Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den Nashville Predators

Ein weiteres Mal durfte Tim Stützle mit den Ottawa Senators feiern. Am Samstag gewannen sie zu Hause im Canadian Tire Centre nach Penaltyschießen mit 3:2 gegen Roman Josi und die Nashville Predators. Für die Hausherren war es bereits der vierte Sieg in fünf Spielen. Dabei waren die Schlüsselspieler einmal mehr Stützle und Torwart Linus Ullmark.

Senators erwischen genialen Start

Viel besser könnte der Saisonbeginn für Ottawa nicht laufen. In fünf Spielen gab es nur eine Niederlage, ein 3:5 am Dienstag gegen die Detroit Red Wings. Die restlichen Partien gewannen die Senators gegen die Toronto Maple Leafs (3:2), die Boston Bruins (4:1), die Philadelphia Flyers (2:1) und nun die Predators.

Mit acht Punkten liegt das Team in der Atlantic Division auf Platz zwei hinter den Tampa Bay Lightning, die ebenfalls acht Punkte aus fünf Spielen holten. Hauptgründe für den frühen Erfolg sind eine stabile Abwehr, sowie Glanzleistungen von Ullmark und Stützle. Mit nur 2,2 zugelassenen Toren pro Spiel liegen die Senators auf Platz sechs der NHL.

„Ich glaube, das ist unser bester Start, an den ich mich erinnern kann“, freute sich Stürmer Drake Batherson. „Es ist gut, mal in dieser Situation zu sein. Wir haben diesen Monat noch so viele Spiele. Wir müssen nur so weitermachen und je konstanter wir spielen, umso besser wird unsere Position sein.“

NSH@OTT: Batherson trifft spät im dritten Drittel zum 2:2

Stützle bleibt der Motor

Man kann kritisieren, dass die Offensive der Senators mit 2,8 Toren pro Spiel ligaweit nur Rang 20 belegt. Wenn die Abwehr und Ullmark ihre Form halten, reicht das allerdings aus, um Spiele zu gewinnen.

„Diese Abende können frustrierend sein, wenn man viel Puckbesitz hat, aber nicht viele Chancen kriegt“, gab Trainer Travis Green zu. Die Senators kamen am Samstag im zweiten und dritten Drittel mehr als 22 Minuten lang zu keinem Torschuss. „Respekt vor Nashville, sie haben uns außen gehalten und Schüsse geblockt, gut mit dem Schläger gearbeitet. Wir waren aber auch stark in der Abwehr. Wir müssen nicht viel verändern. Es gibt einfach diese Spiele. Da müssen wir nehmen was wir kriegen können und uns verdienen was wir wollen.“

Wenn Ottawa in der Offensive gefährlich wird, dann ist meist Stützle beteiligt, so auch am Samstag. Die Predators lagen nach dem ersten Drittel mit 2:0 in Führung, wobei auch ihr Schweizer Kapitän Roman Josi einen Assist beisteuerte. Für den Verteidiger war es bereits die fünfte Vorlage und der sechste Punkt in fünf Partien.

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Ab dem zweiten Drittel arbeiteten sich Stützle und die Senators aber zurück in die Begegnung. Der 24-jährige Center gewann im Powerplay ein Bully vor dem gegnerischen Tor, über Pässe von Kapitän Thomas Chabot und Dylan Cozens kam der Puck dann wieder zu Stützle, der im Slot frei zum Abschluss kam und das 1:2 erzielte (30.).

Im dritten Drittel wurde ein Schuss von Stützle von der blauen Linie von Shane Pinto und Drake Batherson doppelt zum Ausgleich abgefälscht (59.). Nach einer torlosen Verlängerung trafen Stützle und Pinto im Penaltyschießen.

NSH@OTT: Stützle und Cozens im Zusammenspiel im zweiten Drittel

„Das war eine super Teamleistung“, blieb Stützle bescheiden. „In der Verlängerung hatten wir Chancen, das Spiel zu gewinnen, besonders im Powerplay. Das war aber gute Arbeit von der ganzen Mannschaft. Jeder hat seinen Teil geleistet.“

Mit einem Tor und einem Assist erhöhte Stützle sein Konto auf acht Punkte (vier Tore, vier Assists). Damit ist er der beste Torjäger, Vorbereiter und Scorer der Senators und hat doppelt so viele Zähler wie Pinto und Batherson auf Platz zwei und drei. Ottawa erzielte insgesamt nur 14 Tore, Stützle ist also an 57 Prozent ihrer Treffer beteiligt. Ligaweit ist er der neuntbeste Scorer und Torschütze.

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Ullmark in Bestform

In der vergangenen Saison spielten die Senators durchaus gut, haderten aber lange mit den Leistungen ihrer Torhüter, ehe Ullmark sich gegen Ende der Spielzeit deutlich verbesserte. Trotzdem hatte er nur eine Fangquote von 89,1 Prozent. Alle Torhüter der Senators zusammen hatten einen Durchschnitt von 87,8 Prozent, der viertschlechteste Wert der Liga.

Diese Saison hat Ottawa dieses Problem nicht. Ersatztorwart Samuel Ersson machte zwar in seinem einzigen Spiel, der einzigen Niederlage der Senators, mit 88,6 Prozent keine gute Figur, doch Ullmark ist in Spitzenform.

Der Schwede gewann bisher jedes seiner Spiele und lässt nur 1,34 Tore pro Begegnung zu. Mit einer Fangquote von 94,2 Prozent liegt er unter allen Torhütern auf Platz sechs. Unter Goalies, die mindestens die Hälfte der Spiele ihrer Mannschaft bestritten, ist nur Jake Oettinger von den Dallas Stars mit 96,3 Prozent noch besser.

„Er ist super“, gab es für Ullmark Lob von Stützle. „Wenn er dieses Selbstvertrauen hat, lässt er kaum was zu. Man sieht es im Training. Er ist so groß, verdeckt so viel vom Tor und ist so athletisch, damit macht er wichtige Saves für uns. Wenn er in Form ist, gibt er uns in jedem Spiel eine Chance auf den Sieg. Er ist gerade echt stark.“

Lebenszeichen der Special Teams

Ein Bereich, in dem noch Arbeit vor den Senators und Trainer Travis Green liegt, ist die Leistung ihrer Special Teams. Die zeigten sich gegen die Predators aber zumindest etwas verbessert.

Vor der Begegnung am Samstag stand Ottawa mit einer Powerplayquote von 11,1 Prozent nur auf Platz 23. Das Team hatte bei 18 Überzahlsituationen nur zwei Tore erzielt. Gegen Nashville verwerteten die Senators eins ihrer sechs Powerplays und schraubten ihre Erfolgsquote damit leicht auf 12,5 Prozent hoch.

Die Unterzahl wirkt ebenfalls noch nicht in Form. 76,5 Prozent bedeuteten vor dem Duell mit Nashville Rang 21. Gegen die Predators überstanden die Senators fünf von sechs Strafen schadlos. Dadurch kletterten sie mit 78,3 Prozent auf Platz 18.

Beide Special Teams müssen langfristig besser werden, wenn die Senators um die Spitzenplätze der Division kämpfen wollen. Eine bessere Unterzahl, sowie einige Tore in Überzahl, würden zudem Druck von Ullmark nehmen.

Um die nächsten Punkte geht es für Stützle und die Senators am Montag (7 p.m. ET; Di. 1 Uhr MESZ), wenn sie auswärts bei den New Jersey Devils antreten.

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