dal faksa

Ohne ihren verletzten Top-Verteidiger Miro Heiskanen, der in 37 Einsätzen in der Saison 2023/24 27 Punkte (4 Treffer, 23 Assists) zum Teamerfolg beisteuern konnte, setzten sich die Dallas Stars am Montag bei den Minnesota Wild im Xcel Energy Center in St. Paul souverän mit 4:0 durch. Eine konzentrierte Defensivleistung, so wie sie Trainer Peter DeBoer im Vorfeld von seinem Team angemahnt hatte, bildete dabei die Grundlage für den Erfolg.

Die Texaner überstanden alle sechs Unterzahlsituationen gegen die Wild schadlos und erzielten ihrerseits zwei Treffer in Unterzahl. Durch diese starke Leistung beendeten die Gäste nicht nur ihre drei Spiele andauernde sportliche Durststrecke, sondern lieferten zugleich auch eine Blaupause dafür ab, wie sie den Verlust eines wichtigen Spielers verkraften können, der noch einige Zeit auszufallen droht.

Goalie Murray mit erstem NHL-Shutout

Torhüter Matt Murray zeigte an diesem Abend 23 Paraden und durfte sich über seinen ersten Shutout in der NHL freuen. Für Murray war es der erste Einsatz in dieser Saison und der vierte in der Liga insgesamt. „Alles ist heute großartig“, freute sich Murray nach der Schlusssirene. „Natürlich ist es eine Sache, in der NHL zu spielen, das ist der Traum eines jeden Kindes, aber einen Shutout zu erzielen, das ist etwas ganz Besonderes. Ich bin heute einfach überglücklich.“

Tyler Seguin und Roope Hintz erzielten gegen Minnesota jeweils ein Tor und eine Vorlage, und auch Radek Faksa und Jason Robertson trafen für die Stars (23-11-5), die zuvor drei Mal in Folge verloren hatten (0-2-1).

„Wir brauchten auswärts unbedingt eine gute Torhüterleistung“, befand Dallas-Trainer DeBoer. „Wir haben zuletzt ein paar Mal verloren, und es ist immer schwierig, in dieser Halle zu spielen. Das erste Drittel hat das Spiel entschieden. Sie sind wirklich hart rangegangen. Sie hätten gut und gerne zwei oder drei Tore erzielen können, wenn Murray nicht von Anfang an bereit gewesen wäre. Er war heute mit Abstand unser bester Spieler im ersten Drittel.“

Fleury kann Niederlage der Wild nicht verhindern

Den Hausherren reichten auf der anderen Seite die 16 Saves von Goalie Marc-Andre Fleury nicht, um etwas Zählbares aus diesem Spiel mitzunehmen. Die Bilanz der Wild beläuft sich nach diesem erneuten Rückschlag auf 17-18-4. Fünf der vergangenen sechs Begegnungen hat Minnesota verloren. Der Österreicher Marco Rossi stand diesmal für Minnesota 20:38 Minuten auf dem Eis, blieb aber punktlos.

„Es war einfach kein guter Abend für uns. Am Ende des Tages haben wir leider kein Tor geschossen, und so gewinnt man eben keine Spiele“, beklagte der enttäuschte Wild-Trainer John Hynes.

Treffer in Unterzahl sind Grundlage für den Erfolg der Stars

Hintz brachte Dallas bereits in der zehnten Minute mit einem Unterzahl-Tor mit 1:0 in Führung. Seguin zwang in dieser Szene den Wild-Verteidiger Brock Faber am rechten Pfosten zu einer Grätsche und passte den Puck nach vorne zu Hintz, der ganz alleine vor dem gegnerischen Kasten stand. „Es ist schon komisch, ich habe in Minnesota drei Tore geschossen, zwei davon in Unterzahl“, freute sich Hintz über den Treffer. „Natürlich hatten wir viele Chancen, aber in letzter Zeit haben wir uns schwer getan, ein Tor zu erzielen. Ich hoffe, dass wir jetzt so weitermachen können.“

DAL@MIN: Seguin mit einem sehenswerten Treffer

Seguin, der in den letzten fünf Spielen acht Punkte (fünf Tore, drei Assists) erzielt hat, baute die Führung der Gäste direkt zu Beginn des Schlussabschnitts auf 2:0 (42.) aus, als er mit einem Schuss erfolgreich war. Kurz danach sorgte Faksa in Unterzahl für die Vorentscheidung, als er nach einem Pass von Sam Steel im Eiltempo das 3:0 (49.) erzielte. Zwei von Faksas drei Toren in dieser Saison erzielte er, als seine Mannschaft mit einem Mann weniger auf dem Eis stand. Robertson traf im Powerplay wenige Sekunden später noch zum Endstand (50.).

Angriffsbemühungen der Wild fruchtlos

Minnesota hatte im dritten Drittel mit 8:2-Torschüssen ein optisches Übergewicht auf dem Eis, doch die Abwehr der Stars hielt den Bemühungen der Hausherren über die kompletten 60 Minuten hinweg stand. „Das war einfach nicht gut genug von uns“, beklagte Wild-Stürmer Pat Maroon. „Wir müssen einfach besser sein. Wenn man sich das Spiel als Ganzes anschaut, machen sie gleich zu Beginn ein Tor in Unterzahl, und wir liegen 0:1 zurück. Wir müssen in der Folgezeit einfach einen Weg finden, sie häufiger in Verlegenheit zu bringen.“

Am Mittwoch (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1:30 Uhr MEZ) kommt es für die Stars im heimischen American Airlines Center in Dallas direkt zum nächsten Kräftemessen mit den Wild. Die Schützlinge von Trainer DeBoer werden natürlich auch dann wieder bemüht sein, ohne ihren Top-Verteidiger den eigenen Kasten sauber zu halten.

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