In der zweiten Pause der Partie zwischen den Utah Mammoth und den Boston Bruins am Sonntag wandte sich André Tourigny, Trainer der Heimmannschaft aus Salt Lake City, direkt an seinen Stürmer JJ Peterka. „Ich habe ihm gesagt, dass er in jeder Phase seine Schnelligkeit einsetzen und damit Druck auf die gegnerische Defensive ausüben soll“, verriet der Coach im Nachgang seine Botschaft an den Deutschen. Der setzte die Anweisung prompt um und hatte dadurch entscheidenden Anteil am 3:2-Siegtreffer seines Teams.

Mitte des letzten Drittels spurtete Peterka in der Zone der Bruins von hinter dem Tor aus auf Marat Khusnutdinov zu und nahm ihm im rechten Bullykreis den Puck ab. Im Anschluss passte er die Scheibe auf Dylan Guenther, der sie mit einer fulminanten Direktabnahme in die Maschen beförderte. „Das war eine tolle Aktion von JJ“, lobte der Torschütze seinen Vorlagengeber. „Wir haben viel über solche Spielzüge gesprochen und sie immer wieder trainiert.“

Tourigny zeigte sich nicht minder angetan, wie Peterka seine Anweisung in die Tat umsetzte. „Mir hat seine Reaktion gefallen. Vom ersten Shift des dritten Durchgangs an hat er den Gegner mit viel Speed attackiert und seine Leistung im Spiel dadurch merklich gesteigert. Die Vorlage ist großartig gewesen. Gleiches gilt für den Schuss von Guenther. Die gesamte Reihe hat mich im letzten Durchgang überzeugt“, ließ der verantwortliche Mann an der Bande wissen.

BOS@UTA: Guenther zieht ab und trifft

Der Assist von Peterka war dessen vierter Scorerpunkt in der laufenden Saison. Zwei Tore und zwei Vorlagen aus sechs Einsätzen sind für den 23-Jährigen registriert. Nur in zwei Partien gehörte er nicht zu den Punktesammlern der Mammoth.

Mit drei Siegen aus drei Auftritten im Delta Center hat Utah zu Hause noch eine blütenweiße Weste. Allerdings hing der Erfolg gegen die Bruins zwischendurch am seidenen Faden. Die Gäste ließen sich vom frühen Rückstand durch ein Powerplaytor von Logan Cooley nicht beirren. David Pastrnak glich noch im ersten Drittel aus. Der Treffer fiel ebenfalls in Überzahl. Anfangs des zweiten Durchgangs gingen die Bruins in Führung. Torschütze war erneut Pastrnak.

BOS@UTA: Pastrnak bringt die Bruins in Führung

In der Folge bewiesen die Mammoth jedoch ein weiteres Mal, dass sie in der Lage sind, einen Rückstand zu drehen. Clayton Keller sorgte noch vor der zweiten Sirene für den 2:2-Gleichstand, ehe Guenther die Stimmung beim Heimpublikum mit seiner Direktabnahme zum Kochen brachte und den dritten Comeback-Sieg von Utah in dieser Spielzeit perfekt machte. „Das sind genau die Situationen, in denen es richtig Spaß macht zu spielen – wenn man daheim ist, es eng zugeht und die Fans voll mitmischen“, betonte der Schütze des Game-Winners.

Sein Teamkollege Keller fühlt sich in diesen umkämpften Duellen genauso wohl. „Das müssen wir auch, denn wir werden im weiteren Verlauf der Saison noch viele Begegnungen erleben, in denen wir mit einem Tor führen oder zurückliegen. Wir können aus diesen Spielen eine Menge lernen und uns kontinuierlich verbessern. Dass wir heute nach dem Rückstand ruhig geblieben sind, zeigt, über wieviel Selbstvertrauen wir mittlerweile verfügen“, sagte er.

Keller verbuchte neben seinem Tor noch einen Assist. Nick Schmaltz brachte es auf zwei Vorlagen. Die beiden Mammoth-Angreifer bestätigten damit ihre glänzende Form. Zum 6:3-Triumph am Freitag gegen die San Jose Sharks hatten sie gemeinsam acht Punkte beigesteuert. Schmaltz erzielte einen Hattrick und dazu einen Assist, für Keller wurden ein Tor und drei Assists im Spielberichtsbogen vermerkt.

Schmaltz führt die teaminterne Scorerwertung mit neun Zählern (drei Tore, sechs Assists) aus sechs Spielen an. Keller folgt unmittelbar hinter ihm mit sieben Punkten (zwei Tore, fünf Assists). Guenther ist Dritter mit fünf Punkten (drei Tore, zwei Assists). Peterka rangiert an vierter Stelle.

In der Tabelle der Central Division steht Utah mit einer Matchbilanz von 4-2-0 und acht Punkten auf dem dritten Platz. Die Mannschaft hat mit dem guten Saisonstart ihre Ambitionen auf die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs unterstrichen.

In dieser Woche erwartet Utah ein straffes Programm. Insgesamt viermal sind die Mammoth gefordert. Am Dienstag empfangen sie die Colorado Avalanche. Im Anschluss folgen Auswärtsspiele bei den St. Louis Blues (Donnerstag), den Minnesota Wild (Samstag) und den Winnipeg Jets (Sonntag).

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