Fast perfekter Start in die neue Saison
Der Start in die reguläre Saison 2025/26 war nahezu perfekt: Vegas punktete in jedem der ersten sieben Spiele und gewann fünf davon (5-0-2). Zu diesem Stichtag waren die Golden Knights die beste Mannschaft in der gesamten NHL. Die Motoren Jack Eichel (6-10-16, +7) und Mark Stone (2-11-13, +2) führten die Liga als Top-Scorer an. Einen starken Einstand feierte auch Marner, der in einer neuen Umwelt regelrecht aufblühte (2-8-10, +9). „Wenn man sich in diesem mentalen Strudel befindet, belastet das den Körper und den Geist enorm“, sagte Marner nach der Saison rückblickend. „Man liegt oft nachts wach und überlegt, wie man die Dinge ändern kann. In einer neuen Umgebung wie Vegas zu sein, hat mir definitiv geholfen, diesen Druck ein wenig abzubauen. Auch die Tatsache, dass diese Jungs um mich herum sind, hilft mir sehr.“
Vier Monate auf und ab
Im weiteren Saisonverlauf hatten die Golden Knights allerdings immer wieder Probleme mit der Konstanz. Im November wurden zweimal vier Spiele am Stück verloren. Um den Jahreswechsel waren es fünf Niederlagen in Folge. Am 6. Januar war Vegas zwar immer noch Spitzenreiter der Pacific Division, in der gesamten NHL aber nur noch auf Rang 13 gelistet. Die Golden Knights ließen also sieben Siege in Serie folgen, verloren daraufhin aber wieder sieben von zehn Spielen bis zur Olympia-Pause.
Hart darf spielen und mischt die Karten neu
Der am 16. Oktober unter Vertrag genommene Torwart Carter Hart erhielt zum 1. Dezember die Freigabe von der Liga, eingesetzt werden zu dürfen. Am 2. Dezember gab er sein Debüt für die Golden Knights. Zuvor war der Schweizer Goalie Akira Schmid die Nummer 1 gewesen (15 Spiele, 13 Starts, 9-2-4, 89,6 Prozent Fangquote, 2,51 Gegentore/Spiel, 1 Shutout), ab Dezember wechselte sich das Torhüter-Trio ab: Adin Hill erhielt 22 Starts (9-9-4, 86,7 Prozent Fangquote, 3,1 Gegentore/Spiel, ein Shutout), Hart 18 Starts (11-3-3, 89,1 Prozent Fangquote, 2,71 Gegentore/Spiel) und Schmid 16 Starts (7-8-2, 88,9 Prozent Fangquote, 2,66 Gegentore/Spiel, ein Shutout).
Weitere externe Verstärkungen kommen an
Am 18. Januar fädelten die Golden Knights einen Trade mit den Calgary Flames ein, der mit Rasmus Andersson einen wichtigen Top-4-Verteidiger nach Vegas brachte. Kurz vor der Trade Deadline wurden außerdem noch die Bottom-Six-Stürmer Cole Smith (Nashville Predators) und Nic Down (Washington Capitals) verpflichtet, um dem Kader noch mehr Tiefe zu geben.
Nach der Olympia-Pause kommt der freie Fall
Nach den Olympischen Spielen fanden die Golden Knights kaum noch in den Rhythmus. In den ersten 17 Spielen nach der Pause konnten nur fünf Siege errungen werden. Mit einer 5-10-2-Bilanz bis zum 28. März stellte Vegas das viertschlechteste Team der gesamten Liga und in der Tabelle mit einer 32-26-16-Bilanz auf Rang drei in der Pacific Division abgerutscht. Die Verantwortlichen sahen sich zum Handeln gezwungen und feuerten Trainer Bruce Cassidy.
Tortorella bringt die Wende
Mit John Tortorella wurde ein neuer, erfahrener Headcoach präsentiert, der sofort eine Wende einleitete: In den letzten acht Hauptrunden-Spielen unter Tortorella fuhren die Golden Knights sieben Siege ein und punkteten ausnahmslos (7-0-1). Dabei straffte der neue Headcoach insbesondere die Offensive (4,13 Tore/Spiel), stabilisierte die Defensive (1,88 Gegentore/Spiel) und belebte das Powerplay (24 Prozent Erfolgsquote). Also qualifizierte sich Vegas als Spitzenreiter der Pacific Division zum achten Mal in neun Jahren Ligazugehörigkeit für die Stanley Cup Playoffs.