Roman Josi bewies in seinem 700. NHL-Spiel einmal mehr seine Effektivität. 7:31 Minuten waren gespielt, als der Verteidiger der Nashville Predators im Spiel gegen die New Jersey Devils aus spitzem Winkel abzog und das 1:0 erzielte. Im zweiten Spielabschnitt bereitete der Schweizer auch noch das 2:0 vor. Über Josi gelangte der Puck zu Nick Cousins, der den Puck aus spitzem Winkel für den Torschützen Philip Tomasino vorlegte.

"Die Zeit vergeht wie im Flug", sagte Josi nach Spielende über seinen erreichten Meilenstein von 700 NHL-Spielen. "Ich erinnere mich noch, als ich zum ersten Mal hierher kam, vor 10 Jahren und 700 Spielen." Tatsächlich war sein Debüt auf den Tag genau zehn Jahre her. Am 26. November 2011 bestritt er auswärts bei den Detroit Red Wings sein erstes Spiel in der NHL. "Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass ich so viele Spiele in Nashville mit dem gleichen Team bestreiten durfte. Es war eine fantastische Reise. Ich bin total stolz darauf und nehme das nicht als selbstverständlich hin."
Auch John Hynes, der Trainer der Predators, wusste den Meilenstein seines Verteidigers zu würdigen: "Das sind so viele Spiele. 700 Spiele sind sehr beeindruckend. Nicht nur die 700 Spiele an sich, sondern vor allem auch die Tatsache, wie viele bedeutungsvolle Spiele er absolviert hat und wie produktiv er dabei gewesen ist. Ich freue mich wirklich für ihn. Das ist eine besondere Nacht für ihn."

NJD@NSH: Josi bezwingt Bernier per Handgelenkschuss

Mit 20 Punkten und sieben Toren ist Josi derzeit der zweiteffektivste Scorer und Torschütze unter den Verteidigern der NHL. Lediglich Adam Fox (New York Rangers, 21 Punkte) und Cale Makar (Colorado Avalanche, neun Tore) stehen derzeit noch vor ihm. Über die gesamte Karriere betrachtet kommt Josi auf 124 Tore und 342 Assists. Hinzu kommt seine Effektivität in den Playoffs: In 81 Spielen gelangen ihm zehn Tore und 30 Assists.
Doch Josi ist kein Spieler, dessen Wert sich alleine an seinen Toren und Vorlagen bemessen lässt. Als Verteidiger steht die Arbeit in der eigenen Zone im Vordergrund. Hynes lobt: "Er hat natürlich die zwei Punkte gemacht, aber er hat auch einige Schüsse geblockt und gut gespielt. Es ist schön zu sehen, dass Josi heute zu Hause vor unseren Fans die Anerkennung für sein 700. Spiel bekam. Er hatte heute Abend ein gutes Spiel."
Zwei Tage zuvor hatten die Predators noch völlig verdient mit 2:5 gegen die Vegas Golden Knights verloren. Der Auftritt gegen die Devils entsprach einer deutlichen Leistungssteigerung. Und zwar nicht nur von Josi, sondern von der gesamten Mannschaft. Die "Breakouts" und "unsere Ausführungen mit dem Puck" nannte der 31-Jährige als jene Aspekte, die sich gegenüber der vorherigen Niederlage verbessert hatten. "Ich denke, gegen Vegas haben wir einige Tore einfach hergeschenkt. Wir hatten einige schlechte Turnovers und haben in unserer Zone nicht gut agiert. Ich denke, das war heute Abend deutlich besser."
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Das Schlussdrittel entwickelte sich zu einem Spektakel. Mikael Granlund erzielte in der 47. Minute das 3:0 für die Predators. In der 52. Minute gelang Andreas Johnsson der erste Treffer der Devils zum 1:3. New Jersey nahm in der Schlussphase den Torwart aus dem Spiel, um mit einem zusätzlichen Angreifer den Anschlusstreffer zu erzwingen. Stattdessen war es Nashville-Verteidiger Alexandre Carrier, dem in der 59. Minute ein echtes Traumtor gelang. Schräg hinter dem eigenen Tor stehend, beförderte er den Puck im hohen Bogen über die gesamte Eisfläche in das gegnerische Tor. 28 Sekunden vor Spielende, Jonathan Bernier war in das Tor der Devils wieder zurückgekehrt, gelang Tomas Tatar bei einem langen Zuspiel von Andreas Johnsson das 2:4. Dies brachte den Sieg der Predators allerdings nicht mehr in Gefahr.
"In den letzten paar Spielen ging es ein bisschen auf und ab", sagte Josi über den bisherigen Saisonverlauf der Predators. "Ich denke, wir müssen in unserem Spiel wieder etwas Konstanz zurückgewinnen. Wir hatten diese schon einmal. Aber es ist eine lange Saison, in der es Höhen und Tiefen gibt. Aber wir wissen, was wir tun müssen. Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, gibt uns immer eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Genau das müssen wir auch in Zukunft tun." Das nächste Spiel der Devils findet bereits am heutigen Samstag bei der Colorado Avalanche statt (8 p.m. ET; NHL.tv; Sonntag, 2:00 Uhr MEZ).