Stanley Cup Final: Carolina Hurricanes v Vegas Golden Knights - Game Six

Die Saison 2025/26 endete für die Vegas Golden Knights im Stanley Cup Finale, wo sie gegen Champion Carolina Hurricanes in sechs Spielen den Kürzeren zogen (Serie: 2:4). NHL.com/de blickt auf eine starke Spielzeit zurück und skizziert den Weg des Western Conference Champions mit Meilensteinen…

Marner als Königstransfer im Sommer
Bevor auch nur der erste Puck in der regulären Saison 2025/26 aufs Eis fiel, legte Vegas‘ General Manager Kelly McCrimmon den Grundstein einer erfolgreichen Mannschaft. Am 30. Juni holte er in einem Trade mit den Nashville Predators sowohl Stürmer Colton Sissons als auch Verteidiger Jerermy Lauzon in die Organisation. Tags darauf, am 1. Juli, gelang der wohl wichtigste Zug des gesamten Jahres: In einem Sign-and-Trade-Deal mit den Toronto Maple Leafs wechselte Superstar Mitch Marner von den Toronto Maple Leafs zu den Golden Knights und brachte einen unterschriebenen Achtjahresvertrag (12 Mio. US-Dollar pro Jahr) gleich mit. Als Free Agent kam außerdem Dylan Coghlan hinzu. An diesem 1. Juli gab es aber nicht nur gute Nachrichten: Verteidiger Alex Pietrangelo gab bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen die komplette Saison 2025/26 verpassen wird. „

CAR@VGK: Marner baut im zweiten Drittel mit einem „Natural Hattrick“ die Führung aus

Fast perfekter Start in die neue Saison
Der Start in die reguläre Saison 2025/26 war nahezu perfekt: Vegas punktete in jedem der ersten sieben Spiele und gewann fünf davon (5-0-2). Zu diesem Stichtag waren die Golden Knights die beste Mannschaft in der gesamten NHL. Die Motoren Jack Eichel (6-10-16, +7) und Mark Stone (2-11-13, +2) führten die Liga als Top-Scorer an. Einen starken Einstand feierte auch Marner, der in einer neuen Umwelt regelrecht aufblühte (2-8-10, +9). „Wenn man sich in diesem mentalen Strudel befindet, belastet das den Körper und den Geist enorm“, sagte Marner nach der Saison rückblickend. „Man liegt oft nachts wach und überlegt, wie man die Dinge ändern kann. In einer neuen Umgebung wie Vegas zu sein, hat mir definitiv geholfen, diesen Druck ein wenig abzubauen. Auch die Tatsache, dass diese Jungs um mich herum sind, hilft mir sehr.“

Vier Monate auf und ab 
Im weiteren Saisonverlauf hatten die Golden Knights allerdings immer wieder Probleme mit der Konstanz. Im November wurden zweimal vier Spiele am Stück verloren. Um den Jahreswechsel waren es fünf Niederlagen in Folge. Am 6. Januar war Vegas zwar immer noch Spitzenreiter der Pacific Division, in der gesamten NHL aber nur noch auf Rang 13 gelistet. Die Golden Knights ließen also sieben Siege in Serie folgen, verloren daraufhin aber wieder sieben von zehn Spielen bis zur Olympia-Pause.

Hart darf spielen und mischt die Karten neu
Der am 16. Oktober unter Vertrag genommene Torwart Carter Hart erhielt zum 1. Dezember die Freigabe von der Liga, eingesetzt werden zu dürfen. Am 2. Dezember gab er sein Debüt für die Golden Knights. Zuvor war der Schweizer Goalie Akira Schmid die Nummer 1 gewesen (15 Spiele, 13 Starts, 9-2-4, 89,6 Prozent Fangquote, 2,51 Gegentore/Spiel, 1 Shutout), ab Dezember wechselte sich das Torhüter-Trio ab: Adin Hill erhielt 22 Starts (9-9-4, 86,7 Prozent Fangquote, 3,1 Gegentore/Spiel, ein Shutout), Hart 18 Starts (11-3-3, 89,1 Prozent Fangquote, 2,71 Gegentore/Spiel) und Schmid 16 Starts (7-8-2, 88,9 Prozent Fangquote, 2,66 Gegentore/Spiel, ein Shutout).

Weitere externe Verstärkungen kommen an
Am 18. Januar fädelten die Golden Knights einen Trade mit den Calgary Flames ein, der mit Rasmus Andersson einen wichtigen Top-4-Verteidiger nach Vegas brachte. Kurz vor der Trade Deadline wurden außerdem noch die Bottom-Six-Stürmer Cole Smith (Nashville Predators) und Nic Down (Washington Capitals) verpflichtet, um dem Kader noch mehr Tiefe zu geben.

Nach der Olympia-Pause kommt der freie Fall
Nach den Olympischen Spielen fanden die Golden Knights kaum noch in den Rhythmus. In den ersten 17 Spielen nach der Pause konnten nur fünf Siege errungen werden. Mit einer 5-10-2-Bilanz bis zum 28. März stellte Vegas das viertschlechteste Team der gesamten Liga und in der Tabelle mit einer 32-26-16-Bilanz auf Rang drei in der Pacific Division abgerutscht. Die Verantwortlichen sahen sich zum Handeln gezwungen und feuerten Trainer Bruce Cassidy.

Tortorella bringt die Wende
Mit John Tortorella wurde ein neuer, erfahrener Headcoach präsentiert, der sofort eine Wende einleitete: In den letzten acht Hauptrunden-Spielen unter Tortorella fuhren die Golden Knights sieben Siege ein und punkteten ausnahmslos (7-0-1). Dabei straffte der neue Headcoach insbesondere die Offensive (4,13 Tore/Spiel), stabilisierte die Defensive (1,88 Gegentore/Spiel) und belebte das Powerplay (24 Prozent Erfolgsquote). Also qualifizierte sich Vegas als Spitzenreiter der Pacific Division zum achten Mal in neun Jahren Ligazugehörigkeit für die Stanley Cup Playoffs.

Head coach John Tortorella of the Vegas Golden Knights arrives prior to Game Two of the 2026 Stanley Cup Final against the Carolina Hurricanes at Lenovo Center on June 04, 2026 in Raleigh, North Carolina. (Photo by Jared C. Tilton/Getty Images)

Über Utah, Anaheim und Colorado zur Clarence S. Campbell Bowl
In den Stanley Cup Playoffs 2026 räumten die Golden Knights in der Ersten Runde den Utah Mammoth (4:2) und in der Zweiten Runde die Anaheim Ducks (4:2) aus dem Weg. Im Western Conference Finale war Vegas gegen Presidents‘ Trophy Gewinner Colorado Avalanche eigentlich der klare Außenseiter, doch gelang den Golden Knights eine faustdicke Überraschung: ein Sweep gegen die turmhohen Favoriten (4:0). Die Golden Knights wurden als Western Conference Champion also mit der Clarence S. Campbell Bowl ausgezeichnet und erreichten zum dritten Mal in ihrer neunjährigen Geschichte das Stanley Cup Finale. Bis dahin hatte insbesondere die Sturmreihe um Marner (7-14-21), William Karlsson (1-4-5) und Brett Howden (10-2-12) geglänzt. Im Tor hatte Hart alle 20 Spiele absolviert. Auffällig waren herausragende Comeback-Qualitäten, die die Golden Knights immer wieder unter Beweis gestellt hatten.

Stanley Cup Finale
Im Stanley Cup Finale 2026 waren die Hurricanes der Gegner. In einer total verrückten Serie mit zahlreichen Führungs- und Momentum-Wechseln ging Vegas in der Best-of-7-Serie mit 1:0 und 2:1 in Führung. Danach konnte es aber nicht mehr draufpacken - ganz im Gegensatz zu Carolina, dass die folgenden drei Spiele allesamt gewinnen konnte. Keine Hilfe waren die Verletzungen von Defensivverteidiger Brayden McNabb, der angeschlagen weiterspielte, und William Karlsson, der komplett ausfiel. Die Golden Knights aber fielen in fast allen Bereichen (Offensive, Defensive, Powerplay, Penalty Killing) ab, sodass der große Traum ganz knapp vor der Zielgeraden platzte. „Dieses Gefühl ist beschissen“, sagte Kapitän Mark Stone. „Ich möchte das nie wieder erleben. Aber wenn ich auf alles zurückblicke, was im Laufe der Saison passiert ist - die Höhen und Tiefen -, dann ist es schon beeindruckend, dass wir uns die Chance erarbeitet haben, im Finale zu spielen. Aber das macht die Situation im Moment auch nicht besser.“

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Tortorella muss gehen - Craig übernimmt
Trotz einer Erfolgsbilanz von 21-14-1 (reguläre Saison und Playoffs kumuliert) gab Vegas am 17. Juli bekannt, dass Tortorella als Trainer nicht zurückkehren wird. Stattdessen wurde der bisherige AHL-Headcoach Ryan Craig von den Henderson Silver Knights zu den Golden Knights befördert. „Wir danken Torts für die Unterstützung, die er unserem Team seit seinem Eintritt in die Organisation im März zuteilwerden ließ“, so McCrimmon. „Als die Entscheidung fiel, Torts nach Vegas zu holen, brauchten wir sofortige Verstärkung, um uns an einem entscheidenden Punkt der Saison zu helfen. Torts’ Erfahrung und Führungsqualitäten erwiesen sich als der Schub, den wir gebraucht hatten, und er half uns, das Stanley Cup Finale zu erreichen. Wir sind dankbar für Torts’ Leidenschaft, Aufrichtigkeit und sein Engagement für unseren Verein und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute.“

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