Der Kontrahent aus Florida liegt Greiss besonders. 5-2-1 lautet seine Bilanz aus den acht Spielen gegen das Team aus Sunrise während einer regulären Saison. 2016 trafen die Islanders und die Panthers außerdem in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference aufeinander. Nach sechs Duellen setzten sich die New Yorker durch, nicht zuletzt aufgrund der herausragenden Darbietungen von Greiss. Seine Fangquote belief sich auf 94,4 Prozent und der Gegentorschnitt auf 1,79. Die Faktenlage würde daher dafürsprechen, ihm auch in der nun anstehenden Serie den Auftrag zu geben, die Offensive der Panthers möglichst selten zum Abschluss kommen zu lassen.
Doch Greiss selbst misst einzelnen Zahlen keine übermäßige Bedeutung zu. Das sagte er vor einiger Zeit in einem Interview mit NHL.com/de. "Man sollte Statistiken nicht überbewerten. Ich finde, sie sind schwer zu lesen, weil sie nie die ganze Wahrheit enthalten. Wichtig ist, dass man immer das gesamte Spiel in Augenschein nimmt und einen Torwart auf dieser Grundlage beurteilt. Erst dann sieht man, was wirklich los war."
Das gute Abschneiden der Islanders in den vergangenen zwei Jahren ist für Greiss alles andere als Zufall und das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung. "Wir arbeiten hart und treten als Mannschaft auf. Bei uns gibt es keine Superstars oder Leute, die versuchen, alles alleine zu machen. Wenn alle an einem Strang ziehen, bist du erfolgreich", meinte er.
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2018/19 hatte sich Greiss zusammen mit Robin Lehner die Williams M. Jennings Trophy gesichert, die an das Torhüter-Gespann mit den wenigsten Gegentreffern in der regulären Saison verliehen wird. Mit reihenweise beeindruckenden Vorstellungen hatte er großen Anteil daran, dass die Islanders lediglich 192 Gegentore in 82 Spielen hinnehmen mussten.
Gerne würde Greiss während der Qualifikationsrunde und natürlich im Idealfall auch in den Playoffs Werbung in eigener Sache machen. Denn sein Dreijahresvertrag bei den Islanders, den er im Januar 2017 unterzeichnete, läuft zum Saisonende aus. Und ein besseres Schaufenster als die Playoffs mit ihren spanungsgeladenen Spielen gibt es nicht.