Barkov FLA Captain makes FInals

Die Spannung steigt. Es sind nur noch Stunden bis zu Spiel 1 des Stanley Cup Finals 2023 am Samstag (8 p.m. ET; NHL.tv, Sky Sport; So. 2 Uhr MESZ) in der T-Mobile Arena in Las Vegas. Das spüren auch die Spieler. Aleksander Barkov kann den Start der Finalserie kaum noch erwarten. Der Kapitän der Florida Panthers will auch in den wichtigsten Spielen seiner Karriere mit gutem Beispiel vorangehen und wird für seinen Führungsstil von Trainern und Mitspielern geschätzt.

Der geborene Anführer

Barkov ist ein Franchise-Spieler der Panthers: Im NHL Draft 2013 wurde er in der 1. Runde an 2. Stelle von Florida ausgewählt und etablierte sich in den folgenden zehn Saison zu einen der besten Zwei-Wege-Spielern der Liga. 2020/21 stand er unter den drei Finalisten für die Selke Trophy für den besten Defensivstürmer und gewann die prestigeträchtige Trophäe ein Jahr später nach der Saison 2021/22.

Doch es sind nicht nur die harte Arbeit und die defensiven Wege, die Barkov auszeichnen, es ist auch sein Führungsstil, den seine Trainer und seine Mitspieler sehr schätzen.

"Unser erstes Gespräch hatte nichts mit Eishockey zu tun. In der zweiten Unterhaltung habe ich ihn gefragt, wo er spielen möchte. Er hat gesagt: 'Da wo du mich brauchst'", erinnert sich Panthers-Trainer Paul Maurice an die erste Begegnung mit dem Kapitän. "Normalerweise sagt das keiner, aber er ist so gestrickt. Auf diesem Niveau brauchst du Elite-Spieler, die so bescheiden sind. Er behandelt den 13. Stürmer in der Mannschaft genauso wertvoll wie einen Top-Spieler. Er ist die Triebfeder für alle Dinge hier."

Das kann auch Reihenkollege Carter Verhaeghe bestätigen: "Jedes Jahr zählt er für mich zu den am meisten unterschätzen Spielern. Ich sehe ihn jeden Tag, er ist so clever, ein unglaublicher Hockeyspieler. Er will nicht im Mittelpunkt stehen, sondern will tun, was es braucht, um zu gewinnen. Deshalb ist er so ein großartiger Anführer."

Positive Einflüsse in Finnland und die "größte Ehre" bei den Panthers

In der Saison 2017/18 trug Barkov das "A" auf dem Trikot, seit 2018/19 ist es das "C". Wirklich lernen, ein Führungsspieler zu sein, musste er nach eigener Aussage nie. "Es ist einfach das, was ich bin", sagt Barkov. Geprägt hat seinen Führungsstil jedenfalls seine Zeit als Teenager in Finnland, wo sich der Center viel von seinen älteren Kollegen abgeschaut hatte.

"Ich hatte schon in Finnland viele großartige Anführer in der Mannschaft und habe mir abgeschaut, wie sie mich behandelt haben, als ich 16, 17 Jahre alt war. Sie haben mich nicht wie einen Rookie behandelt. Das habe ich mitgenommen. Du musst jeden gleich behandeln", so der 1,91 Meter große Linksschütze. "Der Kapitän der Florida Panthers zu sein ist eine der größten Ehren, die ich in meinem Leben je bekommen habe. Ich bin sehr stolz darauf, an jedem einzelnen Tag. Das bedeutet mir sehr viel."

Eine weitere Bestätigung erhielt Barkov bereits dreimal als Finalist für die Lady Byng Trophy (Gentleman-Award für den Spieler mit herausragenden sportlichen Leistungen kombiniert mit vorbildlichem Benehmen) und gewann diese Auszeichnung im Jahr 2019.

Pure Vorfreude auf die Stanley Cup Finals

Der unglaubliche Playoff-Run der Panthers hat also auch eine Menge mit ihrem Kapitän zu tun. Barkov ist keines der herausstechenden Playoff-Monster wie Power Forward Matthew Tkachuk oder Torwart Sergei Bobrovsky. Trotzdem steuerte er in 16 Partien schon 14 Scorerpunkte (vier Tore, zehn Assists) bei und wird in allen wichtigen Situationen aufs Eis geschickt.

"Alles was bis hierhin geführt hat, war eine tolle Zeit. Ich habe jeden Tag und jede Sekunde davon genossen", sagt Barkov. "Hier zu sein ist unwirklich. Man wird erst nach der Karriere wirklich verstehen können, was das bedeutet. Wir sind hier, um so hart wie möglich zu spielen und werden das auch genießen. Wir freuen uns und haben viel Selbstvertrauen. Jeder weiß, dass wir alle hart arbeiten werden. Das machen wir schon in jedem Spiel in diesen Playoffs. Es ist auch der Grund warum wir jetzt hier sind."

In seiner zehnten NHL-Saison und im fünften Jahr als Kapitän ist Barkov nur noch vier Siege davon entfernt, den Heiligen Gral des Eishockeys überreicht zu bekommen. "Das ist unser Ziel und unser Traum. Jeder wird so hart wie möglich dafür arbeiten und in jedem Spiel und in jeder Situation alles geben. Wir spielen schon seit Februar so, als wir noch um einen Playoff-Platz kämpfen mussten. Wir haben um unser Leben kämpft. In den Playoffs haben wir ein paar sehr gute Teams geschlagen, wir wollen uns aber noch steigern. Ich freue mich sehr auf morgen und kann nicht erwarten, dass es endlich losgeht!"