Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New Jersey Devils und den Vancouver Canucks

Die New Jersey Devils haben sich mit einem überzeugenden Auftritt gegen die Vancouver Canucks zurückgemeldet. Beim 4:1-Erfolg im heimischen Prudential Center stand Nico Hischier am Samstag im Mittelpunkt. Der Schweizer Kapitän erzielte zwei Tore, bereitete einen weiteren Treffer vor und feierte zugleich einen persönlichen Meilenstein: Sein erstes Saisontor war gleichzeitig sein 200. Treffer in der NHL. Auch dank einer deutlich verbesserten Überzahl präsentierte sich New Jersey nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder in guter Verfassung.

Hischier erreicht die Marke von 200 NHL-Toren

Für Hischier war der Auftritt in Newark ein besonderer. Der 27-jährige Schweizer brachte die Devils mit zwei Treffern entscheidend auf Kurs und erreichte mit seinem ersten Tor des Abends eine beeindruckende Marke. In der achten Minute des ersten Drittels verwertete der Center eine Überzahlsituation aus dem Slot zum zwischenzeitlichen 1:1. Es war sein 200. NHL-Tor.

„Darauf bin ich natürlich schon ein bisschen stolz“, erklärte Hischier anschließend. „Das kann mir keiner mehr nehmen. Aber hoffentlich kommen noch ein paar Tore dazu. Ich hoffe also, dass ich noch nicht fertig bin. Ich will mich weiter verbessern und mit dieser Mannschaft etwas erreichen.“

Diese Aussage passt zur Rolle des Schweizers bei den Devils. Als Kapitän gehört Hischier zu den wichtigsten Führungsspielern des Teams. Er verbindet defensive Zuverlässigkeit mit offensiven Qualitäten und soll New Jersey langfristig wieder zu einem ernsthaften Anwärter auf die Spitzenplätze in der NHL machen.

Mit seinem Doppelpack rückte Hischier zudem in der traditionsreichen Klubgeschichte weiter nach vorne. Er ist erst der fünfte Spieler, der für die Kansas City Scouts, Colorado Rockies oder New Jersey Devils mindestens 200 Tore erzielt hat. Auf die gemeinsam von Bobby Holik und Travis Zajac gehaltenen 202 Treffer, die Rang drei in dieser Statistik bedeuten, fehlt ihm nur noch ein weiteres Tor.

VAN@NJD: Hischier erzielt sein 200. NHL-Tor im Powerplay

Überzahlspiel wird zum entscheidenden Faktor

Dabei begann die Begegnung zunächst mit einem Rückschlag für die Gastgeber, bei denen Verteidiger Jonas Siegenthaler 19:37 Minuten auf dem Eis stand. Linus Karlsson brachte Vancouver in der sechsten Minute durch einen Treffer im Powerplay mit 1:0 in Führung. Doch die Devils ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Hischier antwortete wenig später ebenfalls in Überzahl und leitete damit die Wende ein.

Noch vor der ersten Pause brachte Jesper Boqvist New Jersey mit 2:1 in Führung (17.). Der Stürmer verwertete einen Abpraller nach einem Schuss von Amadeus Lombardi, der damit seinen ersten Scorerpunkt in der NHL verbuchte. Der junge Angreifer war erst im Juni von den Detroit Red Wings nach New Jersey gewechselt.

Im zweiten Drittel legten die Devils, bei denen Timo Meier an diesem Tag punktlos blieb (16:53 Minuten Eiszeit) nach. Jesper Bratt erhöhte in der 25. Minute mit einem Handgelenkschuss aus dem linken Bullykreis auf 3:1. Kurz vor der zweiten Pause sorgte schließlich erneut Hischier für klare Verhältnisse (40.). Sein Treffer zum Endstand fiel bei einem weiteren Überzahlspiel, als er den Puck von der linken Seite aus im Tor unterbrachte.

Besonders bemerkenswert war dabei die Entwicklung der Special Teams. New Jersey hatte in den ersten drei Saisonspielen lediglich eines von 14 Powerplays genutzt. Gegen Vancouver gelangen nun drei Treffer bei vier Gelegenheiten.

„Wir haben viel gearbeitet und im Training zahlreiche Spielzüge einstudiert“, erläuterte Hischier. „Ich glaube, jetzt beginnt das langsam zu funktionieren. Man muss manchmal einfach geduldig bleiben. Es ist normal, dass man solche Phasen durchmacht. Wir sind geduldig geblieben und haben weiter daran gearbeitet.“

VAN@NJD: Hischier erzielt in Überzahl zwei Tore und einen Assist

Torhüter Allen feiert besonderes Jubiläum

Neben Hischier gab es bei den Devils einen weiteren Hauptdarsteller. Torhüter Jake Allen (95,2 Prozent Fangquote) bestritt gegen Vancouver sein 500. NHL-Spiel und krönte das Jubiläum mit einem Sieg. Der 36-Jährige parierte 20 Schüsse und überzeugte insbesondere im zweiten Drittel, als die Canucks noch einmal versuchten, den Anschluss herzustellen.

Jake DeBrusk scheiterte innerhalb weniger Minuten zweimal aussichtsreich am Schlussmann. Zunächst wehrte Allen einen Rückhandschuss aus kurzer Distanz mit dem linken Schoner ab, anschließend entschärfte er einen Handgelenkschuss mit der Fanghand.

„Das war ein stolzer Tag für mich“, sagte Allen. „Es gab einen Zeitpunkt, an dem ich nicht wusste, ob ich überhaupt 500 Spiele erreichen würde. Ich hätte damals nicht gedacht, dass das möglich ist. Ich habe meine Karriere deutlich länger fortgesetzt, als ich es mir vorgestellt hatte, und darauf bin ich wirklich stolz.“

Allen ist erst der dritte Torhüter in der Geschichte der Devils, der sein 500. NHL-Spiel mit einem Sieg krönte. Vor ihm war dies Jacob Markstrom im November 2024 und Martin Brodeur im Februar 2001 gelungen.

Der Routinier unterstrich damit, wie wertvoll seine Erfahrung für New Jersey sein kann. Zwar ließen die Gastgeber zwischenzeitlich einige Möglichkeiten zu, doch Allen hielt seinen Kasten sauber, als es darauf ankam. „Wir haben für einen Moment die Konzentration verloren, aber genau dafür bin ich da“, erklärte er. „Die Jungs haben sich sofort wieder gefangen und anschließend einige wichtige Tore erzielt.“

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Vancouver offenbart erneut Schwächen in Unterzahl

Während New Jersey nach dem Erfolg bei einer ausgeglichenen Saisonbilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen steht, wächst bei den Canucks der Handlungsbedarf. Die Mannschaft kassierte bereits ihre zweite Niederlage auf einer sechs Spiele umfassenden Auswärtstour und steht nach sechs Saisonpartien bei zwei Siegen und vier Niederlagen.

Vor allem das Unterzahlspiel bereitet Sorgen. In den vergangenen beiden Begegnungen kassierte Vancouver insgesamt sechs Powerplaytore. Bereits beim 2:7 gegen die Carolina Hurricanes am Donnerstag hatte die Mannschaft große Probleme gehabt, gegnerische Überzahlsituationen zu verteidigen.

„Bei Fünf gegen fünf fand ich unsere Leistung gar nicht so schlecht. Das Problem waren die Special Teams“, sagte Canucks-Stürmer Brock Boeser. „Unser Unterzahlspiel muss in mehreren Spielen hintereinander deutlich besser werden. Wir müssen außerdem vermeiden, so oft auf die Strafbank zu gehen. Das gilt auch für mich.“

Trainer Manny Malhotra forderte ebenfalls mehr Konsequenz im Kampf um den Puck und eine aggressivere Verteidigung gegnerischer Spielzüge.

Für Hischier und die Devils dürfte derweil vor allem die wiedergewonnene Durchschlagskraft im Powerplay Mut machen. Der Schweizer Kapitän zeigte mit drei Scorerpunkten, dass er offensiv bereits früh in der Saison Verantwortung übernehmen kann. Der Erfolg gegen die Canucks war damit nicht nur ein wichtiger Schritt aus der kleinen Ergebniskrise, sondern auch ein Auftritt, bei dem Hischier seine Bedeutung für New Jersey eindrucksvoll unterstrich.

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