Mit Kapitän Toews (34 Jahre) hat Kurashev einen Führungsspieler, NHL-Veteranen (16. NHL-Saison, zehn Playoff-Runs), dreimaligen Stanley Cup Champion (2010, 2013, 2015) sowie einen Gewinner der Conn Smythe Trophy (Playoff-MVP), Selke Trophy (bester Defensiv-Stürmer) und des Mark Messier Leadership Awards an seiner Seite.
"Es ist super mit ihm zu spielen", findet Kurashev. "Er hilft uns sehr, wir können ihn immer etwas fragen, er redet viel mit uns und sagt, was zu tun ist. Unsere Aufgabe ist es dann, es auf dem Eis umzusetzen."
Feedback erhält der Angreifer von Toews meist schon direkt nach einem Wechsel auf der Bank. "Er sieht etwas und gibt dir Bescheid", verrät Kurashev. "Das nächste Mal, wenn so eine Situation wieder kommt, ist man hoffentlich bereit, es besser zu machen."
Überhaupt hebt Kurashev die Chemie in dieser Linie hervor: "Wir verstehen uns sehr gut, spielen gut mit der Scheibe, können den Puck sehr gut behaupten und finden uns in diesen kleinen Lücken. Hoffentlich können wir jetzt noch ein paar mehr Tore schießen."
Kein Tanking: "Daran denkst du als Spieler nicht"
Playoff-Hockey wird es in Chicago im kommenden Frühjahr allerdings wohl nicht zu sehen geben. Die Blackhawks (15-28-4) sind ligaweit die zweitschlechteste Mannschaft in der laufenden Saison und haben nur noch theoretische Chancen auf eine Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs.
Das sogenannte Tanking, das absichtliche Verlieren, um im anstehenden NHL Entry Draft 2023 ein möglichst gutes Talent ziehen zu können, wird es in Chicago allerdings nicht geben, betont Kurashev: "Als Spieler denkst du nicht ans Tanking. Als Spieler willst du jedes Mal gewinnen, egal wie schwierig es ist oder was die Medien sagen. Du gibst jeden Tag Vollgas."
Sollten die Blackhawks die Playoffs verpassen, könnte Kurashev zum vierten Mal in Folge für die Schweiz zur Weltmeisterschaft fahren, die in diesem Jahr in Finnland (Tampere) und Lettland (Riga) ausgetragen wird. Nationaltrainer Patrick Fischer hat allerdings noch nicht angerufen: "Ich habe noch nichts gehört", sagt Kurashev. "Dafür müssen wir erst näher an die WM rankommen."