Jagr gelingt der elfte Hattrick und sein 500. Tor

Bis zum Start der NHL-Saison 2021/22 dauert es noch eine Weile. Um die Wartezeit zu verkürzen, präsentiert NHL.com/de eine Serie über die besten NHL-Spieler und -Manager des 21. Jahrhunderts.

In dieser Folge: Die zehn besten Rechtsaußen
Der Aufgabenbereich eines Flügelstürmers ist vielseitig. Er sollte schnell und wendig sein, aber auch robust genug, um nicht an der Bande, ob seitlich oder hinter dem Tor, den Kürzeren zu ziehen. Zudem muss er stets ein Auge für seine Mitspieler in der Mitte haben und auch ein guter Torabschluss steht im Anforderungsprofil.
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Außenstürmer sind immer mit 100 Prozent Speed unterwegs, ob im Spiel nach vorne oder nach hinten, wo sie als erste Verteidigungslinie den Angriff oder Spielaufbau des Gegners stören.
1. Patrick Kane, Chicago Blackhawks (1029 Spiele, 404 Tore, 684 Assists, 1088 Punkte)
Mit der besten Punktquote von 1,06 pro Spiel führt Kane die Rangliste der Rechtsaußen an und das Ganze, obwohl er in diesem Zeitraum mit 1029 absolvierten Partien im vierstelligen Bereich liegt. 1088 Zähler durch 404 Tore und 684 Assists hat der 32-jährige Flügelstürmer seit der Saison 2001/02 erzielt. Auch die absolute Zahl ist Bestwert.
Seine bisher beste Saison hatte Kane 2018/19, als er in 81 Spielen 110 Punkte (44 Tore, 66 Assists) sammelte. Drei Mal, in den Jahren 2010, 2013 und 2015, gewann er mit den Blackhawks den Stanley Cup. Neun Mal wurde er ins Aufgebot für das NHL All-Star Game berufen. 2016 gewann Kane sowohl mit 106 Punkten die Art Ross Trophy, als auch die Hart Memorial Trophy und den Ted Lindsay Award für den wertvollsten Spieler der Saison.

CHI@DET: Kane befördert den Puck in die Maschen

2. Martin St. Louis, Karriereende (987 Sp., 369 Tore, 604 Assists, 973 Punkte)
Auch fast einen Punkt pro Spiel brachte es St. Louis, der seine Karriere 2015 in Diensten der New York Rangers beendete und 2018 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen wurde. Der heute 46-jährige Kanadier bewies in seiner Laufbahn, dass ein Eishockeyspieler nicht unbedingt groß sein muss, denn mit 1,73 Meter lag er am unteren Ende der Skala.
Den überwiegenden Teil seiner 17 Jahre in der NHL verbrachte St. Louis bei den Tampa Bay Lightning, mit denen er 2004 den Stanley Cup gewann und die seine Trikotnummer 26 im Jahr 2017 gesperrt haben. Er nahm sechs Mal am NHL All-Star Game teil und gewann 2004 die Hart Memorial Trophy, den Lester B. Pearson Award und die Art Ross Trophy, die er 2013 noch einmal gewinnen konnte. 2010, 2011 und 2013 wurde er außerdem mit der Lady Byng Memorial Trophy für sein vorbildliches Verhalten geehrt.
3. Daniel Alfredsson, Karriereende (850 Sp., 321 Tore, 497 Assists, 818 Punkte)
Der Schwede war von 1995 bis 2014 insgesamt 19 Jahre in der NHL für die Ottawa Senators und Detroit Red Wings aktiv. Er hält den Rekord der Senators für die meisten Spiele, Tore, Vorlagen und Scorerpunkte. Seine beste Saison feierte Alfredsson 2005/06, als er in 77 Spielen 103 Punkte durch 43 Tore und 60 Assists sammelte. Im darauffolgenden Jahr zog Ottawa dank der Mithilfe des Kapitäns ins Stanley Cup Finale ein, das allerdings gegen die Anaheim Ducks verloren ging. Alfredsson gelangen in dieser Endrunde alles in allem 14 Tore und acht Assists in 20 Spielen.
Seine Trikotnummer 11 wurde von den Senators im Jahr 2016 gesperrt. Mit im Schnitt pro Spiel erreichten 0,96 Punkten hat er die drittbeste Quote aller NHL-Spieler mit über 600 Spielen in diesem Zeitraum.

4. Jarome Iginla, Karriereende (1166 Sp., 503 Tore, 530 Assists, 1033 Punkte)
Der langjährige Kapitän der Calgary Flames darf in dieser Aufstellung nicht fehlen und eine Platzierung in den Top 5 beschert ihm die Tatsache, dass er mit 0,43 Toren pro Spiel die beste Quote aller Aktiven mit entsprechender Anzahl an Partien hat. Weiterhin überragt er alle mit 85 Siegtreffern deutlich.
Von 1996 bis 2013 war er für die Flames aktiv, ehe er auf einer kleinen Reise durch die NHL versuchte, noch den Traum vom Stanley Cup Gewinn zu verwirklichen. Das war ihm aber weder im Trikot der Pittsburgh Penguins und Boston Bruins, noch in dem der Colorado Avalanche und zum Abschluss der Los Angeles Kings gegönnt. 2017 beendete er seine Karriere unvollendet, aber trotzdem mit viel Glanz. So gewann er unter anderem 2002 die Art Ross Trophy, die Maurice 'Rocket' Richard Trophy (auch 2004) und den Lester B. Pearson Award.
5. Marian Hossa, Karriereende (1083 Sp., 449 Tore, 523 Assists, 972 Punkte)
Eines der Gesichter des slowakischen Eishockeys ist Hossa, der 2010, 2013 und 2015 mit den Chicago Blackhawks den Stanley Cup gewann. Vor dem ersten Cupgewinn erlebte er eine Odyssee, indem er 2008 in Diensten der Penguins gegen die Detroit Red Wings und 2009 in Diensten der Red Wings gegen die Penguins das Stanley Cup Finale jeweils verlor. Erst im dritten Jahr klappte es mit Chicago dann.
Hossa war selten ein Topscorer, sondern eher ein mannschaftsdienlicher Spieler. Nur 2005/06 kratzte er für die Atlanta Thrashers mit 92 Punkten (39 Tore, 53 Assists) an der 100-Punkte-Marke, die er im darauffolgenden Jahr 2006/07 auf den Zähler knackte (43 Tore, 57 Assists). 2017 beendete er seine Laufbahn wegen einer anhaltenden Hautkrankheit und wurde 2020 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen.

6. Jaromir Jagr, nicht mehr in der NHL aktiv (927 Sp., 327 Tore, 515 Assists, 842 Punkte)
Jagr gilt als einer der besten Offensivspieler aller Zeiten und wurde 1995 sowie 1998 bis 2001 insgesamt fünf Mal mit der Art Ross Trophy als bester Scorer der regulären Saison ausgezeichnet. Schon anfangs seiner Karriere, 1991 und 1992, gewann er mit den Penguins den Stanley Cup. Seine besten Zeiten liegen damit eher im 20. Jahrhundert, doch dass er auch noch unter den Top 10 des 21. Jahrhunderts steht, zeigt seine herausragenden Fähigkeiten. Seine Bilanz in diesen Jahren mit 0,91 Punkten und 0,35 Toren pro Spiel ist immer noch Weltklasse.

Jagr gelingt der elfte Hattrick und sein 500. Tor

7. Nikita Kucherov, Tampa Bay Lightning (515 Sp., 221 Tore, 326 Assists, 547 Punkte)
Mit 1,06 Punkten pro Spiel hat Kucherov gemeinsam mit Kane den besten Schnitt aller NHL-Spieler vorzuweisen, allerdings hat der Russe erst knapp die Hälfte der Spiele des Spitzenreiters bestritten, weswegen er etwas weiter hinten rangiert. In der Top 10 muss er trotz seiner absolvierten Spielanzahl von unter 600 wegen seinen großartigen Zahlen trotzdem stehen.
Herausragend seine 128 Punkte (41 Tore, 87 Assists) aus der Saison 2018/19, die ihm nicht nur zwangsläufig die Art Ross Trophy, sondern auch die Hart Memorial Trophy und den Ted Lindsay Award einbrachte. Leider fehlte Kucherov in der vergangenen Saison wegen einer Hüft-OP, sonst hätte seine Ausbeute und seine Platzierung in dieser Rangliste noch besser aussehen können.

MTL@TBL, Sp1: Kucherov aus dem Handgelenk gegen Price

8. Marian Gaborik, Karriereende (964 Sp., 389 Tore, 390 Assists, 779 Punkte)
Mit einem Verhältnis von fast 1:1 zwischen Toren und Assists ragt Gaborik heraus, der bei seinen Gegnern aufgrund seiner Schnelligkeit gefürchtet war. Seine besten Zeiten hatte der Slowake von 2000 bis 2009 bei den Minnesota Wild und dann bis 2013 bei den New York Rangers. Sein stärkstes Jahr hatte er 2009/10 mit 42 Toren und 44 Assists zu 86 Punkten.
Seinen größten Erfolg feierte er vier Jahre später, als er 2014 mit den Los Angeles Kings den Stanley Cup gewann. In den 26 Spielen der damaligen Stanley Cup Playoffs steuerte er 14 Tore und sechs Vorlagen bei.
9. Phil Kessel, Arizona Coyotes (1122 Sp., 391 Tore, 513 Assists, 904 Punkte)
Nach Stationen bei den Boston Bruins, Toronto Maple Leafs und Pittsburgh Penguins landete Kessel bei den Arizona Coyotes. Auch wenn er dort nicht mehr die Zahlen von früher liefert, gehört er mit seiner Gesamtbilanz, die wesentlich von seinen Tagen in Toronto und Pittsburgh getragen wird, in diese Rangliste.
2016 und 2017 gewann Kessel mit den Penguins den Stanley Cup und krönte so seine Karriere. 2011/12 und 2013/14 erzielte er mit 37 Toren sowie 2017/18 mit 92 Punkten Bestwerte seiner Laufbahn. Der Vertrag des 33-jährigen US-Amerikaners bei den Coyotes läuft noch ein Jahr.

ARI@SJS: Kessel bringt den Sieg in der Verlängerung

10. Blake Wheeler, Winnipeg Jets (981 Sp., 279 Tore, 528 Assists, 807 Punkte)
Vielleicht etwas überraschend steht Wheeler in diesen Top 10, doch der Kapitän der Jets kann eine Punktequote von 0,82 pro Spiel aufweisen. Darüber hinaus fällt ein besonderer Wert bei ihm ins Auge. Er hat 217 seiner 279 Tore (77,7 Prozent) bei ausgeglichener Mannschaftsstärke erzielt, wohingegen viele andere Topspieler auf ihre Tore in Überzahl angewiesen sind, um entsprechende Zahlen vorzulegen.
Seine besten Spielzeiten hatte Wheeler 2017/18 und 2018/19 mit jeweils 91 Punkten. Seine höchste Trefferzahl gelang ihm 2013/14 mit 28 Toren.