Saros Grabner NSH ARI

Der zweite Spieltag der Stanley Cup Qualifikation begann mit einem kuriosen Tor in der Partie zwischen den Nashville Predators und den Arizona Coyotes. Mit einem von zwei Spielern der Predators abgefälschten Schuss brachte Oliver Ekman-Larsson die Coyotes in Führung und legte damit den Grundstein zum 4:3-Sieg von Arizona. Die Colorado Avalanche siegten in sprichwörtlich letzter Sekunde gegen die St. Louis Blues. Die Minnesota Wild freuten sich zum Abschluss des Tages über einen klaren Erfolg gegen die Vancouver Canucks.

Die Spiele vom Sonntag im Detail:

Fiala trifft bei Wild-Shutout

Die Minnesota Wild gewannen das erste Spiel ihrer Best-of-5-Serie gegen die Vancouver Canucks im Rogers Place in Edmonton mit 3:0. Torwart Alex Stalock sicherte ihnen mit 28 Saves und einem Shutout den Sieg.

Nach nur 2:50 Minuten brachte der Schweizer Kevin Fiala die Wild bereits in Führung. Er wurde im Powerplay von Jared Spurgeon bedient und jagte den Puck unter dem Arm von Torwart Jacob Markstrom hindurch in die Maschen.

MIN@VAN, Sp1: Fiala zieht ab und trifft

Die Canucks wurden nach dem Tor stärker und hatten in der Folgezeit mehr Spielanteile. Im zweiten Drittel wurde ihnen jedoch erneut eine Strafe zum Verhängnis. Dieses Mal schloss Spurgeon selbst nach einem schönen Querpass von Eric Staal ab und sammelte seinen zweiten Punkt.

Die Canucks gaben sich größte Mühe den Anschluss herzustellen, doch die Wild verteidigten gut und Stalock wirkte selbst in größter Bedrängnis souverän. Gegen Ende des Spiels nahm Vancouver den Torhüter vom Eis, was Spurgeon die Gelegenheit gab seine starke Vorstellung mit seinem zweiten Tor des Abends zu krönen.

Wild besiegen die Canucks

Nashville zu oft in Unterzahl

Die Nashville Predators haben den Auftakt ihrer Best-of-5-Serie gegen die Arizona Coyotes verpatzt. Sie verloren die Partie im Rogers Place mit 3:4. In einem zu Beginn schnellen Spiel gingen die Coyotes durch einen von zwei Nashville-Spielern abgefälschten Schuss in Führung. Oliver Ekman-Larsson erhielt das Tor auf seinem Konto gutgeschrieben (8.). Nur 2:53 Minuten nach der Führung erhöhte Christian Dvorak auf 2:0 (11.) Die Dominanz der Coyotes setzte sich auch in der Folge fort. Eine Strafe gegen Matt Duchene nutzte Clayton Keller für das 3:0 (16.). Schadensbegrenzung betrieb Filip Forsberg in einer Vier-gegen-Drei-Überzahlsituation drei Sekunden vor Drittelende, indem er erstmals Darcy Kuemper überwand (20.).

Im zweiten Abschnitt fokussierten sich beide Mannschaften stärker auf die Defensive. Arizona hatte mehrere Chancen in Überzahl, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Besser machten die Coyotes es dann bei eigener Unterzahl. Michael Grabner nutzte einen Alleingang und überwand Juuse Saros zum 4:1 (37.).

ARI@NSH, Sp.1: Grabner nach Solo erfolgreich

Nach der zweiten Pause sorgten die Predators bereits nach 30 Sekunden für Spannung und verkürzten durch Ryan Ellis auf 2:4 (41.). Roman Josi bekam einen Assist gutgeschrieben. Den Predators gelang es im Schlussabschnitt weniger Strafen zu nehmen, so dass sie die Coyotes stärker unter Druck setzen konnten. Eine Bankstrafe gegen Arizona nutzte erneut Forsberg auf Zuspiel von Josi zum Anschluss (49.). Mit Saros vom Eis, setzten die Predators alles auf eine Karte, konnten die Partie jedoch nicht mehr ausgleichen.

Raffl mit Tor und Vorlage bei Sieg der Flyers

Die Philadelphia Flyers haben in der Stanley Cup Qualifikation ein Ausrufezeichen gesetzt. Sie setzten sich in der Vorrunde der Eastern Conference mit 4:1 gegen die favorisierten Boston Bruins durch. Eine starke Vorstellung in der Scotiabank Arena von Toronto bot Flyers-Stürmer Michael Raffl. Der Kärtner steuerte ein Tor und einen Assist zum Sieg bei.

Die Bruins mussten ohne ihre etatmäßige Nummer 1 Tuukka Rask auskommen. Der Schlussmann hatte sich aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet. Für ihn stand Jaroslav Halak zwischen den Pfosten, der zunächst nur wenig zu tun bekam. Die Partie spielte sich über weite Strecken in der Zone von Philadelphia ab, ohne dass sich zwingende Torchancen für Boston ergaben. Selbst ein Powerplay nach einer Zweiminutenstrafe gegen Raffl wegen eines Stockschlags ließen die Bruins ungenutzt. Nach und nach lösten sich die Flyers aus der Umklammerung und erspielten sich ihrerseits Chancen. In der 15. Minute tauchte Scott Laughton frei vor dem Tor auf, scheiterte jedoch an Halak. Eine Minute später jagte Claude Giroux den Puck mit einem mächtigen Schlagschuss an den Pfosten. So ging es torlos in die Pause.

Im zweiten Durchgang zeigten sich beide Teams dann wesentlich treffsicherer. Den Auftakt machten die Flyers in Person von Raffl. Er nutzte ein feines Zuspiel von Travis Sanheim in den Slot und hob den Puck überlegt mit der Rückhand zum 1:0 ins Netz (26.). Kurze Zeit war mit Nate Thompson erneut ein Spieler aus der vierten Reihe von Philadelphia zur Stelle und erhöhte nach einem Pass von Raffl auf 2:0 (30.). Chris Wagner verkürzte für die Bruins (39.), ehe Philippe Myers nur sechs Sekunden später den alten Abstand wiederherstellte.

Für die endgültige Entscheidung zugunsten der Flyers sorgte Scott Laughton. Der Angreifer setzte sich auf der linken Seite in Szene und vollendete mit einem Handgelenkschuss aus dem Bullykreis zum 4:1 (45.). In der Folge versuchten die Bruins zwar noch einmal heranzukommen, doch die Defensive der Flyers stand sicher.

Einen Wermutstrophen gab es dennoch für Philadelphia. Raffl musste das Eis sechseinhalb Minuten vor dem Ende verlassen, nachdem er nach einem Zweikampf mit Bruins-Verteidiger Jeremy Lauzon in die Bande gekracht war. Wie schwerwiegend die Verletzung ist, war kurz nach Spielschluss unklar.

Korpisalo führt die Blue Jackets zum Sieg in Spiel 1

Kadri schießt die Avalanche in letzter Sekunde zum Sieg

In einer hart umkämpften Partie schlugen die Colorado Avalanche die St. Louis Blues im Rogers Place in Edmonton mit 2:1. Über weite Strecken der Partie standen die Torhüter im Mittelpunkt, die eine erstklassige Leistung ablieferten. Jordan Binnington hielt für die Blues 36 Schüsse, der Rosenheimer Philipp Grubauer stoppte für die Avalanche 31 Scheiben.

In einem schnellen und körperbetonten ersten Drittel zeigten die Avalanche von Beginn an ihre Qualitäten und präsentierten sich äußerst motiviert. Über weite Strecken der Begegnung sah es trotz gleicher Spielerzahl auf dem Eis regelrecht nach einem Powerplay für das Team aus Denver aus. Doch ein extrem starker Binnington zwischen den Pfosten der Blues verhinderte, trotz 16:4 Torschüssen in den ersten 20 Minuten, die Führung der Avalanche. In der 17. Minute überraschte David Perron Grubauer im Tor der Avalanche mit einer starken Direktabnahme in Überzahl und traf mit dem dritten Torschuss der Blues zum 1:0.

Im zweiten Drittel lief die Partie ausgeglichener ab. Die Blues verbesserten sich auf 13:10 Torschüsse, doch beide Torhüter zeigten sich von ihrer besten Seite und brachten die Stürmer in einem torlosen Drittel zur Verzweiflung.

Im Schlussabschnitt sorgte dann Ryan Graves im Gegenangriff für den Ausgleich für Colorado. Mikko Rantanen legte in den Slot auf Graves ab, der verfehlte den Puck zuerst, jagte ihn im zweiten Versuch jedoch an Binnington vorbei in die Maschen.

Das Unentschieden nach 60 Minuten schien eigentlich schon sicher, doch in einem Powerplay in der letzten Minute gaben die Avalanche nochmal richtig Gas und Nazem Kadri sorgte für eine Szene, die man nur selten sieht. In der letzten Sekunde prallte ein Schuss von Gabriel Landeskog vom Pfosten vor das Tor und Kadri feuerte den Nachschuss in die Maschen. Die Schiedsrichter mussten den Videobeweis bemühen und entschieden schließlich, dass der Puck die Linie eine Zehntelsekunde vor der Schlusssirene überquert hatte.

Korpisalo führt die Blue Jackets zum Sieg in Spiel 1

Shutout für Korpisalo und die Blue Jackets

Die Columbus Blue Jackets bezwangen die Toronto Maple Leafs in der Scotiabank Arena in Toronto mit 2:0. Star des Abends war mit 28 Saves der fehlerfreie Torwart der Blue Jackets, Joonas Korpisalo.

Die Offensive der Maple Leafs testete den Finnen bereits im ersten Drittel elf Mal, kam jedoch gegen ihn und die drittbeste Defensive der regulären Saison (2,61 Gegentore pro Spiel) nicht an.

Nach dem ersten Abschnitt übernahmen die Blue Jackets zunehmend die Spielkontrolle. Am Ende standen 35 Torschüsse auf ihrem Konto, nach nur acht davon im ersten Spielabschnitt. Dennoch mussten sie lange auf das erste Tor des Tages warten. Erst in der 42. Spielminute nutzte Cam Atkinson einen langen Pass von David Savard zu einem Treffer per Handgelenkschuss.

Korpisalo und seine Verteidiger hielten die Maple Leafs weiter in Schach und die Blue Jackets spielten munter nach vorne. Am Ende mussten die Maple Leafs alles riskieren und ihren Torwart Frederik Andersen für einen sechsten Skater vom Eis nehmen. Das nutzte Alexander Wennberg zum 2:0 auf Vorlage von Atkinson und Kapitän Nick Foligno.

Der Schweizer Verteidiger Dean Kukan zeigte für die Blue Jackets ein gutes Spiel. In 13:04 Minuten Eiszeit kam er auf vier Torschüsse, einen Check und eine Puckeroberung.

Die Three Stars des Abends:

1st Star: Alex Stalock, Minnesota Wild (28 Saves, Shutout)
2nd Star: Joonas Korpisalo, Columbus Blue Jackets (28 Saves, Shutout)
3rd Star: Nazem Kadri, Colorado Avalanche (ein Tor)