Schweden hat die IIHF Juniorenweltmeisterschaft 2026 gewonnen. Die schwedische Auswahl setzt sich im Finale mit 4:2 gegen Tschechien durch. Im Spiel um Bronze gewann Kanada mit 6:3 gegen Finnland. NHL.com/de fasst die Spiele um die Medaillen zusammen.
Finale: Schweden – Tschechien 4:2
Schweden hat erstmals seit 2012 wieder die U20-Weltmeisterschaft im Eishockey gewonnen. „Es ist etwas Besonderes“, freute sich Nationalspieler Sascha Boumedienne. „Dieses Turnier verfolgen wir alle schon seit unserer Kindheit. Und Teil dieser Mannschaft zu sein, die gewonnen hat, ist einfach unglaublich.“
Stürmer Anton Frondell ergänzte: „Es war Zeit für Gold, und wir haben es geschafft. Es ist unglaublich. Wir sind wie eine große Familie. Direkt nach dem Spiel haben wir uns in der Kabine gesagt, dass wir uns alle gern haben. Das ist wichtig, wenn man gewinnen will.“
Die Schweden gingen im ersten Drittel durch einen Treffer von Casper Juustovaara in Führung. Mitte des zweiten Spielabschnitts baute Victor Eklund, der im NHL Draft 2025 von den New York Islanders an Position 16 gepickt wurde, die Führung auf 2:0 aus. Auch im dritten Spielabschnitt war Schweden zunächst die effektivere Mannschaft.
Boumedienne, der im Draft 2025 von den Winnipeg Jets an 28. Stelle ausgewählt wurde, traf in der 4. Minute des Schlussdrittels zum 3:0. Die tschechische Nationalmannschaft verzweifelte bis dahin an dem schwedischen Torwart Love Harenstam. Frondell lobte: „Er war das ganze Turnier über großartig. Im Halbfinale hat er uns gerettet, und heute Abend war er wieder enorm stark. Also, ja, danke Love für die Goldmedaille.“
Doch die Tschechen nahmen den Torwart zugunsten eines Feldspielers aus dem Spiel und fanden mit einem Doppelschlag zurück in die Partie. In der 58. Minute traf Adam Jiříček (St. Louis Blues), 24 Sekunden vor Spielende legte Matěj Kubiesa mit dem 2:3 nach. Es blieben noch exakt 23,3 Sekunden, um den Ausgleich zu erzielen und eine Verlängerung zu erzwingen. Doch Tschechien verlor den Puck im gegnerischen Drittel, sodass Ivar Stenberg mit dem Empty Netter für die Entscheidung sorgte.
„Wir wussten, dass wir gewinnen würden. Wir hatten einfach dieses Gefühl. Wir haben zusammengehalten und es geschafft“, sagte Boumedienne. Jack Berglund bezeichnete es als "surreal", Kapitän der Weltmeister-Truppe zu sein. „Das ist eine ganz besondere Mannschaft, und mit diesen Jungs zusammenzuarbeiten, die Ehre zu haben, das „C“ auf der Brust zu tragen und alles zu gewinnen, ist sehr speziell. Ich hätte nie gedacht, dass es wahr werden würde.“
Was das Erfolgsgeheimnis dieser Mannschaft ist? „Wir haben um den Titel gespielt. Hier gab es keine Einzelleistungen“, antwortete Berglund. „Jeder hat in den entscheidenden Momenten alles gegeben und jeder hat sich in der K.o-Runde gesteigert. Und heute denke ich, dass wir viel besser als Tschechien waren. Das ist eine ganz besondere Mannschaft. Es ist wie eine Bruderschaft. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen.“
Der tschechische Nationaltrainer Patrik Augusta musste sein Team nach der Final-Niederlage mental wieder aufbauen. „Wenn man seine Spieler weinen sieht, ist das auch für mich emotional“, sagte er. „Aber ich habe ihnen gesagt, dass sie stolz sein sollen. Sie haben ein großartiges Turnier gespielt. Wir haben heute Abend leider nicht gewonnen, aber vor diesem Turnier hätten wir uns über eine Silbermedaille gefreut. Unsere Träume waren höher, aber es ist ja nicht das Ende unseres Lebens. Hoffentlich bekommen wir mit harter Arbeit eine weitere Chance.“
Für Tschechien war dies der vierte Medaillengewinn in Folge. „Das bedeutet, dass der tschechische Eishockeysport wächst“, sagte Flügelstürmer Václav Nestrašil. „Auch wenn wir heute nicht die Goldmedaille gewonnen haben, denke ich, dass wir das Land trotzdem stolz gemacht.“


















