 Assists, in 65 Begegnungen, wieder an seine Leistungen aus Nashville anknüpfen, auch wenn seine Karrierebestmarke von 42 Punkten (2014/15) weit entfernt lag. Der 29-jährige Wilson kann auch auf dem linken Flügel eingesetzt werden. Mit 4 Millionen US-Dollar Jahresverdienst ist Wilson nicht günstig und wird bei einem neuen Vertrag Abstriche machen müssen. Den bisherigen unterschrieb er nach seiner besten NHL-Saison.

Video: SJS@COL, Sp4: Wilson nutzt Vorlage von Rantanen

6. Derick Brassard (zuletzt Colorado Avalanche)

Für drei Teams lief Derick Brassard in der vergangenen Saison auf. Begann er die Saison noch bei den Pittsburgh Penguins, wechselte er nach 40 Partien zu den Florida Panthers. Nach nur zehn Auftritten im Panthers-Dress ging die Reise weiter zu den Colorado Avalanche, wo Brassard 20 Begegnungen absolvierte. Für den 31-jährigen, der in seiner Karriere bereits für sechs NHL-Mannschaften auflief, war die Wechsel-Odyssee nicht von Vorteil. Punktete er in Pittsburgh noch 0,375 Mal pro Partie und in Florida 0,4 Mal, so fiel sein Wert in Colorado auf 0,2 Zähler pro Spiel. Brassards Gehalt lag bei 5 Millionen US-Dollar, ob ein Team bereit ist diese Summe zu bieten scheint zumindest fraglich.

7. Oscar Lindberg (zuletzt Ottawa Senators)

Nachdem Oscar Lindberg durch den Expansion Draft 2017 bei den Vegas Golden Knights gelandet war, musste sich der Center in seinem erst zweiten NHL-Standort eingewöhnen. Zuvor lief der 27-jährige nur für die New York Rangers auf. Der Zwei-Wege-Center ist besonders in der Defensive stark und schaltete sich mit seiner Geschwindigkeit auch offensiv ein. Lindberg ist ein Teamplayer, der durch seine Bullystärke den Unterschied ausmachen kann. In Ottawa punktete er in 20 Partien achtmal und erzielte dabei fünf Treffer. Mit einem Jahresverdienst von 1,7 Millionen US-Dollar ist der Angreifer eine aus Preis-Leistungs-Sicht gute Option.

8. Brian Gibbons (zuletzt Ottawa Senators)

Die Ottawa Senators müssen neben Oscar Lindberg den Abgang eines weiteren Centers befürchten. Brian Gibbons, der in der vergangenen Saison 1 Millionen US-Dollar verdiente, ist ebenfalls auf dem Free-Agent-Markt verfügbar. Mit nur 1,73 Metern Körpergröße ist hat Gibbons körperlich Nachteile, die sich in bisher nur 189 NHL-Matches wiederspiegeln. Nach seinem Wechsel von den Anaheim Ducks zu den Ottawa Senators konnte Gibbons in 20 Spielen 14 Mal punkten. Seine Einsetzbarkeit auch auf dem Flügel könnte dem 31-jährigen bei der Suche nach einem NHL-Vertrag helfen.

9. Eric Fehr (zuletzt Minnesota Wild)

Eric Fehr stürmte in der abgelaufenen Saison für die Minnesota Wild. Der 1,93 Meter große Center brachte es in den 72 Partien, die er absolvierte auf durchschnittlich 11:02 Minuten Eiszeit und punktete 0,21 Mal pro Match. Bei wem der Angreifer nach dem Ende seines 1-Millionen- Dollar-Vertrags landet, bleibt abzuwarten.

10. Gregg McKegg (zuletzt Carolina Hurricanes)

Gregg McKegg wandelt zwischen den Welten der NHL und AHL. Der 27-jährige Center konnte in seiner Karriere noch keine volle Saison in der besten Liga der Welt absolvieren. In der vergangenen Spielzeit absolvierte er 41 Matches für die Carolina Hurricanes und punktete elf Mal (6 Tore, 5 Assists). Es war die beste Ausbeute McKeggs in der NHL, was die Hoffnung schüren könnte, dass er sich 2019/20 einen Stammplatz in einer NHL-Mannschaft erkämpfen kann. Mit den 715.000 Dollar Jahresverdienst ist McKegg der günstigste Akteur in diesem Ranking.

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