Viel Tiefe und Secondary Scoring
"Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir geworden. Im dritten Drittel waren wir dann am besten. Die Jungs sind aus der Kabine gekommen und haben richtig gut gespielt", lobte Kapitän Joe Pavelski. "Wir wollen mit dieser Playoff-Einstellung spielen. Das entscheidet Spiele im dritten Drittel, wir haben nichts zugelassen", pflichtete der Schweizer Meier bei. "Das war ein wichtiger Sieg für uns", bilanzierte auch Trainer Peter DeBoer, der sich vor allem für seine vierte Sturmreihe freute, die mit Karlsson (zwei Tore), Michael Haley (zwei Assists) und Barclay Goodrow (ein Assist) auf fünf Scorerpunkte kam. "Hoffentlich können sie darauf aufbauen und es in jedem Spiel wiederholen", so DeBoer.
Diese enorme Tiefe ist es auch, die San Jose über die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle in dieser Saison hinweghalfen: Die Sharks haben zwölf Spieler (!) mit mehr als zehn Saison-Toren und elf Akteure (!) mit über 30 Scorerpunkten. Eine derartige Breite sucht man bei den anderen 30 NHL-Teams vergebens. Genau dieses Secondary Scoring könnte ein wichtiger Faktor für die Playoffs sein.
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Heimstark im Haifischbecken
Die Sharks aber stellten nicht nur ihre Tiefe unter Beweis, sondern auch einmal mehr ihre Heimstärke: Mit einer Bilanz von 21-5-5 auf heimischem Eis zählt San Jose zu den vier besten Heim-Teams der NHL. Nur die Tampa Bay Lightning (27-5-2), Boston Bruins (24-7-3) und Winnipeg Jets (22-8-4) landeten mehr Siege vor eigenem Publikum.
Vor jedem Spiel werden in San Jose bei der Einlaufzeremonie schwimmende Haie auf das Eis der Arena projiziert. Das Haifischbecken, wie die Fans die Spielstätte auch deswegen liebevoll nennen, ist eine echte Festung. "Wir waren das ganze Jahr zu Hause gut. Unser Anspruch ist, alle Heimspiele zu gewinnen", betonte DeBoer sehr selbstbewusst.